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(1861) 6 06
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Erinnerungen.

IIlusfrirte Slätker kür rnst und Wumar. 82. Band.(Ein und vierzigſter Jahrgang.) Heft VI.

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Louiſe Meunier. Folge mütterlicher Schwäche. Die Schwierigkeiten, wo⸗ mit ſie in den erſten Jahren ihres Witwenſtandes bei 4 Von P. 2. der Verwaltung ihres Vermögens zu kämpfen hatte, waren für ſie ein überzeugender Beweis von der Schwäche 8 des Weibes geweſen. Deßhalb achtete und ſchätzte ſie in nzwiſchen hatte die Begegnung Madame Bour⸗ ihrem Sohne den, der Chef der Familie geworden 16 Hguevilles mit den beiden Liebenden dieſer viel nicht nur durch das Recht der Geburt, ſondern auch . Kopfbrechens verurſacht. Der Verdacht, ihre Freun- durch ſeine Thätigkeit und außerordentliche Begabung. = din habe ſich Tags zuvor eben nur bei ihr inſinui⸗ Das Leben Renés war in der That kein müßi⸗ Gren wollen, ſteigerte ſich bis zur Gewißheit. Louiſe ges; er war ein leidenſchaftlicher Agronom, der nicht E ahnte vielleicht nicht einmal, wie wahr die Worte angſtlich an der Theorie klebte, der die Kultur ſeiner waren, die ſie zu René ſprach:Ihre Mutter haßt Beſitzungen ſelbſt überwachte, und ſo bald ſein Ein⸗ mich ſchon! Die Gräfin war gar nicht im Stande, kommen nicht unmerklich vermehrt hatte. dem Wunſche ihres Sohnes zu widerſtehen, wenn er Wenn aber die Gräfin einen althergebrachten Re⸗ förmlich ſeinen Entſchluß, Louiſe zu heiraten, kund ſpekt vor der Suprematie des Mannes hatte, ſo hin⸗ gab. Und dieſe Nachgiebigkeit war keineswegs eine derte ſie das durchaus nicht, im übrigen alle weiblichen Erinnerungen. LXXXII. 1861. 21

(Fortſetzung.)

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