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Der erſte Schnee.— Das Alter der europäiſchen Kronen. 343
mit frommer Zuverſicht,„mit Gottes Hilfe werde ich ſie Dir beide zurückbringen.“
Einige Nachbarn, die herbeigekommen waren, er⸗ boten ſich, gerührt von dem Schmerze der Mutter und dem Muthe des Knaben, zu Ludwigs Rettung aus⸗ zugehen. Unglücklicherweiſe konnte aber nur Franz den Ort wieder auffinden, wo er ihn verborgen hatte. Sie ſchlugen deßhalb vor, Franz auf ihren Schultern zu tragen und verſprachen der beſorgten Mutter, ihr wenigſtens dieſen Sohn ſicher und ungefährdet zurück⸗ zubringen. So überredet willigte ſie ein, und die Männer machten ſich ohne Verzug auf den Weg, denn der Tag neigte ſich bereits ſeinem Ende zu. In einiger Entfer⸗ nung vom Dorfe bemerkten ſie zu ihrem Schrecken Wölfe, welche der Schnee und der Sturm von den Bergen herabgetrieben hatte. Auch der Umſtand, daß ihnen Werner auf ihrem Wege nicht begegnete, ver⸗ mehrte ihre Unruhe bedeutend.
„Hier iſt es!“ rief plötzlich Franz. Die Männer machten Halt; wer aber beſchreibt ihr ſchmerzliches Er⸗ ſtaunen, als ſie den Tragkorb umgedreht und den Platz leer fanden. Dicht dabei lag der Kirſchbaum, den Franz wie eine Reliquie mit ſich nahm. War Ludwig ſeinem Bruder ungehorſam geweſen, hatte er den ihm angewieſenen Platz verlaſſen und ſich im Schnee verirrt? War er ein Raub der Wölfe geworden, oder war Werner des Weges gekommen, hatte den Kirſchbaum bemerkt und ſein Kind mit ſich genommen? So lebhaft alle dieſe Fragen auch die Männer beſchäftigten, war es doch nicht möglich, ſich länger aufzuhalten, da Kälte, Ermüdung und Aufregung Franz in einen beſorgniß⸗ erregenden Zuſtand verſetzt hatten.
„Hört, Gottlieb und Max,“ ſagte der Schäfer Fritz zu ſeinen Gefährten,„kehrt Ihr mit Franz nach dem Dorfe zurück, während ich nach der Stadt gehe, um zu ſehen, ob ſich Werner mit ſeinem Sohne dort befindet! Punkt ſechs Uhr richtet Eure Augen nach der Seite, wo die Stadt liegt. Habe ich Werner gefun⸗ den, ſo zünde ich dort auf einem mir bekannten ge⸗ ſchützt liegenden Platz eine Flamme an. Seht Ihr nach dieſem Feuerſchein noch einen zweiten aufſteigen, ſo iſt auch Ludwig gerettet.“
Mit dieſer Verabredung trennten ſich die Land⸗ leute. Ihre Rückkehr verſetzte die arme Mutter in die tiefſte Betrübniß, an welcher das ganze Dorf Theil nahm. Auf einer kleinen Anhöhe vor der Kirche, von wo man die weiteſte Ausſicht nach der Stadt hatte, verſammelten ſich faſt ſämmtliche Dorfbewohner, in ihrer Mitte die Mrwor und Franz, welcher ſich trotz ſeinexe Mattigkeinothigen Betten verſehen. Das Bett vildet das uhr ſchind wichtigſte Möbel in jeder Behauſung von höchſteaten, wie ſchon die Redensart ſchließen läßt:„in Wortniſon liegen.“ Wir waren an ſechzig Kadetten auf ſammen, denn eine Menge lernfauler Studenten hatte berh durch den Kriegslärm verleiten laſſen, zum Militär eidi gehen. Man fand darunter faſt alle Nationen Mittel⸗
garopa's vertreten, von den Zwiebel⸗ und Speckſachſen
Biebenbürgens angefangen bis weit über die Kaffee⸗ (ichſen im Königreiche Sachſen hinaus. Bei der Ein⸗
Erinnerungen. LXXXII. 1861.
ſank die Mutter in die Arme der Nachbarn. Ein lauter Freudenſchrei rief ſie in's Leben zurück. Auch das zweite Signal war erſchienen.
„Er iſt gerettet, er iſt gerettet!“ rief es jubelnd von allen Seiten,„und dies iſt ſein Retter,“ fügte die Mutter hinzu, indem ſie den freudeſtrahlenden Franz in ihre Arme ſchloß.
Am Morgen des nächſten Tages— es war ein Sonntag— kehrte der Vater mit ſeinem Sohne, der geſund und kräftig war, nach ſeinem Dorfe zurück. Nach⸗ dem der erſte Sturm der Freude vorüber, erzählte Werner ſeiner Frau und den herbeigeeilten Nachbarn, daß der neben dem Schneehügel gepflanzte Kirſchbaum ihm aufgefallen ſei und ihn veranlaßt habe, jenen zu unterſuchen. Er habe darunter ſeinen Sohn ohne Be⸗ ſinnung gefunden und ſei in der größten Eile mit ihm nach der Stadt zurückgekehrt, indem er glaubte, Franz ſei ihm entgegengegangen und habe ihn verfehlt, da er wirklich jenen Seitenpfad eingeſchlagen, der aber durch das Schneegeſtöber faſt gänzlich verweht war. Auf dieſe Weiſe erklärte ſich ſein langes Ausbleiben, welches für ſeine Kinder leicht die verderblichſten Folgen gehabt hätte.
Die glücklich wiedervereinigte Familie begab ſich zur Kirche, um Gott gemeinſchaftlich für ſeine große Gnade zu danken. Dann pflanzte der Vater mit ſeinen beiden Söhnen den Kirſchbaum, der in ſeiner Stroh⸗ hülle der Kälte getrotzt hatte. Seine Zweige breiten ſich jetzt vor den Fenſtern des Hauſes aus und er wird allen Beſuchern des Dorfes als eine Merkwürdigkeit gezeigt.(B... r.)
Das Alter der europäiſchen Kronen.
S ls Kurfürſt Friedrich II. von Brandenburg am 5 KNis. Januar 1701 die preußiſche Königskrone — auf ſein Haupt ſetzte, war dieſe jüngſte der ⸗ Kronen Europa’s die zehnte in der Altersfolge S derſelben, ungerechnet die von Karl dem Großen im Jahre 800 geſtiftete ehrwürdige römiſch⸗ deutſche Kaiſerkrone, welche erhaben über allen ſchwebte. Die älteſte unter den damals(im Jahre 1701) noch exiſtirenden chriſtlichen Königskronen war die von Egbert durch Vereinigung der angelſächſiſchen Reiche im Jahre 827 begründete engliſche. Dieſer folgten, auf Grund des zwiſchen den Enkeln Karls des Großen lich Jahre 843 geſchloſſenen Vertrags zu Verdun: für deutſche und 3. die franzöſiſche, wenn wir nicht zwanz aus merovingiſchen Urzeiten herdatiren wollen, dann freilich allen übrigen in der Anciennetät folgenthen würde. aus vier lombardiſche Krone vom Jahre 562 und die nach deſch⸗arelatiſche vom Jahre 888 können, beiläufig zunehmehier als blos noch titular nicht in Betracht einer Pf ebenſowenig die unſelbſtändige norwegiſche Mund g(re 1033, die ſo vielen Wechſelgeſchicken aus⸗ machte. ind erſt im vorigen Jahrhundert erneuerte


