Vom Doppelbogen kommen wir zum dreifachen Bogen(Fig. 5). Man beginnt ihn gleich dem Doppelbogen: R. V. A. und R. R. E. und R. V. A. und ſo fort. Dieſe Figur wird beſonders in London, Glasgow, Quebec(Canada) und in Halifax(Neuſchottland) gefah⸗ ren und bis zum fünf⸗, ja neun⸗ fachen Bogen mit demſelben aus⸗ gedehnt, entweder gerade aus(Fig. 6) oder im Kreis(Fig. 7), wie es bereits im vorigen Jahr darge⸗ ſtellt wurde.
Bei günſtigem Wind und auf hartem, ſpiegelglattem Seeeis gelang es im vorigen Winter einen zwölffachen Bogen mit einem Fuß zu machen.
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Fig. 6.
Fig. 5.
In England und Amerika liebt man ſehr Tänze aufzuführen, wobei vier Perſonen ſtets zwei oder dreifache Bogen fahren. Mit der alten Art von Schlittſchuhen, deren Eiſen vor dem Abſatz
ö
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Fig. 7. Fig. 9. endigten, kann man dem Dreibogen die (Fig. 8) geben.
Dieſelbe Art von Schlittſchuhen iſt nöthig, um das Abſatz⸗ drehen(Fig. 9), welches man bis zu ſechs bis acht Mal zuwege bringen kann und worin man wieder in Nancy und in Canada excellirt, hervorzubringen.
Hierher gehört noch eine Figur, welche der Präſident des Glasgower Schlittſchuhelubs, Georg Anderſon, anführt, die ich ſelbſt aber noch nicht gelernt habe, da es mir nicht gut möglich war, aus der concentriſchen Richtung der Spirale wieder heraus⸗ zufahren(Fig. 10).
Form eines Doppel⸗H
Fig. 10.
Ebenſo muß ich geſtehen, daß mir Fig. 11, welche nach Anderſon in Canada exercirt wird, unbekannt iſt.
Fig. 11.
Wir gehen nun zu einer anderen Bewegung über, der Com⸗ bination von zwei Bogen in derſelben Richtung in Geſtalt des lateiniſchen 8. Um dieſe Figur auf das
Eis zu ſchneiden, beginnt man mit einem
Bogen L. V. A., wirft dann den rechten
Fuß ſo weit als möglich vorwärts und
daun raſch ebenſo weit rückwärts. So
kommt man in den inneren Bogen. Dieſe
Bewegung mehr entwickelnd kommt man
zum Doppelkreiſe oder der Acht(Fig. 12).
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Sehr ſchön iſt dieſe Bewegung abwechſelnd mit dem rechten und linken Fuß ausgeführt, nach Art des„Holländerns“.
Aus dem S wird fort⸗ 1
geſetzt die Schlangenlinie (Fig. 13), welche auch das Fig. 13. Glasgower Schlittſchuh⸗ buch aufführt. Dieſe Bewegung führt zu einer überaus anſprechen⸗ den Figur, der Combination des einfachen Bogens mit dem S (Fig. 14 und 15), welche, je nachdem—. man den Bogen mehr oder weniger V X dem Kreis nähert, anmuthigere Geſtalt gewinnt. Auge feſſelnd ſind die Combinationen A* dieſer Figuren mit multiplicirten Bo⸗ gen; ſei es, daß man das S mit dem Ji 14 dreifachen Bogen beginnt, oder endigt, Je oder einen ſolchen an beiden Enden des S zieht; jede Figur je⸗ Verwegen nimmt es ſich— aus, wenn man in raſchem h Kraftſchwung die Figur 18 mit dem einen und die Figur 17 dann mit dem andern 2 74* lang es einmal unter günſtigen Umſtänden, die Figur 18 in —— A 8 N 1 8 4 V A— doppelter Länge, d. h. im Ganzen mit fünfzehn Bogen auf einem Fuße darzuſtellen.
Ueberaus ſchwierig, kühn und das
auf einem Fuß(Fig. 16, 17 und 18).
Fuß fährt. Fig 15. Im vorigen Winter ge⸗ 5
Fig. 16.
Eine der ſchwierigſten und ſchönſten Figuren, welche weder in Canada noch in England bekannt zu ſein ſcheint, iſt die Doppelſpirale(Fig. 19). Ob⸗ gleich eigentlich nur aus einem verlängerten S beſtehend, darf ſie doch als das Meiſterſtück der Schlittſchuhfahrkunſt betrachtet werden.
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