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ine ſieht Jljate n leben⸗ erreßt; kleine Gitter⸗
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willigkeit und zwei 4. Jahr⸗ t jenem
ſich ſonſt befaſſen. lebhaft ir in ein aſtſinnige gründen r jungen welches n Kapelle et. Auch n pracht⸗
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für die ſchiedenen ntvolſſten
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von die⸗ en dieſem Orte durch
ben Wies⸗ t Deutſch⸗ und den b ber wir dem dieſ blt wurde. ografſchen men, b demnn ſt weit al den hohen nufer hin⸗ Gren gen n uns d
Paul Stein:
Skizzen aus dem Rheingau.
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Wanderluſt etwa da oder dort über die Grenze zieht, nicht allzu gewiſſenhaft ſein; dieſe Freiheit doch ſchon erlaubt,
konnten, und in Mainz und Biebrich einkehrten. Wiesbaden aber ſoll uns nicht verlocken zu einer Ab⸗
haben wir uns als wir an dem
Vill as,
licher neuer Häuſer, umgeben von prachtvollen welche der Adel der benachbarten Städte im Sommer belebt, gibt zuſammen ein allerliebſtes
wetnich Neuzeit, das gleich uns, der modernen Welt, der alte Vater Rhein mit freudeſtrahlendem
maleriſchen Punkte Oppenheim nicht vorüberkommen 8 Gemiſch von intereſſanter Alterthümlichkeit und an⸗ 2
ſchweifung. Es bietet gar zu viel Erzählenswerthes,
gar zu Mannigfaches durch ſeine romantiſche Umgebung ſowohl, wie auch durch ſein bewegtes, wechſelvolles Badeleben, und durch ſeine Bedeu⸗ tung als Winterreſidenz, daß wir fürchten, dort ſobald nicht wieder los⸗ zukommen, als unſere Zeit und auch der Raum dieſer Blätter von uns fordern.
Wir kehren wieder nach Biebrich zurück, la⸗ ben uns in einem der großen ſchönen Gaſthöfe am Ufer des Rheines, und wandern dann zu Fuß weiter unter den O
Obſtbaumalleen, durch Wein⸗ gärten und Fruchtfelder über Schierſtein und Wal⸗ luf nach Eltwil, dieſer kleinen, einzigen Stadt des eigentlichen Rheingaues. Schon in alter Zeit hatte
Eltwil das Stadtrecht, und war der bedeutendſte
Ruine Klopp bei Bingen.
Auge anſieht.
len ſie aufſuchen. rudre uns hinüber,
Werfen wir den Blick von Eltwil über den breiten Strom, ſo fällt uns etwas landeinwärts ein reizender Ort auf. Es iſt Niederingelheim mit ſeinen großen Erin⸗ nerungen. Die mächtige Geſtalt Karl des Gro⸗ ßen ſteht vor uns auf, und die Pracht ſeiner Hofhaltung dort, ſeine Feſte und Reichstage, ſein häusliches Glück und Leid, gar Vieles, was ſich in und um der berühmten Kaiſerpfalz zu Ingelheim zutrug. Doch was zeigt uns jetzt die Stätte, wo
ſich ſo Hochwichtiges ereignet hat?— Wir wol⸗ Komme, freundlicher Schiffer, daß wir den Ort betreten, der einſt einen ſo berühmten Namen hatte, und ſehen, was aus der Vorzeit noch übrig iſt, und was uns
Ort dieſes Gaues. Es wurde ſchon früh mit einer die Gegenwart jetzt dort bietet
feſten Mauer umfaßt und eine Burg zu ſeinem Schutze erbaut. Die Erz⸗ biſchöfe von Mainz liebten dieſen Ort als Sommer⸗ aufenthalt und brachten ein regeres Leben dahin, als es ſich ſonſt in den Ortſchaften am Rheine fand; auch hielten ſich einige bedeutende Män⸗ ner hier auf. Der wich⸗ tigſte von Allen war Gu⸗ tenberg, welcher nach ſeinem unglücklichen Pro⸗ zeſſe mit Fuſt hier ge⸗ meinſchaftlich mit ſeinem Verwandten Heinrich Bechtermünz eine Buchdruckerei errichtete,
aus der mehrere Werke herdygingen. Die Lage von Eltwil iſt beſonders Rheinſeite entzückend ſchön. eines alten Schloſſes mit vier Erkerthürmchen, ſo wie die ſpitz en Giebel alter Familienhäuſer, zwiſchen denen grüne Terraſſen hinlaufen, und die Stadt⸗ kirche mit ihrem hohen Thurme in mitten freund⸗
Erinnerungen. 1859.
Der ſennstehen Thurm
Rüdesheim.
Wo einſt die große prächtige Kaiſerpfalzſtand, befindet ſich jetzt ein be⸗ ſcheidenes, ländliches Ge⸗ höfte. Ein runder Thor⸗ bogen iſt noch von ihr übrig, und eine von den hundert Marmorſäulen, die den alten Palaſt um⸗ gaben,— auch eine Ta⸗ fel aus rothem Sandſtein wird noch gezeigt mit folgender, kaum noch leſer⸗ licher Inſchrift in latei⸗ niſchen Lettern, welche alſo lautet:
„Vor 800 Jahren iſt dieſer Saal des großen Keyſers Carlen nach ihm
Ludwig des milden Key⸗
ſers Carlen Sohn im Jahre 1044 aber Keyſers
von der
Heinrichs und im Jahre 1 nigs in Böhmen Pallaſt geweſen und hat Keyſer Carlen der Große neben anderen gegoſenen Seyle dieſen Saal aus Ravenna anhero in dieſen Pallaſt man bei Regierung Keyſers Ferdinands der 2t undt Königes in Hispanien
führen laſen welche
1360 Keyſers Carlen Kö⸗
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