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Trauter, wo weileſt Du doch? o künde mir's! hält Dich gefeſſelt
Mutter Barbara*) gar mit bethörendem Lotos⸗ ſtrudel?
Oder riſſen in wirbelnde Luſt die Phaiaken Vienna's,
Sie, die bratſpießkundigen, fußbeflügelten Dich auch?
Hält Dich Kirke etwa, die holde, melodiſche Göttin
Durch ihr verlockendes Harfenſpiel in bezaubernden Netzen,—
Schnöd Dich verwandelnd zuletzt?**) und Du verga⸗ ßeſt der Heimat,
Wo Penelope Dir, die apfelwangige, harmvoll
Harrt am ſchnurrenden Rad und dem überſprudelnden Melkfaß,
Wo ſie duftende Käſe Dir oft, dem Erſehnten bereitet—
Ach, und ſie laben Dich nicht!——
Beſtändig das Zielblatt des Wi⸗
tzes und kollegia⸗—
ler Neckereien be⸗ ſaß er eine merk⸗ X würdige, unver⸗ K= wüſtliche Gutmü⸗ S 6 thigkeit und die Eigenſchaft, nie über Etwas in Zorn zu gerathen. Den Triumph gönnte er Keinem, daß er bei einer bitteren Pille je die Miene verzog. Doch durfte man ſich, wenn einmal der Handſchuh ge⸗ worfen, vor ſei⸗ ner Schalkheit, die von anderer Seite ſich ſehr eigenthümlich äu⸗ ßerte und uner⸗ bittlich heimzah⸗ lend, Einen oft in die empfind⸗ lichſten Klemmen brachte, wohl in Acht nehmen! Er ſetzte Trumpf auf Trumpf, nicht au⸗ genblicklich, aber zu rechter Zeit— treffend und ge⸗ wiß. Dergleichen Scharmützel aber ſtörten nicht im Geringſten das freundſchaftliche Verhältniß unter uns, ſie waren die pikante Würze unſeres flotten Burſchenlebens. 4
Zwei der anmuthigſten Hiſtörchen will ich hier mittheilen.
*) Schmausbaberl mit ihrer hiſtoriſchen Halle, gegen⸗ über der Univerſität in Wien. **) Kirke verwandelte ihre bethörten Freier in— Schweine.
Erinnerungen. 1859.
Ferd. Lauffer: Vater Pafnuzi. 209
Freund Grüner, ein kordialer, lebensluſti⸗ ger Junge, ein ſogenanntes fideles Haus, den Kopf voll luſtiger Schwänke und Einfälle, hatte den guten Vater Nuzi vor Allen und ununter⸗ brochen auf dem Korn. Das Hänſeln desſelben war ihm wie täglich Brod zum Lebensbedürſniß geworden. Dafür hing ihm der Herausgeforderte
gelegentlich manch' artige Schlappe an, welche die
Lacher auf Nuzi's Seite zog.
Einmal bearbeitete Grüner den ehrbaren, der eitlen Luſt des Tanzes ganz abholden Vater, aus ſich ſelbſt und ſeinen gewohnten Gleiſen einmal nach dem Grundſatze„variatio delectat“ heraus⸗ zutreten, die alte etwas angeſchim⸗ melte Schlangen⸗ haut ſich verjün⸗ gend abzuſtreifen und einen fri⸗ ſchen Zug aus dem Freudenbe⸗ cher des Karne⸗ vals zu thun.
„Das iſt gegen meine Natur!“ deprezirte der Be⸗ ſtürmte,„ich habe zu kurzen Athem und bei raſtloſer Erfüllung wich⸗ tigerer Berufs⸗ pflichten“, erſtrich die Rundung ſei⸗ nes Unterkörpers, „die Dreſſur mei⸗ ner Unterthanen vernachläſſigt.— Würde in dem glänzenden Kreiſe galanter Weltda⸗ men und Mode⸗ herrchen nur das getreue Konterfei eines ſtummen und ſteifen Mei⸗ lenzeigers ſein.“
„Lirum, la⸗ rum!“ entgegnete der Dränger, „das fällt weg! Wir beſuchen maskirt die Redoute. Alle Zwangsformen der Salonetikette haben dort aufgehört; Du kannſt ungenirt Deinen natürlichen Witz dort ſpielen laſſen, Dir con amore, nach Deiner Art ein Späßchen machen.“
Nuzi ſchüttelte— langſam auffaſſend und etwas begriffſtützig— den Kopf, klopfte verlegen auf ſeine Doſe und vergaß zwei oder drei Mal ſein gewohntes:„Na, eine Priſe!“ Grüner er⸗ müdete indeß nicht wihn zu beſtermen, die Nichtig⸗
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