mnde. och⸗ ezu, und
dung aute em üm ſein dder r ſih Weiſe raute ſſirt, der ihm, eres jeſer die ſonſt nicht dem
alten ſcu ld nean wrts G bälk
me⸗ hut,
der richtige Weg ſei, um zu Ihrer Hand zu ge⸗ langen
ſagte der Fremde das? Sollte er aus beſon⸗
die warmen Empfindungen erſtarren, die ſie
fluß ſein
pflichten, wenn Sie mir die Punkte zeigen, von wo ich in's Thal blicken kann.“
Kätchen faßte ſich und ſuchte ihre ge⸗ wöhnliche Schelmenlaune hervor. Es gelang ihr nicht. Die Worte ſtockten— die beſten Ge⸗ danken verflogen. Verlegen wie ein Schulmäd⸗ chen, vermied ſie die Blicke des jungen Man⸗ nes, der ebenfalls vergeblich geiſtreiche Anmer⸗ kungen zu machen ſuchte. Zitternd ging das Mädchen voran, zitternd folgte er bis zu einem Felſenvorſprunge, von wo aus rechts die tiefe, waldbewachſene Slüftung mit dem ſilber⸗ weißen Bache zu überſehen war. Tief verſun⸗ ken lehnte ſich der Mann über die Felſenbrü⸗ ſtung hinaus, ſeine Gedanken mochten ſich da⸗ bei ordnen und die Bilder ſeiner Zukunft ſich beleben, denn eine heitere Freudigkeit ſtrahlte aus ſeinen Blicken, als er ſich zu dem Mädchen, das beſorgt hinter ihm ſtand, wieder umwen⸗ dete. Er trat raſch vor ſie hin und ſah beweg⸗ lich in ihr Auge.
„Iſt es wahr, daß Sie die Verlobte des Karl—“ er blieb ſtecken mit ſeiner Frage, weil er ſich des Inkognito ſeines alten Bekann⸗ ten erinnerte, aber ſich durchaus nicht auf ſeinen angenommenen Namen beſinnen konnte. Kät⸗ chen ſtarrte ihn verwundert an.
„Der Wirth im Gaſthofe theilte mir mit, daß Sie Braut des Fremden wären, der ſeit mehreren Wochen bei ihm wohnt,“ begann er von Neuem.„
Kätchen ſchüttelte ſchweigend den Kopf, ſetzte jedoch dann ſchnell hinzu:
„Herr Oskar Behrens hat nur meinem Onkel Liebeserklärungen gemacht, mir niemals.“
„Vielleicht weil er gewußt hat, daß dieß
„“ meinte der Kaufmann forſchend. „Schwerlich. Er hat Abſchied genommen, e dergleichen Abſichten zu verrathen,“ fiel Kädchen ein.„Seine Klugheit wird ihm genug geſagt haben, daß er nichts zu hof⸗
,,
„Wirklich?“ rief der Fremde lebhaft und ehr ihtu freudig.„Ihr Onkel ſcheint ein mürriſcher Mann,“ ſprach er dann nach einer Pauſe,„allein Ihre Tante hat einen ſehr gu⸗ ten Eindruck auf mich gemacht.“ Kätchen ſah blitzſchnell auf. Weßhalb
dern Abſichten ihr Thal aufgeſucht haben? War er mit dem Vorſatze hergekommen, eine Spekulationsheirat mit ihr zu ſchließen? Eis⸗ kalt überlief ſie der Gedanke und machte alle
ſchon zu durchfluthen begannen.
„Haben Sie Geſchäfte mit meinen Ver⸗ wandten abzumachen,“ fragte ſie ſpitz,„wor⸗ auf die gute oder böſe Laune derſelben von Ein⸗ kann?“. Kaufmann ſtützte ſein Kinn in die
ſah bedenklich zu ihr auf. er dem Mädchen vertrauen? Ihr Beſi ieth Güte— ihr Auge Klugheit.
heit geführt,“ ſprach er langſam und jedes Wort betonend.„Wenn ich wüßte, daß Sie meinen Hoffnungen nicht entgegen arbeiten wollten—“
„Rechnen Sie nicht auf mich,“ fuhr ſie ha⸗ ſtig auf und ſchritt ſchnell den Pfad zur Bank zurück. Der Fremde folgte. Sein Blick hing ſich entzückt an die ſchlanke, ſchöne Geſtalt, die vor ihm her eilte. Ihm fiel nicht im entfernte⸗ ſten ein, daß ſich ein Argwohn beleidigender Art in ihrer Seele eingeniſtet hahen könnte und er hing ſeinen Gedanken nach, die ihm einen verſöhnlichen Ausgang aus dem Labyrinthe feindlicher Verwicklungen verhießen, wenn er es verſtand, klug zu manövriren. Das Mädchen ſchnitt ihm aber jede Möglichkeit einer überleg⸗ ten Einleitung dadurch ab, daß ſie, bei der Bank angelangt, ſogleich ihr Buch ergriff und nach einem graziöſen Knix haſtig den Pfad hin⸗ abeilte.
Der Fremde ſah ſie vorwurfsvoll an, machte aber nicht den geringſten Verſuch, ſie zurückzu⸗ halten.
„Sollte ſie ahnen wer ich bin und was ich will?“ fragte er ſich, indem er ſich auf die Bank niederließ und ſeine Blicke auf das Voigt⸗ länder'ſche Haus, das dicht unten am Ab⸗ hange vor ihm lag, heftete. Er grübelte eine gute Weile über die Schritte nach, die ihm nun zu thun übrig blieben, wurde aber durchaus nicht darüber einig und beſchloß, ſeufzend, weil er mehr ein Mann des Handelns als des War⸗ tens war, bis zum nächſten Morgen zu warten, ehe er einen entſcheidenden Schritt wagte. Träumeriſch, von hellen Bildern des Glückes umflogen, blieb er lange, lange ſitzen, die Blicke unverwandt auf das Haus heftend und biswei⸗ len mit einem Perſpektive die blanken Fenſter desſelben prüfend, um zu ſehen, ob Kätchen nicht daran erſcheine.
Der rollende Donner erweckte ihn endlich aus ſeinen Traumbildern und die erſten gro⸗ ßen Regentropfen jagten ihn hinab in die ſchüz⸗ zende Behauſung des goldenen Löwen.
So lange er oben geſeſſen hatte, war er der unveränderten Beobachtung des Voigt⸗ länder'ſchen Ehepaares ausgeſetzt geweſen, ohne dieß zu ahnen. Von einer unruhigen Neugier getrieben, hatte die alte Frau einen Platz im Garten eingenommen, von wo aus man die Bank, die gar nicht bedeutend fern war, recht gut obſerviren konnte, und ſie theilte ihrem Manne endlich die Bemerkung mit, daß der fremde junge Mann unaufhörlich das Haus anſtarre und durch ein kleines Fernrohr be⸗ ſichtige.
Kätchen hörte dieſe Mittheilung mit po⸗ chendem Herzen. Sie glaubte zu wiſſen, weß⸗ halb der Mann ſeine Aufmerkſamkeit an des Oheims Haus feſſele, und ſie flüchtete mit ihrem glühenden Geſichte in ihr Zimmer, um ſich nicht zu verrathen.
Ohne es ſich klar einzugeſtehen, fühlte ſie ſich unausſprechlich ſelig nach dem kurzen Bei⸗ ſammenſein, und ſie war feſt überzeugt, daß ihre
„Ihr Scharfſinn hat Sie nahe an die Wahr⸗
Erinnerungen. 1858. 4
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vorausgeſetzten Spekulationsideen auf ihr Ver⸗ mögen in ein weit ſüßeres Gefühl zu verkehren, welches eine regelmäßige Liebeswerbung zu Folge haben würde.
Saß er nicht, wie weiland Ritter Togen⸗ burg, und ſchauete ihr Fenſter an, nachdem ſein erſter Blick auf ſie, ſein Blut zum Sieden gebracht hatte? Sie vergegenwärtigte ſich mit treuem Gedächtniſſe alle Mienen und alle Worte, die bedeutſam ſein konnten, und ſie wob wirk⸗ lich ein ganz haltbares Ganze aus den Zufäl⸗ ligkeiten, die bei dieſer Begegnung folgenreich gewirkt hatten.
Mittlerweile hatte das Gewitter die Fluren mit einem erquicklichen Regen überſchüttet und der Abend war finſterer, als ſonſt im Juni, hereingebrochen.
Das Voigtländer'ſche Ehepaar pflegte um neun Uhr zu Bette zu gehen und ſchien auch an dieſem Tage keine Luſt zu ſpüren von dieſer Gewohnheit abzuweichen.
Ihr Schlafzimmer lag hinter dem gewöhn⸗ lichen Familienzimmer und hatte außer einem Eingang durch dieß, noch eine Thür nach dem Flure. Gerade gegenüber lag das Zimmer des jungen Fräuleins, das in Verbindung mit einem Stübchen ſtand, worin das Dienſtmäd⸗ chen ſchlief. Für gewöhnlich wurden nur dieſe Räume benützt. Alles übrige war verſchloſſen und verriegelt.
Der Dompfaff hatte ſein Bauer im Wohn⸗ zimmer, konnte jedoch Promenaden im Zim⸗ mer machen, ſo viel es ihm beliebte, weil die Thür ſeines Gefängniſſes geöffnet blieb. Der. Hund war im Hausflur gebettet, um als Wächter zu dienen, was im Grunde ganz un⸗ nöthig war, da ſeit Menſchengedenken nicht eine Stecknadel im ganzen Dorfe geſtohlen oder ge⸗ raubt war.
Der Abend war finſter, der Himmel dicht umzogen von ſchweren Wolken aus denen ein erfriſchender Regen ganz ſecht herniederrieſelte. Kätchen kannte keine anmuthigere Muſik, als dieß leiſe Rieſeln auf den Baumwipfeln und das eintönige Rauſchen des Baches im Grunde. Stundenlang lauſchte ſie bisweilen auf dieß harmoniſche Geräuſch, den Kopf voller roman⸗ tiſcher Träume, wie ſie von der überflüſſigen Lektüre hochromantiſcher Ueberſchwenglichkeiten erzeugt zu werden pflegen. Tage gab ſie ſich ihrer Vorliebe für dergleichen Phantaſieſpiele hin, nur mit dem Unter⸗ ſchiede, daß durch das Bild des intereſſanten Fremden ihre Wahnbilder eine kompaktere Ge⸗
gebrochen, ihre Verwandten ſchliefen ſchon, das Dienſtmädchen hatte längſt die Ruhe geſucht, als ſie noch immer hinter den geſchloſſenen Sommerläden am offenen Fenſter ſaß und mit offenen Augen träumte. 4
Es war die tiefe Ruhe der Nacht auf den Bergen und in den Thälern gelagert. Von fern her ertönte der Geſang einer ſehr ſchönen
Schönheit im Stande geweſen war, die von ihr
Männerſtimme— was war natürlicher, als daß ſie annahm,„der Fremde ſei der Sän⸗ 3 26
ſchon ift.
mas r Sr. Expedi⸗
st ſchon e noch welchen rungen, gungen
die un⸗
einmal e, ſehen
Auch an dieſem
ſtalt annahmen. Die Nacht war ſchon herein⸗
ſeine e V
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