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Th. Reinwald: Theodor.„ Alepander, während dieſes kurzen aber peinlichen„Nun, was war denn?“ rief ſie ihnen entgegen.
Vorganges einer furchtbaren Qual preisgegeben, ſchloß in gewaltſamer Aufregung ſeinen Bruder an das Herz.
„Biſt Du unberletzt?“ fragte er innig.
Aber Theodor antwortete nicht. Aus dem Arm des Bruders glitt er auf den Boden— er hatte das Bewußtſein verloren. In höchſter Beſtürzung beugte ſich Alexander über ihn und riß ſeine Kleider auf, um ihm Luft zu verſchaffen. Dann fiel ihm plötzlich jener ſtürzende Sparren ein und er unterſuchte mit ängſtlicher Haſt Theodors Bruſt, die ſich jedoch äußerlich unverletzt fand. Dabei kam ihm ein runder, theilweiſe eingedrückter, offenbar durch die Gewalt des Stoßes verbogener Gegenſtand in die Hand. Es war ein goldenes Medaillon, das er wohl kannte, denn er trug ein eben ſolches ſeit ſeiner Kindheit. Beide Brü⸗ der hatten darin Haarlocken ihrer Mutter bewahrt. In der Furcht, daß es hier verloren gehen könnte, nahm es Alexander zu ſich, in dem Augenblicke, wo Theo⸗ dor ſich zu erholen anfing, belebt durch die Hilfeleiſtung eines jungen Bauernmädchens, das ſchüchtern und ängſt⸗ lich ſeine Schläfe mit friſchem Waſſer benetzte.
„Mein Gott, Theodorl wie haſt Du mich er⸗ ſchreckt!“ ſagte Alexander, ihn beim Aufſtehen unterſtützend;„fühlſt Du einen Schmerz oder iſt's blos eine Betäubung?“
„Nichts weiter— laß mir noch eine Minute Zeit — dann reiten wir heim. Iſt der Knabe wohlbe⸗ halten?“
„Ja, gnädiger Herr, und der barmherzige Gott lohne es Ihnen!“ ſagte die Müllerin herzutretend;
3s iſt nur ein armer Krüppel, dem Sie das Leben ge⸗ Settet haben, aber er iſt mein einzig's Kind!“ Thränen dankbarer Rührung unterbrachen das Weib.„Der un⸗ glückſelige Balken,“ ſagte ſie dann wieder beſorgt;„er hat Ihnen doch keinen Schaden gethan, Herr Baron?“
„Nein, Müllerin. Ich danke Euch. Blos der Rauch hat mich wirbelig gemacht— jetzt iſt es vor⸗ über.“
Alepander konnte ſich indeß trotz dieſer Ver⸗ ſicherung eines wiederkehrenden Angſtgefühles nicht er⸗ wehren. Er beſchenkte die Müllerin reichlich für den erſten Augenblick, indem er ſpäter kräftigere Hilfe ver⸗ ſprach,— denn das Haus war verloren und kohlte in ſeinen letzten Reſten;— dann blickte er fragend auf Theodor.„Biſt Du im Stande zu reiten?“
„Allerdings. Welchen Schreck würden wir den Frauen einjagen, wenn wir anders zurück kämen,“ ver⸗ ſetzte dieſer.
Langſam ritten ſie durch die jetzt vollkommen fin⸗ ſtere Nacht, mit ihren vom grellen Feuerſcheine geblen⸗ deten Augen den Weg ſuchend.
Mit heimlicher Seelenangſt erwartete Hedwig, nicht ohne Unruhe Frau von Krüden die Rückkehr Beider. Die Vorahnung, welche ſchon früher am Abend die junge Frau bedrückt hatte, kehrte verſtärkt zurück.
Als der Hufſchlag der Pferde ſchon hörbar wurde, wechſelte Hedwig die Farbe und eilte ſelbſt hinaus in
den Vorſaal, die Heimkommenden zu begrüßen.
„Die Thalmühle iſt abgebrannt und Theodor hat ein Menſchenleben gerettet,“ ſagte Alexander mit tiefem Tone.
„Das iſt ſchön und edel,“ ſprach Hedwig, ihre Hand dem herantretenden Bruder ihres Gatten rei⸗ chend;„aber, mein Gott! Gewiß haben Sie durch die Anſtrengung gelitten. Wie erſchöpft Sie ausſehen!“
„Selbſt wie ein Abgebrannter,“ entgegnete Theo⸗ dor, mit einem ſchwachen Lächeln auf ſeine zerſtörte Toilette deutend;„entſchuldigen Sie mich für heute Abend. Gute Nacht.“
Damit verſchwand er ſchnell in der zum oberen Stockwerk führenden Treppenflucht, und Hedwig warf ſich von unerklärlichen Gefühlen durchzittert an Alexan⸗ ders Bruſt.
„Heute habe ich ſchmerzlicher als je mein Geſchick empfunden,“ ſagte er bewegt;„denn an meiner Statt hat Theodor das Wagniß unternommen.“
„Was gibt es, Kinder?“ unterbrach Frau von Krüden die noch immer in der Vorhalle Säumenden; „wo iſt Theodor?“
„Auf ſeinem Zimmer, Mama.“
„Dann will ich nach ihm ſehen.“
Alexander hielt ſeine Mutter zurück und flü⸗ ſterte ihr einige Worte zu. Sie ſah ihn beſtürzt an und begab ſich eilig zu ihrem jüngeren Sohne.
VI.
Die Vorfälle dieſer Nacht blieben nicht ohne Fol⸗ gen. Hedwig hatte ſchlaflos den Morgen erwartet, gefoltert von zahlloſen, unbeſtimmten Befürchtungen. Theodors Bild, wie er zuletzt vor ihr geſtanden, wollte aus ihrer Phantaſie nicht weichen. Sie bebte zurück vor ihrem heimlichen Wunſche, Frau von Krü⸗ den möchte dieſen Abend nicht gekommen ſein. Dann wäre ihr nichts verborgen geblieben und wenn er einer Pflege, einer Hilfe bedurfte, ſo wäre ſie ihr zuge⸗ fallen. Was war vorgegangen? Die Generalin kam noch ſpät geſtern herab und antwortete auf die allſeiti⸗ gen Fragen um Theodors Befinden blos: er wünſche Ruhe; vom kommenden Morgen werde es abhängen, was zu thun ſei. Man merkte es aber dem Tone der Generalin wohl an, daß ſie dieſen lakoniſchen Bericht nur gezwungen gab und ſelbſt eine heimliche Unruhe in ſich trug. Und jetzt war dieſer Morgen angebrochen und die erſte Nachricht, die man von Theodor be⸗ kam, war keine beruhigende. Er hatte Fieber und ſah ſich genöthigt, das Zimmer zu hüten. Seine Mutter allein ging ab und zu bei ihm— ſonſt wünſchte er keine Geſellſchaft.
Hedwig hielt mit Mühe ihre vorbrechenden Thränen zurück, als ſie dieſe Berichte vernahm.
„Aber, Kind!“ ſagte Alexander erſtaunt; „faſſe Dich doch. Es wird hoffentlich nichts Ernſtes ſein. Du weißt ja, daß Theodor ſehr erregbare Ner⸗
ven beſitzt, und wahrhaftig, ſein geſtriges Wageſtück


