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Holzſchläger und Flößer. 43
um einen tieferliegenden ein wenig aufzulockern— und ſiehe, anders als er es vermuthet, geräth die ganze Ladung wieder in's Gleiten. Gelingt es ihm, ſo rettet ein augenblicklicher Rück⸗Sprung ſein Leben;— aber ach! wie Viele verloren es ſchon, indem der Sprung mißglückte, oder indem ſie von den hinabjagenden Höl⸗ zern fortgeriſſen, beſinnungslos in die Tiefe geſchleudert, elend umkamen. Es gibt wenig„Holzer“, die im Alter nicht mit erfrorenen Füßen oder ſonſt verſtümmeltem Körper umherhinken. Und nichts deſto weniger fehlt’s nie an jungem Nachwuchs, die ihr Los im Alter ken⸗ nend, dennoch dem lebensgefährlichen Berufe ſich widmen.
Dort, wo der Waldhang unmittelbar ſich zu den großen Waſſerrinnen der Alpen, zu den lebendig ſtrö⸗ menden Flüſſen und kräftigen Bergbächen abſenkt, be⸗ darf es freilich keiner Bauten, um Bau⸗ und Brenn⸗ Holz weiter zu befördern; dort muß das Waſſer ſeine alten Transportdienſte verrichten. Das kommt nun zwar in allen Berg⸗Gegenden vor; aber die Alpen haben auch hier wieder ihre romantiſche und großartige Eigen⸗ thümlichkeit. Unbekümmert um den Waſſerſtand, wird Holz gefällt und in die oft halb trocken liegenden Fluß⸗ betten geworfen. Kommt Zeit, kommt Rath. Steigt nun durch Regen oder Schneeſchmelze der Bach, dann räumt er ſelbſt das ihm zur Spedition anvertraute Gut auf, und dies iſt der Moment, der neue, unbekannte Bilder komponirt. Bei Beſchreibung der Rüfe wurde
gezeigt, zu welchen furchtbaren Verheerungen das Wild⸗
waſſer führen kann, wenn ſich's verſtopft und plötzlich mit Uebermacht ſich neue Wege bahnt. Wie dort der Anwohner, ſo muß jetzt der Holzflößer den Augenblick wahrnehmen und helfen, wo eine Stockung einzutreten droht.
Da donnert das Waſſer, da ſchäumt es vor Wuth, Sich freien Lauf zu erkämpfen!
Da ſtrudelt und wirbelt die ſtürzende Fluth
In ziſchenden, ſiedenden Dämpfen.
Und mitten hinein in das aufgeregte Element, wo die Wellen mit zorniger Schleuderluſt ihn umjagen, wagt ſich der Flößer mit ſeinem Haken und öffnet hier, und lenket dort, daß die viele Centner ſchweren Blöcke gaukelnd an ihm vorübertanzen. In dichten Strömen gießt der Regen herab,— ihn kümmert's nicht! Es iſt ja ſein Beruf, er kennt's nicht anders. Und zwängt der Strom ſich durch ein ſchwarzes Felſenthor, in welchem große Geſteinstrümmer den freien Ausgang verſperren, da läßt der unerſchrockene Bergbewohner an dickem Tau ſich in die grauſige Tiefe hinab, und halb ſchwe⸗ bend⸗ über den wildhetzenden Wogen, vielleicht mit einem Fuße nur ſich an die Felswand ſtemmend, ar⸗ beitet er mit raſtloſem Eifer, um ein armſelig Tagelohn zu verdienen.
Beim Flößen in den durch ſtarken Fall wild ein⸗ herſtrömenden Gebirgswaſſern kommen beim Hochgang
des Fluſſes auch häufig Felſenquadern mit aus den
Alpen herunter, die ein Dutzend Pferde nicht würden vom Platze ſchaffen können. Dieſe verſperren begreiflich
das freie Flußbett und hindern den ungeſtörten Fort⸗ gang des Holzes. In ſolchen Fällen müſſen die Flößer mit Schlägel und Meißel mitten in die Brandung des Stromes hinein und in die herabgeſchwemmten Ge⸗ birgs⸗Rudera Bohrlöcher eintreiben, um mit Pulver die unwillkommenen Gäſte zu ſprengen. Hierbei begeben ſich oft Unglücksfälle, die den Arbeitern das Leben koſten. Aber auch bei dem Flottmachen des verſchlage⸗ nen, ſich aufdämmenden Holzes, wenn die Flößer ſich an Seilen(wie erwähnt) in tiefe Schluchten hinab⸗ laſſen müſſen, werden ſie gar oft eine Beute ihres Be⸗ rufes. So war'’s am 2. Oktober 1860 der Fall. Im Schanfigg, einige Stunden von Chur(Graubünden), waren vier Flößer in der Pleſſur⸗Schlucht beſchäftigt, verſtecktes Holz in Gang zu bringen. Ein ſehr gewandter Flößer Namens Chriſtian Jäger hing wie eine webende Spinne am Seil und begann mit der Axt zu arbeiten, während die Anderen ihn hielten, als ein warnender Signal-⸗Ruf der aufgeſtellten Wache ertönte. Aber im gleichen Augenblicke praſſelte auch eine Maſſe abge⸗ bröckelten Geſteines von der Wand hernieder und be⸗ grub alle Viere in des Fluſſes Tiefe unter ſeinem Schutt.
Ungleich vertheilt ſind des Lebens Güter
Unter der Menſchen flücht'gem Geſchlecht;
Aber die Natur, ſie iſt ewig gerecht. Schiller.
Skizzen aus Peſt. (Schluß.) 10. Wein und Weinhäuſer.
. IMingarn iſt nächſt Frankreich als das einträg⸗ Puue Weinland überall wohlbekannt, obſchon man ſich die Sache in roſigerem Lichte vorſtellt, als ſie wirklich iſt. Man bilde ſich z. B. nicht ein, Tokayer im Auslande trinken zu können, denn den kennen wir in Ungarn auch nur dem Namen nach. Die Tokayer Weinberge bedecken zwar einen Raum von zwölf Quadratmeilen, aber die⸗ jenigen, welche den echten Tokayer tragen, ſind Eigen⸗ thum der Magnaten und geiſtlichen Würdenträger, welche nur an ihres Gleichen gewiſſe Quantitäten ab⸗ laſſen. Nur wer einen herrſchaftlichen Kellermeiſter kennt, erhält für zwei bis drei Dukaten ein niedliches Fläſch⸗ chen Tokayer, welcher freilich auch wie Balſam wirkt, wie Oel fließt und ein eigenthümliches Feuer hat, das den ganzen Körper angenehm erwärmt. Im Lande hier genießt man ihn als Medicin, trinkt überhaupt die edlen Weine, zu denen auch der zimmtbraune Meneſcher gehört, aus kleinen Liqueurgläschen, die Tiſchweine aus Biergläſern, aber ſtets mit Waſſer vermiſcht, da ſie Hitze verurſachen. Ungarn erzeugt 20— 30 Millionen Eimer Wein, Frankreich 50— 70 Millionen; aber dieſes verbraucht im Lande nur 5—7 Millionen Eimer, Ungarn verkauft
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