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Th. Reinwald: Theodor. 323
Rütteln Sie nicht an verſchloſſenen Pforten! Das Un⸗ heil lauert oft dahinter.“
„Gut. Ich dringe nicht weiter in Sie. Aber er⸗ füllen Sie meine Bitte: bleiben Sie!“
„Ich will verſuchen, ob meine Kraft dazu aus⸗ reicht,“ entgegnete er leiſe.
„Ihre Hand darauf?“
„Mein Wort!“
„Auf Wiederſehen,“ ſprach Hedwig ſchüchtern, indem ſie ſich langſam zum Fortgehen wandte, aber plötzlich blieb ſie wie entgeiſtert ſtehen.
Alexander kam eben durch den Wald, nicht zwanzig Schritte trennten ihn mehr von ihr.
Er beeilte ſich und kam auf ſie zu, mehr Erſtau⸗ nen als Freude im Blick; gleichzeitig traf ſein Auge den wie an die Stelle gebannten Theodor, deſſen Bläſſe in dieſem Augenblick auffallend mit Hed wigs brennender Röthe kontraſtirte und doch ſo unheilvoll übereinſtimmte.
Alexander war maßvoll in Allem, was er that, und nie hatte er ſich zu einer vorſchnellen Hand⸗ lung, zu einem blind verdammenden Urtheil hinreißen laſſen. Auch jetzt behielt er ſeine Ruhe, obwohl ein leiſer Schauer durch ſein Herz flog. Aber es war nur ein Blitz, der ihm ein Geſpenſt gezeigt hatte; er ſchloß die Augen gewaltſam, und als er ſie wieder öffnete war die abſcheuliche Viſion verſchwunden.
Hedwig benützte die ihr gegebene Sekunde, um ihre Unbefangenheit wieder zu gewinnen.
„Sieh den wilden Jäger an,“ ſagte ſie mit ziem⸗ lich gelungenem Scherze;„ich fand ihn da ſo friedlich ſitzen und mit den Geiſtern der ſagenhaften Ritter ver⸗
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ehren, während wir ihn weit fort auf der Pürſch
glaubten.“
Alexander ſchwieg und ſein Blick ſendete eine Frage an Theodor, der langſam näher kam.
„Ich hatte heute weder Glück noch Luſt mit der Büchſe,“ ſagte er ruhig;„und wie ich ſo hier ſitze und mich meinen Gedanken überlaſſe, erſcheint die Gebie⸗ terin von Burgſtein, um den verunglückten Vaſallen zu ironiſiren.“
Alexander gebot ſeinen aufgeregten Gedanken Ruhe. An Hedwig zu zweifeln, hielt er für ein Ver⸗ brechen; von Theodors Seite nahm er deſſen ruhi⸗ gen, reinen Blick für eine Bürgſchaft an.
Gemeinſchaftlich legten ſie den kurzen Rückweg durch das Thal zurück, wo es Hedwigs taktvollem
Weſen gelang, den letzten Reſt von Unbehagen zu zer⸗ ſtreuen.
V.
An demſelben Nachmittag noch ſammelten ſich ſchwer drohende Gewitterwolken am Himmel, und als der Abend kam, brach es auch mit unerhörter Gewalt los. Das dre plle Firmament warf ſchwarze Schatten auf die Wälddr, daß ſie in mitternächtige Finſterniß ge⸗ hüllt, vom Stürme geſchüttelt, ächzend erdröhnten. Blitz
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auf Blitz fuhr nieder, während nur erſt einzelne dumpf grollende Donner ſich vernehmen ließen und große Tropfen zeitweilig an die Fenſter ſchlugen.
Hedwig betrachtete das Schauſpiel von der ge⸗ ſchloſſenen Balkonthür aus. Sie gehörte nicht zu den nervenzarten Frauen, die vor dem Kampf der Elemente beben, aber in dieſem Augenblick beſchlich ſie ein Ge⸗ fühl der Angſt, das ſie ſich nicht zu deuten verſtand. Es war ihr, als ſollte ſich etwas Ungewöhnliches, Ern⸗ ſtes ereignen; das Zittern ihres Herzens mußte prophe⸗ tiſch ſein. Der Regen praſſelte jetzt dicht und heftig nieder und mitten in dem bereits vor dem Hauſe ange⸗ ſammelten Waſſerſtrom tauchte eine ſo raſch als mög⸗ lich in dem Unwetter ſich fortkämpfende Equipage auf. Es war die des Generals. Mit einem Freudenruf lief Hedwig hinaus und alarmirte das Haus. Die An⸗ kömmlinge wurden mit einem einſtimmigen Jubel be⸗ grüßt, denn Allen ſchien es, als müſſe die Gegenwart unbefangener Perſonen die in ihrem kleinen Kreiſe ent⸗ ſtandenen Diſſonanzen löſen.
„Nun ich komme ganz großartig als Jupiter Kro⸗ nos, mein Herzchen,“ ſagte der alte General, indem er lachend ausſtieg und Hedwigs Arm nahm, während Alexander und Theodor um den Vorzug ſtritten, die Generalin aus dem Wagen zu heben, was um eini⸗ ger Schachteln Willen etwas ſchwieriger zu bewerkſtelli⸗ gen war.
Theodor, der ſeine Eltern mehr als zwei Jahre nicht geſehen hatte, ging aus der Umarmung der Mutter in die des Vaters. Gerührt nahm der General den Kopf ſeines Sohnes zwiſchen beide Hände und ſchaute ihn lange prüfend an. Dann ſchüttelte er halb ſcher⸗ zend, halb im Ernſt den Kopf.„Man ſieht Dir Stuben⸗ luft und Aktenſtaub an, mein Junge,“ ſagte er;„es war nöthig, daß Du auf die Sommerfriſche kamſt.“
Frau von Krüden behielt ihre Wahrnehmun⸗ gen für ſich, aber die Blicke, womit ſie ihren Sohn be⸗ trachtete, enthielten noch weit mehr, als der General ausgeſprochen hatte. Indeß verklärte die Freude des Wiederſehens Theodors Weſen doch für den Augen⸗ blick, und es blieb immer noch ein Theil der mit ihm vorgegangenen Veränderung ſeiner ſcharfblickenden Mut⸗ ter verborgen.
Der General war übrigens bei roſiger Laune. „Es gefällt mir bei Euch, Kinder,“ rief er vergnügt; „das ſoll eine prächtige Zeit werden. Vier Wochen be⸗ ſtimme ich noch für das Landleben, dann— was ſagſt Du dazu, Hedwig?— dann gehts in die Reſidenz! Ich will mich noch einmal ſehen laſſen, nachdem ich ein paar Jahre den Maulwurf geſpielt; ich will Staat mit meinem Töchterchen machen. Nun, freuſt Du Dich, kleine Frau? Wir führen ein getrenntes und doch ganz ver⸗ eintes Hausweſen, ſehen uns täglich, ſtündlich, beſuchen und geben Geſellſchaften! Holla! Freuſt Du Dich, frag ich?“
„Ich freue mich, Papa, um Ihrer jugendfriſchen Laune Willen zuerſt und dann auch ein wenig wegen der in Ausſicht ſtehenden Luſtbarkeiten,“ entgegnete Hedwig ſchüchtern;„aber,“ fügte ſie noch leiſer hinzu,
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