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Louiſe Meunier. 167
Arm, und jetzt erſt fühlte ſie es ſo recht, wie ſchwer ihr die Trennung wurde.
„Sie haben Recht, René,“ ſprach ſie;„wenn man ſolche Tage zuſammen verlebt, wird man in der That unzertrennlich.“
In der That war für Louiſe nach ſo ſchönen glücklichen Stunden der Gedanke, ſich nun wieder in der Nähe Meuniers und Veronikas bewegen zu müſſen, nahezu unerträglich. Noch nie hatte ſie vor jenen herzloſen Alltagsmenſchen einen ſolchen Widerwillen empfunden. Aber ein Troſt war ihr geblieben, an den ſie Anfangs nicht gedacht: jene zarte, handgreifliche Er⸗ innerung an René, der wunderſchöne Ring, den er ihr verehrte. Als ſie in ihrem Zimmer allein war, drückte ſie ihn wie oft an ihre Lippen und küßte ihn. Der Ring ſchien ihr Leben zu beſitzen; er ſchien ſich auszudehnen; nicht nur ihren Finger, nein ihr Herz, ihr ganzes Sein ſchien er ihr zu umfaſſen. Von dieſen wonnigen Ge⸗ fühlen beſeligt und in ihnen allein glücklich ſchlummerte ſie dann allmälig ein.
IV.
Um Rensé einen Gefallen zu thun, entſchloß ſich Louiſe, an einem der nächſten Tage der Gräfin ihre Aufwartung zu machen. Ihre Aufnahme war wider alles Erwarten zuvorkommend. Madame von Bour⸗ gueville hatte Nachricht von der bevorſtehenden An⸗ kunft der Madame Saucour erhalten, und ſo glaubte ſie Gelegenheit zu einer genauen Vergleichung Lucia's und Louiſens zu haben, die, wie ſie nicht zweifelte, zu Gunſten der jungen Witwe ausfallen mußte.
In der That verbreitete ſich bald darauf die Nach⸗ richt, daß Diener eingetroffen ſeien, um das„Schlöß⸗ chen“ in Bereitſchaft zu ſetzen zum Empfang der Eigen⸗ thümerin. Die Gräfin ließ ihren Sohn ſofort hiervon in Kenntniß ſetzen und forderte ihn auf, Madame Saucour recht ſtattlich zu empfangen, ihr den Auf⸗ enthalt auf dem Lande möglichſt angenehm zu machen u. ſ. w., weil es ſich darum handle, in gütlichem Wege bei dieſer Gelegenheit einige ſeit mehreren Jahren zwi⸗ ſchen ihnen ſtattfindende Differenzen beizulegen.
Rens ſah keinen Grund, ſich dem Wunſche ſeiner Mutter zu widerſetzen und verſprach alles, was mög⸗ lich, zu thun. Inzwiſchen war es Pflicht der Madame Saucour, zuerſt zur Gräfin zu gehen; aber dieſe wußte ihr dieſe Demüthigung zu erſparen. Am Tage nach der Ankunft Lucias ſchickte ſie ihren Sohn hin, mit der Anfrage, ob ihr nichts zu ihrer Bequemlichkeit mangle, und ließ ihr für dieſen Fall alles Mögliche zur Dispoſition ſtellen. Und ſchon an demſelben Nachmittage kam Madame Saucour, ſich bei der Gräfin für ihre
Aufmerkſamkeit zu bedanken, und von dieſem Augen⸗
licke an gab's nichts als Beſuche, Geſellſchaften, Pro⸗
menaden, bei denen René die Honneurs zu machen
hatte, und da er nicht im entfernteſten die Fallſtricke ahnte, die man ihm legte, ſo war er das eine Mal ärgerlich, das andere Mal machte ihm die Sache Spaß.
Lucia, glaubte man, wiſſe nichts von den Plä⸗ nen der Gräfin; aber das war weit gefehlt; ſie benahm ſich mit einer ſolchen Feinheit und Gewandtheit, daß jede Aufklärung offenbar überflüſſig war. Die Hoffnung, Renes Gattin zu werden, deſſen Reichthum, Schönheit, Einfluß und Jugend ſie kannte, war die einzige, in der Madame Saucour lebte, und ſo machte ſie mit der Gräfin gemeinſchaftliches Spiel.
Sie hatte dabei ein ſehr leichtes Spiel; ſie konnte viel dabei gewinnen, aber nichts verlieren. Denn was riskirte ſie? Moraliſch riskirte ſie nur ihre Eigenliebe und ihre Einbildung. Worauf war ſie denn ſtolz? Auf nichts als auf ihr hübſches Geſicht, auf ihre gewandte Tournure und ihre verführeriſchen Reize. Sie war weder gut noch böſe, weder kalt noch warm, weder freigebig noch geizig, weder klug noch dumm, weder gefühllos noch zartfühlend, weder proſaiſch noch poetiſch, weder ſanft noch aufbrauſend, weder verliebt noch ſpröde: ſie war alles und gar nichts, ſo wie es die Umſtände er⸗ forderten. Sie war ſtets Herr der Lage und hätte, wenn's nöthig geweſen, ſogar die Kunſt verſtanden, den Augen Thränen zu entlocken. Aber gerade weil ſie keinen beſtimmt ausgeſprochenen Charakter zeigte, und man ihr Gutes nicht nachreden konnte, war ſie der üblen Nachrede entgangen. Nur ihre Eleganz und ihre Schön⸗ heit waren allgemein bekannt, und wie ein Chamäleon aller Verſuche, ſeine Farbe zu entdecken, ſpottet, ſo ſpottete ihre Wandelbarkeit jeder Kritik.
Bevor Lucia ſich mit Louiſe in einen Kampf einließ, wollte Madame von Bourgevbville ihr Ge⸗ legenheit geben, ſie in Abweſenheit Renés zu ſehen. Wie ſollte man auch einen Feind beſiegen, deſſen Stärke, Waffen und Strategie man nicht kennt? Sie erſuchte alſo Madame Saucour, mit ihr einen Beſuch zu machen bei einer jungen Nachbarin, einer einfachen Gouvernante, für die aber ihr Sohn nicht wenig ſchwärme, die er hochſchätze.
Gleich beim Eintritt in Meuniers Haus wußte alſo Lucia, daß ſie zu einer Nebenbuhlerin kam, die vielleicht an natürlicher Begabung ihr überlegen, aber arm war, und eben darum ſich mit ihr in der äußern Erſcheinung und im feinen Auftreten nicht würde meſſen können. Mit richtiger Taktik erkannte ſie es darum als das beſte Mittel, über Louiſe zu triumphiren, wenn ſie dieſelbe gleich anfangs ihre materielle Ueberlegenheit fühlen ließe. Sie mußte ſie blenden; hätte ſie ſelbſt ein⸗ mal, dachte ſie, eine beſcheidenere Anſicht über ſich ge⸗ wonnen, ſo würde eine Umkehr Ren es nicht ſo ſchwer ſein. Das erſte Mittel alſo, wozu ſie griff, war äußerer Prunk. Sie warf ſich in ein Luxusnegligée, das viel koſtbarer war, als die reichſte Toilette einer Dame der Provinz: ſie trug ein Kleid von weißem Piqué mit ſchwarzen Borden, einen jener kleinen Hüte mit Federn, Blumen, Spitzen, Bändern, die alle wirklich unbeſchreib⸗ lich ſchön waren.
Dagegen hatte Louiſe keinerlei abſonderliche Vorkehrungen getroffen; ſie blieb ſich gleich.
Die gegenſeitige Begrüßung war anſcheinend ſo natürlich, als hätte man beiderſeits gar keine Ahnung
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