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Walter Lindau: Der Verlorene. 229
Mädchenangeſicht fürchtete er das ihm ſo dringend.
empfohlene Fräulein von Ellen zu finden, und wäre das Fräulein auch wirklich durch alle Eigen⸗ ſchaften, die ein Mädchen liebenswürdig machen, ausgezeichnet geweſen, er hätte ihr mit dem Bewußt⸗ ſein des Zwanges in ſeiner Seele nicht die verdiente Gerechtigkeit widerfahren laſſen.
Er floh in eines der entlegeneren Zimmer, wo⸗ hin die Töne der Muſik nur wie verhallend dran⸗ gen, dort warf er ſich auf einen Sitz und nahm ein Album zur Hand, deſſen Blätter er mit einer Auf⸗ merkſamkeit betrachtete, als hätte er ein maßgeben⸗ des Urtheil darüber auszuſprechen. Er merkte es nicht, daß die Muſik aufgehört hatte. Mit einem Künſtler hatte er ein Geſpräch über einen vorliegen⸗ den Gegenſtand angeknüpft, und Herzugekommene horchten mit Otto zugleich auf die lebendige Schil⸗ derung römiſcher Bildwerke, wie ſie der Maler mit eigenen Augen geſehen.
Otto war eben daran, ſich in einem lang⸗ entbehrten Kunſtgenuſſe zu verlieren, als ſeine Mut⸗ ter eintrat. Otto errieth die Urſache ihres Erſchei⸗ nens und ging ihr mit einigem Widerſtreben ent⸗ gegen.
„Ich weiß nicht, was Du haſt, Otto,“ ſprach die Kommerzienräthin leiſe, während ſie den Arm ihres Sohnes nahm;„Du thuſt, als ob Du hier der Letzte wäreſt. Ich wünſche, daß Du Dich mehr in Kreiſen bewegeſt, wo Deine Gegenwart durch Rückſichten angezeigt iſt.“
„Ich bin heute wirklich nicht in der Lage, die Pflichten, welche mir der Verkehr mit jenen Kreiſen auferlegt, zu erfüllen,“ verſicherte Otto,„und es wäre beſſer, wenn Sie auf dieſen Umſtand Rückſicht nehmen wollten.“
Die Kommerzienräthin ſah ihren Sohn ſtreng von der Seite an, dann ſagte ſie kurz:
„Ich will Dich dem Fräulein von Ellen vor⸗ ſtellen.“
Sie waren eben in den Saal gekommen. Ein ältlicher Herr trat zu ihnen. Otto begrüßte ſeinen Chef.
„Ich habe ſchon mehrmal nach Ihnen gefragt, junger Mann,“ ſagte dieſer.„Kommen Sie, ich muß Sie meiner Nichte zeigen.“
Nach wenigen Schritten ſtanden ſie vor einer jungen Dame.
„Herr Röber, meine Nichte Klara.“ Eine ſtumme Verbeugung Otto's wurde mit einem allerliebſten Lächeln und Kopfnicken erwiedert. „Laſſen wir die liebe Jugend beiſammen,“ fuhr der Herr fort und reichte der Kommerzienräthin den Arm.„Jedes in ſeinen Kreis.“
Mit einer freundlichen Bewegung gegen Klara und einem befehlenden Blicke auf Otto entfernte ſich die Kommerzienräthin an der Seite des Barons.
Otto mußte ſich in ſein Schickſal ergeben und bleiben. Es war ihm dieß übrigens auch nicht ſo ſchwer, denn Klara hatte große helle Augen und
ein ſchönes Geſicht, und welcher junge Mann ver⸗ mag es, der Anziehungskraft einer ſchönen Dame zu widerſtehen, deren Bekanntſchaft ſich ihm in un⸗ gezwungener Weiſe darbietet?
Otto hatte eben nur noch Zeit, einige Worte hinzuwerfen, um ein Geſpräch einzuleiten, als die einleitenden Takte einer Quadrille ertönten, zum Zeichen, daß dieſer Tanz ſogleich beginnen werde.
Otto bat um den Tanz und wurde angenom⸗ men. Die Paare ordneten ſich und das graziöſe Hin⸗ über und Herüber, und Rechts und Links begann. Die Quadrillen ſind ſo eigentlich die Tänze für den Salon. Sie ſind dazu beſtimmt die Annehmlichkeiten der rhythmiſchen Bewegung mit denen der Konver⸗ ſation zu verbinden und ermüden weder durch das eine, noch durch das andere, indem ſie es nirgends bis zu einem außerordentlichen Höhenpunkte kommen laſſen.
Otto fand in den hingeworfenen Bemerkungen, zu denen die Quadrille Veranlaſſung gab, daß ſeine Tänzerin eines jener Weſen ſei, die durch Affektation einer gewiſſen Sentimentalität die Aufmerkſamkeit zu feſſeln ſuchen, und als der Tanz zu Ende ging, war der angenehme Eindruck, den ihr Aeußeres auf den erſten Anblick bei ihm hervorgebracht hatte, ſo ziem⸗ lich verwiſcht; doch kannte er die geſellſchaftlichen Formen zu gut, um ſeinem erneuerten Unmuth über dieſe Wahrnehmung keinen Ausdruck zu geben; ja er entfaltete ſein geſelliges Talent und wußte ſich der ſentimentalen Dame recht angenehm zu machen. Einmal im Zuge bewegte er ſich in der ſchönen Um⸗ gebung mit Sicherheit und Gewandtheit und kehrte öfter zu Klara zurück, mit ihr zu plaudern und ſie zum Tanze zu führen..
Wie alle Freuden und Leiden auf Erden ging auch dieſe Soirée zu Ende und Otto war vielleicht unter Allen, die ſich nach gethaner Arbeit aufs La⸗ ger warfen, der einzige, der Gott dafür dankte, daß ſie ſchon vorüber. Die Verſe aus verſchiedenen Dich⸗ tern jedoch, welche Klara bei paſſenden und un⸗ paſſenden Gelegenheiten fleißig zitirte, ſummten ihm noch im Kopf herum, wie unruhige Schmeißfliegen, die im Zimmer eingeſchloſſen, ſich vergebens die Köpfe an den Fenſterſcheiben zerſtoßen und nicht hinaus können.
Dafür aber brachte ihm der folgende Tag ein Lob aus ſeiner Mutter Munde, das er ſeiner Ueber⸗ zeugung nach eben ſo wenig verdiente als verdienen wollte.
Eine andere Ueberraſchung war ihm für die nächſten Tage vorbereitet.
Er wurde zu ſeinem Chef gerufen und dieſer ſagte ihm nach mehrerxen einleitenden Bemerkungen Folgendes. 3
„Junger Mann, ich habe Sie als tüchtig und ſtrebſam kennen gelernt, Ihre Talente berechtigen Sie zu größeren Anſprüchen, als Leute gewöhnlichen Schlages machen dürfen, und ſomit habe ich keinen Anſtand genommen, Sie für die durch Ueberſetzung


