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Walter Lindau der Kommerzienräthin, deren Hand er an ſeine Lippen gedrückt hatte, ehe ſie die Dame zurückzie⸗ hen konnte; ihre ſteife Haltung jedoch und der Sitz auf dem Sopha, welcher wegen des Tiſches und der Seſſel nicht leicht zugänglich war, verhinderten die Umarmung. Der Kommerzienrath reichte ſeinem Sohne die Hand und dieſer unterließ es nicht, den Vater ſo innig an ſeine Bruſt zu drücken, daß dem guten Manne bei dieſer Umarmung recht herzlich wohl wurde; darauf wandte ſich Otto wieder zur Kommerzienräthin.
„Es ſcheint, daß meine gute Mama ihrem Deſerteur ein wenig zürnen will. Schilt mich nur recht wacker aus, liebe Mutter, ich hab's redlich verdient, aber erſt morgen, oder eheſtens heute Abend; doch jetzt laß mir die Freude des Wieder⸗ ſehens recht voll und ungetrübt.“
Im Nu hatte er die Barrikade zerſtört, die ihn von der zürnenden Kommerzienräthin trennte, und die Frau mußte ſich in ihr Schickſal ergeben. Die natürlichen Liebkoſungen ihres Sohnes übten eine beſſere Wirkung auf das Mutterherz, als die Anſpielungen des Kommerzienraths und die Sturm⸗ märſche des Hauptmanns. Das Eis brach ſichtlich nach jedem Kuſſe und die ſtrenge Frau wußte nicht woher es kam, daß ihr Herz ſo weich wurde und daß ſogar einige unberufene Thränen über ihre Wangen floßen.
„Der verſteht's,“ flüſterte der Hauptmann ſei⸗ nem Bruder zu;„der nimmt die Feſtung mit Sturm. Ein köſtlicher Junge, der Otto.“
„Und nun,“ ſprach Otto, als er ſeines Sie⸗ ges gewiß war,„da ich wieder unter euch bin, meine Lieben, laßt mich eures Anblickes recht froh werden. Mir iſt, als lägen Jahre zwiſchen unſerer Trennung.“—.
Und er betrachtete Jeden der Reihe nach mit offenen, freudeſtrahlenden Blicken.
„Doch ich vergeſſe ganz euch zu ſagen, warum ich wieder hier bin. Das Leben bei der Geſandt⸗ ſchaft iſt ein wahres Paraſitenleben, das mir nun und nimmer zuſagte. Man muß einen rechten Ka⸗ tzenrücken haben, um da fortzukommen, und genau in den tiefen ausgetretenen Gleiſen gehen, wenn man nicht fallen will. Ich habe mir erſt an ver⸗ ſchiedenen Kleinigkeiten ordentlich den Kopf zerſto⸗ ßen, dann hatte ich einige Händel mit Legations⸗ Sekretären, Attachés und dergleichen, dann fiel ich in einer Soirée bei einigen hochwohlgebornen Da⸗ men in Ungnade, endlich mit meinem Oheim ſelbſt in einen kleinen Prinzipienſtreit. Das iſt der ganze ſummariſche Sachverhalt.“
„Tauſendſappermenter Du!“ rief der Haupt⸗ mann und klopfte ſeinem Liebling auf die Schulter. „Doch, Du thateſt recht; und wenn Deine Mutter noch Manches dagegen hat, ſo will ich das Gefecht
mit ihr aufnehmen.“
„Wenn irgend Jemand außer Otto ſelbſt die Schuld ſeiner Querköpfigkeit zugeſchrieben werden
Der Verlorene.. 227
kann,“ entgegnete die Mutter,„ſo ſind Sie es, Hauptmann. Sie ſind auch ein ſolcher Starrkopf, der gerne den Starken ſpielt, Sie haben ihn ſtets an ſich gezogen und haben ihn an Ihre Weiſe gewöhnt. Sie werden es ſchwerlich durch Ueberredung ſo weit bringen, um mich zu überzeu⸗ gen, daß Otto recht gehandelt habe. Aber nun es einmal geſchehen iſt, kann ich, als Mutter, ſelbſt nichts anderes, als gute Miene zum böſen Spiel machen. Doch gebe ich Ihnen die Verſicherung, Hauptmann, und auch Dir, Otto, daß es zum letzten Male iſt, wo Du meine Verzeihung Deiner Excentricitäten von mir erhältſt. Wenn etwas der⸗ artiges künftig vorfallen ſollte, ſo wirſt Du mich ſo unerbittlich finden, wie Du mich ſchon oft geſe⸗ hen haſt.“
„Das iſt eine ſchwere Kapitulation, liebe Mama,“ ſprach Otto;„und ich verhehle es weder Dir noch mir, ich werde noch manchen ſchwierigen Stand zu überwinden haben, ehe ich Dir und zu⸗ gleich mir gerecht werde. Ich habe den beſten Wil⸗ len alles zu thun, was Du wünſcheſt; mir iſt es einerlei, als was ich einſt in der Welt daſtehen werde; aber betrete ich irgend eine Bahn, der ich meine Natur nicht anpaſſen kann, ſo muß ich wie⸗ der ſo handeln, wie ich gehandelt habe, denn ich beſitze nicht den Opfermuth mich da zu unterwer⸗ fen, wo ich nicht mit aller Luſt einſtimmen kann.“
Die Kommerzienräthin ſah ihren Sohn mit erſtaunten Augen an.
„Wo ſoll das hinaus, Otto?“ fragte ſie. „Haſt Du denn gar kein ernſtes, männliches Stre⸗ ben? Du biſt fünfundzwanzig Jahre alt, biſt Dok⸗ tor, wozu? Der Beruf, der Dir am nächſten lag, für den Du Dich eigentlich herangebildet haſt, wollte Dich nicht feſſerln, Du magſt weder Advokat wer⸗ den, noch Dich im Staatsdienſt der juridiſchen Praxis widmen, Du haſt uns jetzt dieſen Streich geſpielt und eine ehrenvolle, ja glänzende Zukunft zerriſſen. Mein Gott, man muß ja doch etwas werden! Es bleibt Dir noch die Wahl in verſchie⸗ denen Richtungen; denke nach und erkläre Dich offen. Welcher Beruf iſt es, der Dich befriedigen könnte?“
Der Kommerzienrath nickte bei dieſen Worten
ſeiner Frau beifällig mit dem Kopfe zu.
„Du haſt hier zugleich meine Meinung ge⸗ hört,“ ſprach er.„Ich bin ein Freund von geſetz⸗ ter Thätigkeit und meine, es liegt jedem Manne ob, ſich einen Kreis zu wählen, in dem er wirken kann. Dieß haltloſe Umhertappen von einem zum andern iſt etwas, was den Kräften feindlicher iſt, als jede geregelte noch ſo ſchwere Anſtrengung. Der Charakter verliert daburch immer an Solidität und kömmt nie dazu, einen inneren Schwerpunkt zu ge⸗ winnen.“
„Ich erkenne dieſe Wahrheit, beſter Vater,“ verſicherte Otto,„und wollte, ich könnte etwas
finden, dem ich mich ſo recht mit voller Luſt hin⸗ zugeben im Stande wäre. Im gegenwärtigen Augen⸗ 29*


