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Aus Kroatien. 171
und Gewandtheit entwickeln die Geißbuben, wenn eines ihrer Thiere ſich verſtiegen oder„verjuckt“ hat, d. h. durch einen Sprung auf einen Felſenſatz gekommen iſt, von dem es weder vor noch zurück kann. Denn wo nur irgend eine grüne Stelle lockt, klettern die Ziegen wie die Schafe hin, erblicken dann von der Höhe unter ſich abermals neue Raſenbänder und ſpringen von Abſatz zu Abſatz, oft klafterhoch, hinab, bis ſie nicht weiter können. Da wird es dann Aufgabe des hütenden Kna⸗ ben, das gefangene Thier zu löſen. Unſer Illuſtrator Rittmeyer hat auf dem beigegebenen Blatt einen ſolchen Moment dargeſtellt. Das iſt ganz die zähe, unnach⸗ giebige, ſtörriſche Natur eines echten Vollblut⸗Geißbuben. Beide, Thier und Knabe, ſind wie aus einem Stück gegoſſen. Droben ſchweben die Adler, die durch das Klagegeſchrei der Ziege aufmerkſam gemacht, dieſe, ohne des Buben Erlöſung, durch Flügelſchlag in die Tiefe geſtürzt und als Beute zerfleiſcht haben würden. Und kämen ſie noch jetzt, eher ließe ſich der Bube mit in den Abgrund niederſchmettern, als daß er ſeine Geißmutſch losließe. Eine Schrotladung ihm in den Rücken gege⸗ ben, würde das harnäckige, ſtarrſinnige Weſen des Buben nicht brechen.
Im Hochgebirge bleiben die Schafe oft Monate lang ſich ſelbſt überlaſſen und nagen die ſporadiſch an den Felſen hangenden Raſenſtellen ab. Es genügt dann, daß der Eigenthümer vom Thal oder von ſeiner Hütte aus(wo er mit dem Großvieh weilt) täglich einigemal durch's Fernrohr ſeine Schafe beobachtet und überzählt. Entdeckt er nun, daß ſich einige derſelben verſtiegen haben, ſo ſteigt er auf die Höhe des Gebirges, von der aus er glaubt ſenkrecht von oben herab den Schafen beikommen zu können. Der Entſchloſſenſte, meiſt ein Bube unſerer Zeichnung, wird dann am Seil hinab⸗ gelaſſen. Da begegnet' denn, daß die Thiere ſcheu ge⸗ macht durch die von oben herniederſchwebende Erſchei⸗ nung, dieſe wahrſcheinlich für einen Raubvogel halten, ſich zu flüchten ſuchen, und ſämmtlich in den Abgrund ſtürzen. Dann aber kommts auch wieder vor, daß man die genaue Richtung verfehlt hat und der Bube noch über manches Raſenband, oder längs glatter Felſen⸗ wände, an denen er faſt nur wie eine Schwalbe klebend ſich zu halten vermag, weiter klettern muß. Hat er dann wirklich die Thiere erreicht, dann kommt erſt das eigentlich Lebensgefährliche der Aufgabe. Auf ſchmaler Felſen⸗ kante muß er das Thier ergreifen, nach ſich ziehen oder Angeſichts des oft ſchaurigen Abgrundes das Thier ſich über den Kopf heben und ſo belaſtet, nur mit einer freien Hand zum Anklammern, den Rückweg antreten, bis er das Seil erreicht, an dem dann das wiederge⸗ wonnene Herdenhaupt gebunden und emporgezogen wird. Dieſes Manöver ſetzen ſolche Buben drei, vier und mehrmal fort, bis ſie ihren Zweck erreicht haben. Sie ſind durch Nichts abzuſchrecken, und es iſt oft vielleicht weniger der eigentliche Werth, um den es ſich hier handelt, als das eigenwillige, ſtarrköpfige Durchſetzen eines einmal gefaßten Entſchluſſes.—
Und dann der Lohn aller dieſer Gefahren, Ent⸗
die Lebensweiſe dieſer originellen Halbwilden im Kultur⸗ lande ein wenig näher. Der Geißer treibt gewöhnlich Morgens ſehr früh vom Thal aus eine große Menge Milchgeißen in's Gebirge hinauf. Er hat ſein näſchiges, neugieriges, überall hin exkurſirendes Hornvölklein gut in Ordnung und kommt mit demſelben viel raſcher in die Höhe hinauf, als man glauben ſollte; ehe die Sonne nur einigermaßen hoch ſteht, iſt er ſchon mehrere Stunden weit von ſeinem Dorfe. Dort überläßt er die Herde ihrem bon plaisir, legt an einem ihm bequemen Platze ſich nieder und verträumt im Ideenkreiſe ſeiner Geiß⸗ bubenphiloſophie den Tag. Hat er Hunger, ſo muß ein Stück hartes, trockenes Gerſtenbrod und etwas Käſe ihm zur Sättigung dienen,— hat er Durſt, ſo zieht er die erſte beſte Ziege herbei, legt ſich unter ihre Euter und melkt in den Mund hinein, daß es ſchäumt. Rückt dann der hohe Mittag heran, der mit ſengender Gluth die Felſenwände erhitzt, dann ſucht der Knabe für ſich und ſeine Herde ein ſchattiges Plätzchen, wo alle zuſammen Sieſta halten. So auch für einbrechende Hochgewitter hat er Höhlen oder Felſenbuchten, in die er ſich ſtüchtet. Iſt's aber ein kalter, regneriſcher Soinmer, dann hat der arme, barfußlaufende Tropf höchſtens einen alten Sack über die Schulter zum Schutz gegen die Näſſe. Deſſen ungeachtet iſt er fröhlich und ſcheint die Unbil⸗ den der Witterung wenig zu fühlen. Abends dann treibt er heim, hat ſeinen Hut mit Alpenblumen gge⸗ ſchmückt, und kehrt ſo friſch und kräftig inhs Dorf zurück, als er am Morgen auszog.„So gehts vom frühen Frühjahr bis in den Späthelbſt. Und als baren Lohn erhält er für's Stück jährlich goch dis drei Batzen. Es gehört eben Geißbubenſtoff z d ſolch einem Menſchen. 1 3 —— 3
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Aus Kroatien.
as Kronland Kroatien⸗Slavonien zieht ſich als Streifen vom Quarnerobuſen am adriatiſchen Meere nach der Save hinüber und füllt im Ganzen das weite Gebiet zwiſchen Sabe, Drave und Donau. Da ſich im Süden aber die Mili⸗ tärgrenzgebiete als Saum hinziehen, ſo berührt die Save das Kronland unmittelbar nur eine kurze Strecke weit, wogegen ihr Zufluß die Kulpa Kroatien von der Militärgrenze viele Meilen lang ſcheidet. Auch die Donau bildet nur einige Meilen weit die Oſtgrenze, nämlich von der Mündung der Drave bis zum Einfluß der Theiß. Im Ganzen enthält das Kronland 333 Quadratmeilen mit nahe an einer Million Einwohner, von denen zwei Orittheile kroatiſchen, ein Drittheil ſer⸗ biſchen Stammes ſind, unter denen die kleineren Kolo⸗ nien der Deutſchen, Magyaren und Italiener leben. Dem Bekenntniß nach gehören die Bewohner der katho⸗ liſchen oder griechiſchen Kirche an.
Zwar iſt die Induſtrie und der allgemeine Wohl⸗ ſtand noch mancher Verbeſſerung fähig, da es der Fa⸗
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behrungen und Widerwärtigkeiten?— Betrachten wir
brikate wenig gibt und der Handel ſich auf Rohprodukte 22*


