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W. Ernſt: Heitere Skizzen aus dem Kadettenleben.
ſpannt, wie dieſes ſein Bild, der als letzter und ſtärkſter Ausdruck der Zurückſchwellung aller Tendenzen des Jahres 1848 ſeine Macht wie eine Glocke über Gutes und Schlimmes, Berechtigtes und Unberechtigtes der Revolution geſtürzt hat. Die Krinoline iſt eine Tollheit, die kein Weib von Witz tragen wird, ohne gleichzeitig darüber ſelbſt zu lachen; ſie ſchien eine Grille des Augen⸗ blickes und hat ſich für eine Periode feſtgeſetzt, wie der 2. December. Nett wär's doch, wenn beide Luftballons mit einander zerplatzten!“
Heitere Stizzen aus dem Kadettenleben. Von W. Ernſt.
Grün oder gelb?
9 „eraume Zeit ſchon halte ich die Feder in der 10Sand, während ich ſinne, ob ich meine kleinen 6 Zmilitäriſchen Erlebniſſe, die ich zu erzählen ge⸗ denke, einem erdichteten Helden zuſchreiben ſolle; ver meine künftigen Biographen nicht irre 4 zu führen, widerſtehe ich doch der Neigung, mich als einen anderen darzuſtellen und ſchriftſtelleriſche Mas⸗ kerade zu treiben. Da ich überhaupt gewohnt bin, jedes Ding beim rechten Namen zu nennen, will ich auch bei meiner eigenen Perſon keine Ausnahme machen. Der Leſer, dem es vor allem um hiſtoriſche Wahrheit zu thun iſt, kann alſo verſichert ſein, daß er in dieſer Hinſicht bei mir an den Recht, gekommen iſt. Dies zur Einleitung, die, wenn nicht gut, ſo doch kurz genug iſt.
Mein Vater leb’ als Beamte in einer Stadt des nordweſtlichen Ung ns, die in knapper Nähe einer Feſtung liegt. Ff einen guten Geopraphen, wie der Leſer ſicher eivee iſt, bedarf es keiner näheren An⸗ deutung.
Meine Kutter, die von hoher Geburt war,— denn ihre Wieg ſtand in den Bergen Tirols— wünſchte nichts ſe ſehnlich, als daß ich mich zum geiſtlichen Stand heranbilden möchte; mein Vater hingegen, der
aus zohmen ſtammte, hatte ſich's in den Kopf ge⸗
ſetzt, nich dem Advokatenſtande einverleiben zu laſſen. Da es nun reine Unmöglichkeit war, den getheilten Wünſhen und Abſichten meiner Eltern mit meiner einzicen Perſon zu entſprechen, verfiel ich auf den Aus⸗ wegß heder Prieſter noch Advokat, ſondern Soldat zu we uſi. Als ich dieſen meinen Entſchluß den Eltern miße rilte, war plötzlich die langgeſtörte Einigkeit der⸗ ſelen wieder hergeſtellt, indem ſie Beide vereint ſich gegle meinen heroiſchen Vorſatz kehrten. Ich ſtudirte damt einer der oberen Klaſſen des Gymnaſiums Gund S gut in der Oppoſition gegen die Pro⸗ feſſore ſou T alt, als daß ich nicht auch den Eltern gegen der. S olg auf meinem Kopfe hätte beſte⸗ hen ſo„WasS an.. 1861.
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Soldat wollte ich werden, das ſtand nun einmal bei mir feſt, nur war ich noch unentſchloſſen, ob ich das grüne oder gelbe Aufſchlagstuch wählen ſollte. Ich hatte nämlich zwiſchen dieſen beiden Farben die Wahl zu treffen, da von den beiden Regimentern, die eben in der nahen Feſtung in Garniſon lagen, das eine grüne, das andere gelbe Aufſchläge trug, und bei einem dieſer Regimenter wollte ich mich ſofort anwerben laſſen.
Da ließ ich denn, wie das oft große Männer in verwickelten Lebenslagen zu ihrem Glücke gethan haben ſollen, das Los entſcheiden. Der Zufall iſt der rettende Gott drr Ungewißheit. Zu dieſem Zweck ſchnitt ich aus gefärbtem Papier eine gleiche Anzahl grüner und gelber Streifen, warf ſie in eine Blumenvaſe und ſagte meiner kleinen vierjährigen Schweſter, ſie ſolle eines der Papier⸗ röllchen herausziehen. Die Kleine that es gern und ohne zu ahnen, daß ſie jetzt mit ihrem runden Händchen tief in die Zukunft ihres Bruders eingreifen ſollte, nahm ſie wie zum Spiele eines der Blättchen hervor. Mir war es feierlicher Ernſt. Noch ruhten in der Zeiten Schoße die grünen und die gelben Loſe; im nächſten Moment hatte das Schickſal das grüne Regiment beſtimmt. Die Schweſter hielt einen grünen Zettel in der Hand. Grün iſt die Farbe der Hoffnung. Ohne gerade aber⸗ gläubiſch zu ſein, ſah ich doch in dieſer Farbe ein gün. ſtiges Vorzeichen.
Meine Eltern meinten immer noch, ich werde von meiner Idee, Soldat zu werden, wieder abkommen, wie ich bereits manche andere Idee, für die ich früher einige Zeit entflammt war, hatte fahren laſſen; aber diesmal war es mir ernſtlich Ernſt und ich ſah mich ſchon im Waffenrocke mit grünen Aufſchlägen einherſtolzieren.
Grün.
Eben fand eine Rekrutenaushebung für das grüne Regiment ſtatt. Dieſe Gelegenheit wollte ich benützen, um zur Fahne zu kommen. Man hatte mir, um mir meinen Entſchluß auszureden, von mehreren Seiten ge⸗ ſagt, daß ich für die Anſtrengungen des Militärdienſtes zu ſchwach ſei; da ich aber in den mancherlei Ring⸗ und Boxkämpfen, die in den Hallen des Gymnaſiums vor Beginn der Schulſtunden ausgeführt zu werden pflegten, meiſtens als Sieger hervorgegangen war, ſo glaubte ich auch für ernſtere Gefechte mich phyſiſch genug befähigt. Um aber eine ſichere mediciniſche Kritit über meinen Körper zu erfahren, begab ich mich zum Kreisphyſikus, deſſen Ausſpruch nach flüchtiger Unter ſuchung lautete:„Zwar geſund, aber etwas ſchwach Uebrigens macht man bei Freiwilligen nicht ſo viel Fe⸗ derleſens.“
Ermuthigt durch dieſen tröſtlichen Beſcheid begab ich mich auf das Stadthaus, wo die Aſſentirung ſtatt fand. Im Hofraume desſelben drängten ſich in ſchüch⸗ ternen, ängſtlichen Gruppen Weiber und Mädchen vom Lande, die ihre Söhne, Brüder oder Geliebten bis hierher an die verhängnißvolle Schwelle begleitet hatten.
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Heute hatte ich keine Blicke für die beſorgten Land⸗ 36


