Heft 
(1861) 11 11
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Berge hin liegt, deſſen Eingang leicht verrammelt werden kann. Iſt der Handel abgemacht, ſo eilt der Montene⸗ griner auf ſteilem Felspfade in ſeine Heimat, wobei er es nicht unterläßt, von Zeit zu Zeit ſeine Piſtolen abzuſchießen und laut ſchreiend mit Bekannten ſich zu unterhalten.

Weiter hinab vom Golf von Cattaro(Bocca di Cattaro) ziehen ſich am ſchmalen Küſtenſaume entlang meilenweit zerſtreute Flecken mit lieblichen Landhäuſern und Paläſten, deren Balkone und Vorhallen von Wein umrankt, von Granaten umblüht, von Feigen und Oliven beſchattet ſind, ſo daß ſie reizende Landſchafts⸗ bilderchen geben.

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Bocea di Cattaro.

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Seiten vom Meer und einem ſchräg bis an die Küſte ſtreichenden Bergzuge gebildet werden. Kleine Forts, die maleriſch in Schluchten und Engpäſſen ſich ver⸗ ſtecken, ſchützen die Grenze der Schuppa, wie man dieſes Dreieck nennt, deſſen Ende der verfallene Thurm Bos⸗ covitſch bezeichnet.

Was nun die Volkstrachten in Cattaro betrifft, ſo hat es derſelben, ſowie Dalmatien, überhaupt mehr als irgend ein anderes Land; ja es gibt deren ſo viele, daß man faſt für jeden Diſtrikt, für jede Inſel eine andere annehmen kann. Am häufigſten ſieht man fol⸗ gende Tracht: Das Haar wird in Zöpfe geflochten und mit dem rothen türkiſchen Käppchen oder halb

Bewohner der Bocca die Cattaro.

In dieſen Landhäuſern wohnen meiſtens Schiffs⸗ kurz geſchnitten und mit dem Fetz bedeckt; ein braunes,

kapitäne und Rheder, und erholen ſich in dieſen kleinen Paradieſen von ihren anſtrengenden Reiſen. So nahe

und häufig die Gefahren räuberiſcher Einfälle der

Montenegriner auch ſind, ſo ſorglos vereinzeln die Küſtenbewohner trotzdem ihre Wohnungen, und be⸗ gnügen ſich damit, ihre Zimmer mit Waffenvorrath und das Haus mit Schießſcharten zu verſehen. Sogar die Kirchen ſind oft durch Eckthürmchen befeſtigt, um ſie vertheidigen zu können, und die Kirchendiener ver⸗ richten ihren Dienſt bewaffnet. Die äußerſte Grenze Dalmatiens bildet ein neun Meilen langes DOreieck,

langes Oberkleid aus grobem Tuche, und Beinkleider nach ungariſchem Schnitte ſind ebenfalls häufig; hierzu kommt ein reich beſchnürter Spenſer und ein breiter lederner Gurt, in welchem verſchiedene Waffen ſtecken; die Fußbekleidung beſteht bei der ärmeren Klaſſe aus Sandalen, bei der mittleren meiſt aus plumpen Leder⸗ ſtiefeln, bei der reichern aus feinen türkiſchen Schuhen von gelbem oder rothem Leder. Die Tracht der Frauen iſt meiſt ſehr einfach: Ueber dem engen und kurzen Rocke, der die feinen Wollſtrümpfe und die niedlichen leicht beſchuhten Füßchen ſehen läßt, ſitzt meiſt ein eng

deſſen Grundlinie bei Cattaro liegt, und deſſen andere anliegender mit zwei Reihen Knöpfen verſehener Spenſer,