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Randgloſſen zum April.
Der Monat April hat ſich das Privilegium an⸗ gemaßt, alle Welt zu narren. Man könnte ihn drum den Moniteur April nennen.
Der Name April kommt, wie Philologen behaup⸗ ten, von dem Worte„aperire“— öffnen, weil in dem genannten Monate für die ſtudirende Jugend meiſt ein neues Semeſter, für die Zeitungsleſer ein neues Quartal, ſür die Spaziergänger die Gartenreſtauratio⸗ nen und für Alle insgeſammt die Schleußen des Him⸗ mels eröffnet werden. Profeſſoren, Journaliſten und Wirthe ſind drum mit dem Waſſer im Bunde.
Der April iſt meiſt beſſer, der Mai aber ſchlech⸗ ter als ſein Ruf. Mit Bezug auf Letzteres nennt man die Jugend den Mai des Lebens und ſagt: Jugend hat keine Tugend.
Man ſchilt den April wegen ſeiner Inkonſequenz. Was will man?— er iſt ein„gemiſchter Charak⸗ ter“ und als ſolcher durch Gutzkow nun ebenſo poeſie⸗ fähig, wie der vielbeſungene Mai.
Der April iſt in ſeiner Veränderlichkeit ein Bild des Lebens. Das Leben hat auch ſeinen erſten und letzten April. Wenn ein Menſch zur Welt kommt, ſo heißt es, der Storch habe ihn gebracht;— das iſt der erſte April. Wenn der Menſch geſtorben iſt, ſo ſetzt man ihm einen Leichenſtein, auf dem viel Rüh⸗ mens und Preiſens gemacht wird;— das iſt der letzte April. Was zwiſchen beiden liegt, iſt meiſt eine Kette von Täuſchungen. Zuerſt ſteht man unter der Hand der Lehrer. Dieſe führen nicht ſelten
„Herauf herab und quer und krumm . Ihre Schüler an der Naſe herum.“ Kaum iſt man der Hand der Lehrer entrounen, ſo feſ⸗ ſelt man ſich an die Hand eines Mädchens und kommt nun recht aus dem Regen in die Traufe. „Ein Mägdelein nasführet Dich.“ Erinnerungen. 1859.
Ueton.
Der Name April iſt verhängnißvoll, denn die fünf Buchſtaben, aus denen er beſteht, ſind die Initia⸗ len folgender fünf Worte:
Aberglaube, Politik, Nabuliſten, Ideale, Liebe.
Wer iſt durch eines dieſer Worte nicht ſchon— zum Aprilnarren geworden?
Einiges über„Zukunftsmuſik“. Bei Gelegenheit des Mediziner⸗Konzertes.
Das von den Hörern der Medizin in Prag am 12. März l. J. veranſtaltete große Wohlthätigkeitskon⸗ zert, zu welchem als Dirigent und Mitwirkender Liſzt's Schwiegerſohn, Haus von Bülow, einer der renom⸗ mirteſten, aus der Weimarer Schule hervorgegangenen Vorkämpfer der ſogenannten„Zukunftsmuſik“ berufen wurde, gibt uns Gelegenheit, für den weiteren Kreis unſerer Leſer hier einige Bemerkungen über die in neue⸗ ſter Zeit in gewiſſen wichtigen muſikaliſchen Sphären verfolgten reformatoriſchen Beſtrebungen aufzuzeichnen. Daß dieſes Konzert die Aufmerkſamkeit des Publikums, ſo wie überhaupt des muſikaliſchen, mit dieſer Richtung ſchon ſeit längerer Zeit vertraut gewordenen Prag im hohen Grade feſſeln mußte, ging ſchon nothwendiger⸗ weiſe aus dem Inhalt des Programms hervor, in welchem die eigentlichen Matadoren der„Zukunftsmuſik“ Liſzt und Richard Wagner jeder mit zwei Orcheſterkom⸗ poſitionen vertreten waren. Wir hörten die ſymphoni⸗ ſchen Dichtungen von Liſzt:„Feſtklänge“ und„Mazeppa“; ferner eine„Fauſtouverture“ und das Inſtrumentalvor⸗ ſpiel zur Oper„Triſtan und Iſolde“ von Richard Wag⸗ ner(Letzteres überhaupt zu allererſt in Prag aufge⸗ führt). Bekanntlich hat Lißzt bisher neun derartige Dichtungen geſchrieben; ebenſo bekannt iſt, daß das ge⸗ ſammte künſtleriſche Wirken dieſer beiden Muſikrefor⸗ matoren ſchon bei Beginn von einer Seite verhimmelt, von der andern auf das Heftigſte angegriffen wurde. Erſtere, mit dem geiſtreichen Aeſthetiker und Redakteur F. Brendel in Leipzig an der Spitze und in der innig⸗ ſten Verbindung mit der von F. Liſzt provocirten Wei⸗
marer Schule, erfand für die reformatoriſchen Beſtre⸗ 32


