Jahrgang 
46 (1868)
Seite
731
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SähriftLes Soudes et les Potasses de Stassfurt ausführliche ſtatiſtiſche Angaben über Production und Conſumtion der hier in Betracht kommenden Präparate. Er berechnet, daß die heutige Induſtrie achtzig Millionen Pfund Chlorlalium brauche und ins künftige hundertachtzig Millionen Pfund brauchen werde; bis jetzt habe ſie nur acht Milli Pfund geliefert, welche größtentheils zu Pulver verarhei ſeien; außerdem hätten der Induſtrie zu Gebote 35,2 Millionen Pfund Pottaſche(aus

Rußland 5, Ungarn 10 und den europäiſchen f forngr 71 4 ß 3 Zuckerfe nen Pfund) und ferner 40,4 Millionen

een und anderen Ländern. zurt mit ſeiner Production auf den Weltmarkt; een die der Herren Dr. Frank und Vorſter 8t giebt es deren ſchon zwanzig, von welchen nach Joulin die groͤßeren täglich zwölf- bis ſechszehntauſend Pfund liefern. Noch ſteht die dortige Production in keinem Verhält⸗ niß zu der, welche Joulin in Ausſicht ſtellt, und doch hat Staßfurt ſchon die bisherigen Marktverhältniſſe völlig umgekehrt. 1863 zahlte man in England noch für hundert Zollpfund Kali⸗ ſalpeter 45 Franes, jetzt nur noch die Hälfte; für den aus Chili ſalpeter bereiteten muß man, wenn dieſer 8 bis 8 Franes koſtete, 26 bis 27 ½ Francs zahlen. 1863 verkaufte man in Staßfurt den Centner Chlorkalium von 80% noch mit 23 bis 27 ½ Francs und ſchon 1866 lieferte man ihn, ineluſive aller Unkoſten, mit 8 ½ bis 9 Franes nach England und Frankreich. Unter ſolchen Umſtänden muß dieſer Induſtriezweig ganz in deutſche Hände kommen, und Joulin ſtellt daher Staßfurt die oben angegebene Jahresproduction in Ausſicht; dazu müßten freilich die vorhandenen Fabrik⸗ und Capitalanlagen mindeſtens um das Vierfache erhöht werden. Er meint, daß es bei der Bedeutung dieſer Induſtrie an dem Gelde nicht fehlen werde, und wir wollen hoffen, daß er hierin Necht behält.

Die fffß eeeeeeeeeennee darmnene Production Die für die Induſtrie in Nusſicht gendm eduetiv

Pfund

eutſpricht ctwa der von 70 Millionen Pfund reinem Kali; d

öſterreichiſche Bergwerksverwaltung in Kalucz hat contractlich die Lieferung von jährlich 200,000 Centner reinem Sylvin(Chlor kalium) zum Preiſe von 12 Kreuzer ö. W. übernommen; das entſpricht 10,5 Millionen Pfund Kali. Im Jahre 1867 hatten die beiden Werke in Staßfurt ſchon über 300 Millionen Pfund Rohkaliſalze geliefert, welche etwa 60 Millionen Pfund Chlor⸗ kalium entſprechen würden.

Es iſt aber auch die Landwirthſchaft in hohem Grade an den dortigen Vorkommniſſen intereſſirt und mit der Zeit dürfte die Fabrikation von Kalidünger die der Kalipräparate für die Induſtrie weit überflügeln, Staßfurt alſo noch eine ganz andere Zukunft, als die von Joulin in Ausſicht genommene, bevorſtehen.

Seit J. Liebig die Ernährungsgeſetze der Pflanzen außer Frage geſtellt und bewieſen hat, daß die bei dem Verbrennen einer Pflanze, des Holzes im Ofen z. B., zurückbleibende Aſche dem Boden entſtammt(daher der Name Aſchenbeſtandtheile gleich bedeutend mit Bodenbeſtandtheilen oder mineraliſchen Nährſtoffen iſt, und ferner bewieſen hac, deſ keine Pflanze ohne die ſämmt⸗

maß ſitdem hat bekanntlich das bisherige Vüngungsverfahren der(aſdwirthe eine vollſtändige Reform erfahren, wenn ſchon nachwe vor der Stalldünger in Ehren bleibt.

It jeder Ernte entzieht der Landwirth ſeinem Boden einen The ſeines Beſtandes, eine gewiſſe Quantität von Bodenbeſtand⸗ thein; giebt er dieſelben ſeinem Felde nicht wieder oder nicht volludig wieder zurück, ſo iſt das Feld nicht mehr im Stande einehnliche Ernte wie bisher zu geben, wenn nicht der Vor ratan Mineralſtoffen im Boden ein ungewöhnlich großer iſt. Wialljährlich immer mehr genommen, als gegeben, ſo muß eint der Zeitpunkt kommen, wo der urſprünglich große Vorrath erſeft iſt und der Boden die Ernte verſagt.

Die Bodenarten ſind in ihrem Beſtande ſehr ungleich; es gielolche, welche wir gegenwärtig noch geradezu unerſchöpflich nen können; auf ihnen iſt alſo willkürliche Bewirthſchaftung, blo Nehmen ohne Geben geſtattet; es giebt aber ſehr viel

Boden, auf welchem entweder von Haus aus nicht in s Erforderliche gegeben war, oder durch bisherige aus

.. liulayn dieſer Aſche enthaltenen Versendungen zu wachſen ver

dings einen ſehr großen Theil der in den Ernten entzogenen Beſtandtheile wieder, aber nicht alle und manche nicht in genügender Menge. Jeder Landwirth ſpricht vonKleemüdigkeit,Erbſen müdigkeit,Rübenmüdigkeit vieler Felder, weil ſie Klee, Erbſen und Rüben nicht mehr im gewünſchten Grade hervorbringen, und er kennt jetzt die Urſache davon; ſie beſteht einfach darin, daß auf ſolchem Boden ein Theil der für die Pflanze wichtigen Mineralſtoffe oder Bodenbeſtandtheile nicht mehr in genügender Menge vor⸗ handen iſt...

Seitdem man das weiß, hat man die Düngerfabrikate in den Handel gebracht; der Eine braucht für ſeine Verhältniſſe vor⸗ zugsweiſe Kalk, der Andere Gyps, ein Dritter Phosphorſäure, ein Vierter Kali oder Magneſia und ein Fünfter zwei oder drei dieſer Stoffe, ein Sechſter alle zur Ergänzung ſeines Stalldüngers, g wenn er entſprechende Ernten haben will. Es iſt das Verdienſt der Zuckerfabrikanten, zuerſt die Lehren Liebig's, die Andere miß⸗ achten und bekämpfen zu können glaubten, befolgt und durch be⸗ trächtliche Opfer mittelſt oft ſehr koſtſpieliger Verſuche die ſchätz⸗ barſten Beiträge zur Feſtſtellung wiſſenſchaftlicher Grundſätze rationelleren landwirthſchaftlichen Betriebs geliefert zu haben. Ihnen folgten Andere, und jetzt hat der Handel mit Düngemitteln ſchon ſolche Dimenſionen angenommen, daß in England jährlich an 70 Millionen Thaler darin umgeſetzt werden.

Die Fabrikanten für Kaliſalze in Staßfurt hatten anfangs bei noch nicht geſichertem Abſatze zu viel producirt, und es erfolgte ein beträchtlicher Rückſchlag der Preiſe. Man ſuchte in beſſerer Verwerthung der Nebenproducte ſchwefelſaures Kali, Bitterſalz, Pottaſche ꝛc. beſſere Chancen zu gewinnen und kam, auf Grund der oben erörterten Thatſachen und der daraus gefolgerten Lehren, auf den Gedanken, der Landwirthſchaft das ihr noch immer fehlende Kali zu liefern, das heißt die vorhandenen Kaliſalze zur Düngung zu verwenden. Das iſt der Urſprung der Staßfurter. Fabrikation, bei welcher die localen Verhältniſſe in außerordentlich günſtiger Weiſe zuſammenwirkten, um ſchließlich das Richtige zu finden. * Zuckerfabrikation ſo vollendet betrieben wird, war

Hier, TKali zu Dünger an ſich nahe genug gelegt, die Verwendung de tungsvoller wurde, die Umwandlung der aber auch, was noch weit bede er. Gerade die Zuckerrübe kann Rohkaliſalze in brauchbaren Bans ahrung gebrauchen, nicht in jeder Form die ihr nothweno des wenn ſie das Maximum des Zuckers mit dem Mi Nichtzuckers geben ſoll; letzterer erſchwert die Fabrikation, und deßes 3 halb muß jede Nahrung(Dünger) für die Zuckerrübe ſorgſamſt ausgewählt ſein; ebenſo für den Wein, Tabak, Hopfen u. ſ. w., kurz überall, wo es dem Landwirthe mehr um Güte, als um Menge bei ſeiner Production gilt. Man verwendete anfangs die rohen Salze zum Düngen und erhielt wenig oder gar keinen Erfolg, oft ſogar nachtheilige Wirkungen, die man jetzt ſich zu erklären weiß. Die Rohſalze ſind reich an Kochſalz und Chlormagneſium; jenes iſt im Uebermaß, dieſes auch ſchon in kleinen Mengen der Pflanze und beſonders den jungen Keimen ſchädlich, ſelbſt oft tödtlich. Man hatte ferner die Salze wie anderen Handelsdünger auf den Feldern obenauf geſtreut und erſt allmählich gelernt, daß das Kali in den Boden gebracht werden muß, wenn es tief wurzelnden Pflanzen zu Gute kommen ſoll; diejenigen Gewächſe, welche Kali in höherem Grade gebrauchen, ſind aber meiſtens gerade die tiefer wurzelnden.

tenniß befolgte Raubwirthſchaft der ehemals vorhandene ganz oder theilweiſe erſchöpft iſt. in den Ställen erzeugte Dünger giebt dem Felde aller⸗

Es war die Aufgabe der Fabrikanten, ſich nicht abſchrecken zu laſſen und die paſſendſten Formen, in welchen das Kali den Pflanzen zugeführt werden könnte, zu ſuchen. Sie haben dieſe Auf⸗ gabe gelöſt, ſoweit es bis jetzt möglich iſt. Sie haben es ver ſtanden, die übergroße Zahl der Beimengungen von minderem oder gar negativem Werthé zu verringern und das Kali ſelbſt in paſſendere, den Pflanzen zuträglichere Verbindungen umzuwandeln.

Die Fabrikanten liefern nicht einerlei Producte, weil die Land⸗ wirthe nicht jedes Fabrikat zu jedem Zwecke brauchen können. Die ſoge nannten concentrirten Salze haben nämlich viel, die ſchwefelſauren Salze wenig Beimengungen außer dem Kali, auf welches es ankommt, dieſe, wie jene aber ſind je nach Verhältniſſen(Boden, Cultur⸗ zuſtand, Pflanze) empfehlenswerth. Für jene iſt vornehmlich Dr. Frank, für dieſe Cordell eingetreten; beide haben verſchiedene Schriften darüber veröffentlicht. Einig iſt man darüber, daß das ſchwefel⸗ ſaure Kali als Nahrungsmittel der Pflanze eine geeignete Form iſt und daß die ſchwefelſaure Kali⸗Magneſia, die auch kryſtalliſirt

dargeſtellt wird(bis jetzt nur von Douglas⸗Leopoldshall) den Gyps