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Der Soldatenrock als Kulturmittel. 333
Der Soldatenrock als Kulturmittel.
MPaß Marie Stuart beſſer war, als ihr Ruf, iſt WPeine alte Geſchichte. Daß in unſerm Soldaten⸗ (— weſen ein mächtiges, wenn auch nicht gerade XWddurch Wohlfeilheit ausgezeichnetes Bildungs⸗ k element gegeben iſt, dürfte minder bekannt ſein. . Zweierlei⸗ Tuch iſt durchſchnittlich bei der ſchöneren Hälfte der Menſchen ebenſo beliebt, wie bei der ſtärkeren Hälfte unbeliebt, und die Stimmung der Letzteren ruft viele ſchiefe Urtheile hervor. Man ſieht die Schatten⸗ ſeiten des Soldatenweſens bis auf das kleinſte ſchwarze Pünktchen, aber man überſieht die Lichtſeiten, obgleich ſie weit überwiegen. In der That iſt jedes Heer eine Schule, in der Tauſende und aber Tauſende eine gute und ſtrenge Erziehung durchmachen. Sie weiß ihre Schüler überall zu finden, nicht das entlegenſte Feld⸗ dorf, nicht der einſamſte Weiler im Hochgebirge entgeht ihr, und wohin ſonſt gar keine Kultur dringen würde, dahin ſchickt dieſe Schule ihre entlaſſenen Zöglinge und macht dadurch Propaganda für die Bildung. Wer ein⸗ mal gedient hat, wird dadurch auf eine höhere Stufe gehoben, und ſelten wird ſich das Erlernte von einem „alten Soldaten“ ganz abſtreifen. Wir ſagen das natürlich mit Bezug auf die unterſten Klaſſen, die der Kultur am bedürftigſten ſind und aus denen die Heere faſt ausſchließlich ihre Rekruten holen. Was würde aus dieſen Klaſſen werden, wenn ihre Angehörigen, nachdem ſie der Dorfſchule entwachſen ſind, ſich ſelbſt überlaſſen blieben! Zum größten Theile würden ſie eine todte Maſſe ſein, von ſich ſelbſt und von der Welt nichts wiſſen und weder von Ordnung noch von Reinlichkeit einen Begriff haben. Es iſt ſehr bezeichnend, daß die Regierungen verwahrloſter Völker, wenn ſie zu Reformen ſchreiten, ſtets mit der Annahme unſeres Heerweſens den Anfang machen. Dieſes iſt den Türken, den Perſern, den Sikhs und andern ſolcher Völker mehr zu dem ge⸗ worden, was ein Pfropfreis für einen wilden Stamm iſt. Wenden wir uns zur Vergangenheit zurück, ſo wird uns über die kulturgeſchichtliche Miſſion des Sol⸗ datenthums kein Zweifel bleiben. Bleich ſeine erſten Repräſentanten, die in der Geſchichte der neuern Völker auftreten, wurden zu dem Hammer, der das alte Lehns⸗ weſen zerſchlug. Spaniſche Soldaten unterwarfen wie im Fluge die neue Welt, portugieſiſche, holländiſche und engliſche Soldaten wurden die Gründer von aſiatiſchen Reichen, auf der Baſis des Soldatenthums erhob ſich Preußen, mit einem Beſen von Bajonneten kehrte Napoleon den Wuſt des alten Europa's weg. Wie in der politiſchen Geſchichte, ſo hat auch in der Sitten⸗ geſchichte das Soldatenthum ſeine Rolle geſpielt, heute im guten, morgen vielleicht im böſen Sinne. Es hat ſeine Zeiten der Erhebung, ſeine Zeiten des Verfalls gehabt. Aus dem ehrbaren frommen Landsknecht iſt der Räuberſoldat des dreißigjährigen Krieges geworden, aus dem ehrliebenden Soldaten des großen Kurfürſten der zuchtloſe geworbene Knecht von 1780, der ſeine Fahne wechſelte, als ob es ein Hemd wäre.
Die kulturgeſchichtliche Seite des modernen Heer⸗ weſens hat noch keine erſchöpfende Darſtellung gefunden. Man pflegt ſie in den Werken, die ſich mit der Sitten⸗ geſchichte befaſſen, ganz nebenbei zu behandeln. Auch ein neues Werk des Grafen Rudolf von Kanitz: „Aus dem deutſchen Soldatenleben“ Berlin, bei Wilhelm Hertz) iſt nicht als eine Löſung der bis⸗ her vernachläſſigten Aufgabe zu betrachten. Sein ſehr gebildeter und gut unterrichteter Verfaſſer hat ſeine Arbeit ſelbſt nur als„Militäriſche Skizzen zur deutſchen Sittengeſchichte“ bezeichnet. Die Auffaſſung des Sol⸗ datenweſens iſt aber die richtige und kann Andern, die eine ganze Geſchichte der modernen Heere zu geben gedenken, als Richtſchnur dienen.
Als den Schöpfer der Landsknechte, die zum Aus⸗ gangspunkte für unſere Heere wurden, betrachtet Graf Kanitz den Kaiſer Maximilian I. Ueber den Namen Landsknecht iſt viel geſtritten worden und man hat ihn bald von Lanze, bald von Land hergeleitet. Die letztere Erklärung verdient den Vorzug. Landsknechte, d. h. Knechte vom flachen Lande, nannte man die neuen Fußtruppen, im Gegenſatze zu ihren berühmten Neben⸗ buhlern, den Schweizern aus dem Hochgebirge. Die Landsknechte, dieſe Schöpfung des„letzten Ritters“, verſetzten dem Ritterthum den Todesſtoß. Die Reiter⸗ ſcharen des Lehnsadels konnten gegen die Schlacht⸗ ordnung des neuen Fußvolks nichts ausrichten.
Die Formation, welche für faſt unüberwindlich gehalten wurde, war die der gevierten Ordnung, wobei die Schlachthaufen ebenſo viel Rotten tief ſtanden, als das vorderſte Glied Streiter zählte. Da die Anzahl der Fähnlein verſchieden war, ſowie auch die Stärke derſelben, ſo war auch die Stärke dieſer Kolonnen eine ſehr verſchiedene. Wir finden deren von 100 bis zu 10.201 Mann angegeben. Letztere Schlachthaufen waren Quadrat⸗Kolonnen, welche aus 101 aufgeſchloſſenen Gliedern gebildet waren, von denen jedes auch 101 Köpfe zählte. Dieſer ungeheure Haufen muß allerdings einen äußerſt impoſanten Eindruck gemacht und auch eine beträchtliche phyſiſche Druckkraft entwickelt haben; ebenſo begreiflich iſt es aber auch, daß, wenn der Angriff (der Choc) ſolcher Maſſen nicht gelang, der Feind aber ſich hineinzudrängen wußte, die gänzliche Vernichtung die faſt unausbleibliche Folge ſein mußte, da 10.000 ineinandergedrängte, ſchwerfällig bewaffnete Menſchen ſich eher gegenſeitig behindern als unterſtützen können und folglich faſt wehrlos waren, ſobald die kompakte Maſſe erſt einmal durchbrochen war.
Wenn nun ein ſolcher Haufen ſich zum Angriff vorwälzte, ſo zogen ihm vorher eine Anzahl Freiwillige oder durch das Los Beſtimmte voraus, welche der verlorene Haufe(enfans perdus) genannt wurden, da ſie bei rückgängigen Bewegungen häufig in Stich gelaſſen werden mußten. Dieſe eröffneten gewiſſermaßen als eine Art Tirailleurs das Gefecht, wobei ſie von den an die Flügel der nachdrückenden Kolonne ange⸗ hängten Hakenſchützen unterſtützt wurden. Ehe aber das Gefecht begann, ſtürzten Alle in füßfälligem Gebet auf die Knie und warfen den Staub hinter ſich, gleichſam
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