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der Vater gab dem Sohne nebſt einigen heilſamen Lehren auch einen Zehrpfennig. Der gute Onkel Hauptmann jedoch begleitete ſeinen Liebling eine ziem⸗ liche Strecke. Seine Abſchiedsworte waren:
„Junge, geh' nur immer gradaus und handle ſo, daß Du ſtets zum Rapport bereit ſein kannſt; übrigens iſt's einerlei, was Du wirſt, wenn Du nur Deiner Fahne treu bleibſt.— Da iſt eine kleine Reſerve, von der Du im Nothfalle Gebrauch machen kannſt. Und nun Adieu!“
Der alte Mann drückte ſeinem Neffen ein Pa⸗ pier in die Hand, ihn ſelbſt an die Bruſt, dann riß er ſich los, machte raſch rechtsum und ging gradaus.
Otto fand, nachdem er die Abſchiedsthräne im Auge zerdrückt hatte, daß ſein Oheim ihm eine Schrift zurückgelaſſen, welche ihn bevollmächtigte, beliebige Summen auf den Namen des Ausſtellers von einem bekaunten Banquierhauſe zu ziehen.
In dem Momente, wo wir Otto gefunden haben, iſt er bereits weit von ſeiner Vaterſtadt ent⸗ fernt, und ſein Herz hat ſich nach und nach von der Laſt befreit, welche die verſchiedenen Vorgänge in der jüngſten Zeit auf ſeine Bruſt gewälzt hatten. Er blickt mit klarem Auge um ſich und freut ſich des reichbeladenen Weinſtockes, der Fruchtfülle auf den Bäumen.
Der Herbſt zieht erſt dann ſein trauriges Kleid um, wenn alles leer und kahl iſt und nichts mehr rings auf Feld und Baum, was das Herz erfreut.
Theilnehmend verfolgten Otto's Blicke einen Zug Vögel, die gen Süden ſteuerten.
„Reiſe⸗ und Schickſalsgefährten,“ ſprach er zu ſich ſelbſt.„Dieß Volk hat auch in der Heimat keine Raſt, es wird fortgetrieben ins Weite, in die Fremde, die ungeſtillte Sehnſucht im Herzen.“
Auf einer Anhöhe, von welcher man eine reiche Fernſicht genoß, hielt er ſtill. Auf einer breiten Buche daſelbſt hatte ſich eine Schaar Vögel nieder⸗ gelaſſen, unter derſelben war ein Raſenbänkchen zur Bequemlichkeit der Reiſenden, es winkte Otto freundlich zu und er ſetzte ſich unter das noch volle friſche Laubdach. Die Anhöhe herauf ſchleppte ſich mühſam ein Fuhrwerk, ein großer Wagen mit einem Leinwanddach überdeckt, ein einziges mageres Röß⸗ lein an der Deichſel. Ein Bauernburſche in der Tracht dieſer Gegend zerrte emſig am Leitſeil und nebenher gingen drei ſeltſame Geſellen, die der Wan⸗ derer auf der Höhe mit hinreichender Muße be⸗ trachten konnte.
Der Eine war ein Mann von nahe vierzig Jahren, er trug einen Paletot aus dünnem Zeug, der neben den üblichen Löchern noch einige, auf kei⸗ nem Modenbilde angezeigte, beſaß, durch welche ein weißes Hemd neugierig in die Welt blickte. Der große Kragen desſelben fiel über Schultern und Rücken des Trägers und war von einem leichten rothſeidenen Halstuch zuſammengehalten, deſſen lange
„Zipfel über den Paletot herabfielen. Der Kopf war
von einem Filzhute bedeckt, der nach aufwärts in
Walter Lindau:
Der Verlorene. 231
eine Spitze, nach abwärts in breite Krempen auslief. Das Geſicht war mit einem ſehr langen rothen Schuurrbarte geziert, ſonſt bot es nichts Ungewöhn⸗ liches. Der Andere dieſer drei Geſellen trug langes Haar, aber ein dreieckiger Hut ſaß darüber, ein ab⸗ geſchabter, doch ſauber gehaltener blauer Frack mit gelben Knöpfen ohne überflüſſige Zuglöcher, eine gelbe Weſte, Nankingbeinkleider und Schuhe mit Schnallen bildeten ſeinen Anzug, nicht zu überſehen den großen Bruſtlatz, der aus der Oeffnung der Weſte hervorſchaute, und einen leichten Spazierſtock aus gewöhnlichem Rohr, der ſich unter ſeinen Hän⸗ den heftig nach allen Seiten krümmte. Der Träger ſelbſt war ein dürres, hageres Männchen, an dem die Kleider mehr hingen als ſaßen. Endlich der Dritte wurde von Beinen getragen, die der liebe Herrgott wie aus Verſehen wohl um eine red⸗ liche Schuheslänge zu hoch gemacht hatte, ſo daß der Oberkörper ganz unſcheinbar aufſaß; den hatte er in einen ſchwarzen Rock geſteckt, deſſen Aermel offenbar zu kurz, deſſen Taille zu weit für den ge⸗ genwärtigen Träger waren. Eben dasſelbe gilt von den grauen Beinkleidern, welche einige Zoll über den Knöcheln Halt machten und auch durch den Zwang der Stege nicht tiefer herabgezogen werden konnten.
Otto's Auge, welches den wandelnden Geſtal⸗ ten auf der Landſtraße ſelten einige Aufmerkſamkeit ſchenkte, ſondern in ſeinen Betrachtungen mehr die Landſchaft berückſichtigte, als die Staffage derſelben, fühlte ſich unwillkürlich angezogen durch den ſeltſamen Aufzug der Nahenden. Er erwartete ſie, die ſich den ſchleichenden Gang des dürren Gaules behaglich gefallen ließen und mit nachläſſiger Ruhe hinter dem Wagen einherſchritten.
Endlich hatten alleſammt die Anhöhe erreicht und Otto arhob ſich, den Geſellen einen guten Tag bietend.
Der Lange nickte vornehm, der im blauen Frack beachtete ihn nicht, nur der im zerriſſenen Paletot nahm ſeinen Hut ab, dankte und fragte:
„Wohin denn, Wandersmann?“
„In die liebe Welt, wohin immer mein Fuß mich tragen mag,“ entgegnete Otto.
„Schön geſprochen, Herr,“ meinte der Zerriſ⸗ ſene;„Sie müſſen ein Künſtler ſein!“
„Warum?“ fragte Otto.
„Weil Sie kein Ziel haben,“ erwiederte jener, „die Kunſt hat keine Heimat, ſie gehört aller Welt; und da der Künſtler der Kunſt gehört, ſo iſt die Welt auch ſein Vaterhaus. So ſchließe ich.“
„Wenn Ihr Schluß richtig iſt, ſo muß ich we⸗ nigſtens Anlagen zu einem Künſtler haben,“ ſagte Otto lächelnd.„Vor der Hand bin ich jedoch nur ein ſchlichter Reiſender, ohne anderwärtigen Char⸗ akter.“
„Das iſt ſchlimm,“ entgegnete der Zerriſſene; „Einen Charakter muß man haben, ſchon wegen der Polizei, welche von jedem Manne verlangt,


