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Dorfleben in den Alpen. 269 6⁸
Auch die Winter⸗Abende ſind lange nicht ſo ſtill als man bei der zerſtreuten Lage der Häuſer wohl glau⸗ ben ſollte. Die Weiber halten ihre„Spinneten“, bei denen allerlei abenteuerliche Geſchichten und abergläu⸗ biſcher Hokuspokus erzählt werden; und haben ſie dann ihre Phantaſie auf's Aeußerſte erhitzt, dann begegnet's in katholiſchen Thälern wohl, daß Alle ein gemeinſames Gebet, mitunter eine halbe Stunde lang, herzuſagen be⸗ ginnen, um ſich gegen die Einwirkungen böſer Mächte zu ſchirnen und zu panzern.
ie winterlichen Abendzuſammenkünfte, die Spin⸗ neten und Stubeten oder das 5 Liecht Vae 8 Lim junge Leute beiderlei Geſchlechtes Theil nehmen leiten gemeiniglich auch die Dorfliebſchaften ein, deren unmit⸗ telbare Folge der„Kiltgang“ iſt. Er heerſcht nicht überall und ſelbſt da, wo er beſteht, iſt er nach ſeinen Einwir⸗ kungen auf die ſittlichen Zuſtände ſehr verſchieden. Kilt⸗
gang bezeichnet die Erlaubniß, welche ein lediges Mäd⸗ hen(mit Wiſſen ihrer Eltern) ihrem Liebhaber gibt, Abends beſuchen zu dürfen. Bald findet dieſes 6 e
blos am Fenſter ſtatt, ſo daß der Vurſche dartobe dem Hauſe aufgebauten Beige Scheithon, an einer vor tert und ſo bis in die tiefe Nacht hineit alzes hinanftlet⸗ chen ſeiner Wahl ſich traulich unterbeßen mit dem Mäd⸗ Bewohner in den Baieriſchen n dalt, weßhalb es der „s Fenſterln“ nennt,— oder§. und Salzburger Alpen im Kämmerlein der Gelige s ſie Zuſammenkunft erfolgt
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Tages Grauen. In beß Dahten und währt oft bis gegen den Burſchen mitauf Noen Fällen regalirt das Mädchen geiſtigen Getränkez Naſchwerk und Wein oder anderen unendlich viel„en.— Es iſt eine uralte Sitte, die ſchon bannen läßt. Dh Unheil geſtiftet hat, aber ſich ſchwerlich Summe der weda die Knabenſchaft eines Ortes, d. h. die duldet, dafyr jungen, heiratsfähigen Burſchen, es nicht Gehege kq dis Einer aus einem anderen Orte ihnen in's ſo hat keier mme, beſonders bei den Töchtern reicher Bauern, gefühp lieder Kiltgang ſchon Mord und LTodtſchlag herbei⸗ jährl Pt, und leider haben die Kriminal⸗Gerichte faſt all⸗ ſittrmaich Proceſſe abzuwandeln, die aus dieſer alten Volks⸗ unhen reſultiren. Mit Liſt und Muth, mit Unerſchrockenheit MWBayd tapferer Gegenwehr muß der Begünſtigte, wenn er Köücht zur Knabenſchaft oder zu den„Nachtbuben“ eines Moͤrtes gehört, ſich die Braut erkämpfen. Der Aelpler iſt Leiben derb und kühn in Allem, was er thut und unter⸗ muſimmt. Der Feſttag der Hochzeit hat nur in wenigen Alpen⸗ mithälern volksthümlichen, poetiſchen Duft und Reiz be⸗ liehalten,— in den meiſten Gegenden iſt dieſer minnigſte unſeebensmoment zu einem ziemlich nüchternen, von der Stꝛothwendigkeit und vom Geſetz bedingten ſocialen Akt Rhabgeblaßt der nur materiell mit Eſſen, Trinken und geſTanzen, ohne alles ſymboliſche Ceremoniell vollzogen gibwird.— Die ſinnigſten Gebräuche, jedoch auch mit gro⸗ Aktßen, örtlichen Abweichungen, herrſchen in dieſer Beziehung Democh im Baieriſchen Oberlande, im Salzkammergut, ſo unſwie in einem Theile von Tirol, wo die kleidſame, flotte we Volkstracht weſentlich das Ihrige zum Schmuck der Feicr unzmit beiträgt. Dort wird in manchen Dorfſchaften die Braut am Hochzeits⸗Vorabend ſchlau verſteckt, und der Bräutigam muß wie ein feindlicher Feldherr mit Hilfe
leiſen iennde alle Bewegungen der bräutlichen Partei hten und fortwährend die Umgebung des Hauſes rekognosciren, um dann mit Uebermacht in das ausge⸗ endſchaſteit Verſteck eindringen und ſich die Liebſte er⸗ obern zu können. Iſt er ein heller, pfiffiger Kopf, ſo greift er nicht eher an, als bis er ſich ſeines Sieges verſichert hält; ſchallendes Gelächter und gutmüthiger Spott ver⸗ folgen ihn indeſſen noch lange, wenn er ein⸗ oder mehr⸗ ahbatgt Aera ans enn en waden Bausmir 3 ageer einſt ein beſonnener⸗ praktiſcher
hwerde, der Alles recht angreife und mit offe⸗ nen Augen auf's Ziel losgehe.
Nur in verhältnißmäßig wenigen Gebirgsthäler herrſcht noch die ſchöne Sütte, nit iee oritdihänah unter Begleitung bekränzter Brautjungfern, die ſele den Muſikanten vorauf, zur Kirche zu Delen. Qie Nar wie einſt der Kloſtermeir von Mörliſchachen den Braut⸗ lauf hielt, ass er die Braut von Immenſee(Schillers Tell, IV. Akt, 3. Scene) abholte, iſt längſt außer Brauch gekommen. Auch in die Berge iſt die Verflachung ge⸗ drungen und hat mit der Beſeitigung der alten, natio⸗ nalen Tracht auch manche ſchöne Sitte entfernt. Nur noch das Schießen auf dem Kirchwege aus alten, halb verroſteten Böllern, Piſtolen oder Musketen, oder gar aus hohlgebohrten, in die Erde gegrabenen Holzröhren wird noch ziemlich allgemein prakticirt und ruft im tau⸗ melnden Freudenrauſch durch Unvorſichtigkeit manche Schreckensſtunde hervor.
Und iſt das kleine, ſtille und beſcheidene Leben der
Alpeneinſamkeit durchgelebt, wird der Körper der Erde wieder anvertraut, von der er kam, dann tritt uns auch in dieſer letzten Feierlichkeit wieder ein ganz eigenthüm⸗ licher Moment entgegen. Drunten im Lande, wo alle Nachbarn beiſammen wohnen und ihre Häuſer um des Dorfes Kirchlein gruppirt haben, da iſt(das landesüb⸗ liche Ceremoniell abgerechnet) das Begräbniß eine Hand⸗ lung, die ſich faſt allenthalben gleicht. Anders in den Alpen, wenn droben, ſtundenweit von der gemeinſamen Ruheſtätte, der Erdenbürger zur Ewigkeit eingeht. Den Weg, den er allſonntäglich als Lebender zum Kirchlein machte, muß jetzt ſein Leichnam im engen Bretterhaus zum letzten Mal zurücklegen. So weit hinab iſt's ſchwer ihn zu tragen. Da ladet denn der Sohn des Vaters oder der Mutter Sarg, wenn’'s Sommer iſt, auf einen kleinen, ſchmalen Karren, ſpannt aus dem Stall, was er juſt hat: ein Roß oder ein Stück Hornvieh davor, und geleitet ſo die irdiſchen Reſte hinab in's Thal. Ueberall, wo dieſes Trauer⸗Gefährt vorüberkommt, tritt das Volk hinaus, betet laut ein„Vater unſer“, oder ſchließt ſich dem Zuge an. Und hat der Winter ſeine Schneedecke über Berg und Thal geworfen, dann muß der Schlitten dem Verſtorbenen den letzten Dienſt erweiſen. Der Sarg wird feſt aufgebunden, ein ſtarker, kräftiger Mann, mit zwei Bergſtöcken unter den Armen, ſetzt ſich zu vorderſt auf, lenkt mit den Füßen, und im jagenden Fluge gleitet der Leichen⸗Kondukt hinab.
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