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Ferd
Lauffer: Städtlein und Herrenburg. 359
genblitzen ſich verwirrt und eine Zeit lang gewü⸗ thet, ſtauen jetzt gleich einer Woge vom Fels die Angreifer zurück. Der„Stier vom Berge“, des Schloßherrn alter, kampfgehärteter Wappner, hält dort den„vothen Greif“, das Blutbanner des Stammes Mödlitz, in ſeiner Eiſenfauſt und ſchleu⸗ dert mit einer ungeheuren Streitaxt den Anſturm auf Lanzenlänge von ſich.
Da tönt mitten durch das Getümmel eine gebietende, klangvolle Stimme:„Platz für die Ru⸗ nenklinge! dem Rippenbrecher Raum!“
Wie durch einen Zauberſchlag bei ſolchem Rufe weichen die Streitenden beiderſeits auseinan⸗ der und entwirren ſich— und ſiehe! mit kalter, Staunen erweckender Ruhe und Feſtggkeit ſchreitet Johannes Moos, der ſchöne ernſte Jüngling vorwärts, der Vernichtung ausſtrahlenden Streitaxt in den Wurf....
Der„Stier vom Berge“ ſtößt ein brüllendes Gelächter aus.
Zwei Arme, der eine ausholend, der andere ſich deckend, fahren in die Luft.— Schreckerkalte⸗ ten Herzens ſehen die Städtler die furchtbarſchnei⸗ dige Eiſenwucht auf den theuren, nur von ſchmaler Linie des vorgehaltenen Schwertes geſchirmten Schei tel niederſauſen. Ein ohrzerreißendes Schrillen jetzt des Stahls am Stahl!... und Begeiſterung des Triumphes— ein Lebensquell die Eisdecke todt⸗ bangen Erwartens ſprengend, bricht los in einem Jubelſchrei! Die fallende Axt, von zaubergehärteter Klinge unterfangen und der Fauſt durch einen Meiſtergriff entwunden, iſt machtlos zu Boden ge⸗ ſchlagen und ein gedankenſchnell nachzuckender Blitz⸗ ſtrahl legt nun ihren Träger durchſtochen neben ſie.
Hoch flattert in des Siegers Hand das er⸗ beutete Banner.——
Während die entfeſſelte Schlacht an des Schloſ⸗ ſes Vorderſeite an allen Punkten zum Nachtheile der Ueberfallenen tobte, ſtand Kluger ſeinem Auf⸗ trage treu mit ſeinen Bogenſchützen in den Schat⸗ ten der hinterſten Brüſtung gedrückt und überwachte ſchußfertig mit aufgelegtem Bolz die am Eck vor⸗ ſpringenden Steine. Der Mond, hinter leichtem Wolkenſchleier verborgen, warf ein gedämpftes, mat⸗ tes Zwielicht auf die Erde und ließ von Erker, Thürmchen und Mauerrand die Umriſſe ziemlich deutlich in's Auge fallen. Alle beobachteten in ge⸗ ſpannter Erwartung, ihrer Beſtimmung angemeſſen, ein tiefes Schweigen; Allen war es wunderſam, daß Eichkatze, der bei ſeiner Schlauheit gewiß das Zerreißen des Glockenzugs und die Erfolgloſigkeit ſeines in der Mitte des Weges verhallenden Weck⸗ rufes erkannt haben mußte, ſeine altgewohnte Luſt⸗ fährte über das Brüſtungseck, jetzt zu ernſterem Ausfluge, im Drange höchſter Noth zu betreten unterließ.
Doch jetzt!— iſt es Augentäuſchung? hat nup ein ſtärkerer Windhauch einen geknickten Gras⸗ b Lun der Zinne gehoben, oder taucht die berufene
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Hahnenfeder am Lederkäpplein dort wirklich auf? — Nur höher! nur höher! damit es kund und dem Schützen ſein Ziel werde.
Klugers Hand zittert am ſtraffangezogenen Seil vor Erwartung und Ungeduld— jetzt hebt ſich der nickende Halm in ganzer Länge, das rol⸗ lende, lauernde Katzenauge unter der tief über die Stirn gedrückten Lederhülle hervorfunkelnd, wird ſichtbar— er iſt's! er iſt's!...
„Jetzt, heiliger Euſtach hilf!“ bebt es von
Klugers Lippe, die Armbruſt knackt— weithin im
Bogenflug einen zerſchlitzten Grashalm mit ſich reißend, ſchwingt ſich der todbringende, gefiederte Segler verfehlten Zieles durch die Luft und erzit⸗ tert darauf feſthaftend in dem Anwurf des Simſes.
Die Mauer war leer. Der wie von unſicht⸗ baren Mächten geſchirmte Lotterbube, einmal ver⸗ warnt, zeigte ſich an dieſer Stelle den Lauernden nicht wieder.
Jetzt aber erſtarb auch das Getöſe der Schlacht allmälig in des Schloſſes Innerem, die Eiſen klirr⸗ ten nur matt noch und vereinzelt zuſammen— endlich ward Alles grabesſtill. Die Lotterer und Raubgeſellen, vom Racheſchwert der lange genoth⸗ drängten Städtler ereilt und überwunden, deckten — Mann für Mann, bis auf den letzten Streiter gefällt, gleich Garben in eine große Blutlache gelagert, den weiten Hof.
In des Leichenfeldes Mitte ſchloßen ſich zum freudigſten und zugleich auch erhebendſten Willkomm nach dem glorreich beſtandenen Werke die beiden Führer ſtumm an die Bruſt. Aus dem zum Him⸗ mel gerichteten Auge des ältern Kriegsmannes floß eine Thräne. Es war ein großer, feierlicher Augen⸗ blick! und die von ſeiner Bedeutung in der Menſchen⸗ bruſt wachgerufenen Gefühle vermag keine Sprache zu ſchildern.
Die Hünengeſtalt des verſchnaufenden, blut⸗ gebadeten Glutſchlacker aber ruhte auf dem lan⸗ gen Schaft ſeines Streithammers geſtützt— ſeine Ferſe auf dem Kopf ſeines letzten Gegners. Wie er ſo daſtand und ſich umſchaute im Kreis, Leich' an Leiche, gleich einem Wall bei Fuß— da war jeder Zug ſeines breiten ehrlichen Antlitzes unſäg⸗ liches Behagen,— Ausdruck jener innigſten Be⸗ friedigung, womit nach hartem Tagewerk in Schnit⸗ ter ſein reiches Erntefeld überſieht.
Jetzt an der Hauptpforte das ſteinerne Wappen des Mödlitzer erſchauend, ſtieg er gemeſſenen Schritts über Leichenhügel hinweg und ſchmetterte mit einem Schlag ſeiner Eiſenkolbe es herab und in Trümmer. Hoch flatterte in dieſem Augenblick vom erwachten Windzug in ganzer Breite entfaltet, das Banner der Stadt über dem Hauptthor des eroberten Schloſſes.
VIII. D Häuptling! der blutige Wolf, der Bür „Der Häuptling! der blutige Wolf, der Bür⸗ gerſchreck!“ ertönte es jetzt— die eben noch wal⸗


