in ſeiner Wirkung für Klee übertrifft. Ueber die chlorhaltigen Verbindungen ſind die Anſichten noch ſehr getheilt und nur darin herrſcht Uebereinſtimmung, daß ſie für Wieſen, beſonders auf feuchtem Boden, den Vorzug verdienen. Dr. Frank hofft ſogar mit ihnen auf Moorboden die gleiche Wirkung erzielen zu können, welche der Landwirth jetzt mit dem jährlichen Brennen des Bodens erreicht, und ſomit die Urſache des läſtigen Höhenrauchs ganz oder doch zum Theil zu beſeitigen. Sicheres kann darüber jedoch nicht mitgetheilt werden. Die Düngung mit Kaliſalzen erfordert noch große Vorſicht, ihre Reſultate bis jetzt ſind aber, wo man rationell verfahren iſt, ſchon in ſolchem Grade lohnende, daß ihr die weiteſte Verbreitung ſicher iſt.
Mit dieſer uns jetzt möglichen Vervollkommnung unſeres Düngeverfahrens haben wir in Deutſchland ſchon eine Superio⸗ rität erlangt, um welche Andere uns beneiden. Franzöſiſche Urtheile haben es laut anerkannt, daß die auf der letzten Pariſer Ausſtellung erwieſene Ueberlegenheit des deutſchen Rübenzuckers auf der beſſeren Düngung der Rüben beruhe; ſie haben conſtatirt, daß es in Frank⸗ reich ſchon mehrere Fabriken giebt, welche ihren Bedarf aus der Nähe nicht mehr zu decken vermögen; der Boden iſt„rübenmüde“ geworden.
Schlößinger hat bewieſen, daß Tabak, mit Kali gedüngt, gut verbrennlich wird und nicht knöllert, während er beim Mangel von Kali kohlt und das Feuer nicht hält. Schon gehen ganze Schiffsladungen von Kaliſalzen aus Staßfurt nach Amerika, um den durch verkehrten Anbau erſchöpften Tabaksfeldern aufzuhelfen; ſchon hat man mit Kalidünger in der Leincultur die Erträgniſſe in Güte und Menge verbeſſert, auf Wieſen die Heuernten ver⸗ doppelt und den dem Landwirthe ſo unentbehrlichen Kleebau mit der Kali⸗Magneſia da wieder geſichert, wo er anfing ſehr unſicher zu werden. Nicht minder haben ſich dieſe Dünger bei Kartoffeln bewährt, und nach den neueſten über Kalidüngungsverſuche ge⸗ machten Mittheilungen haben die Staßfurter Präparate in der 3³ Gemüſecultur die überraſchendſten Erfolge gebracht. Spargel⸗ Gurken, Kohlrüben und alle dieſen ähnliche Gemiiſe en ee mit größerem Wohlgeſchmack bedeutendere Ertr“ ſind mit richtiger Düngermiſchung in Ne⸗ ſ und haben an Arom zugenommer.
Freilich werden alle Zelt
— allein erziel abzutreten. Well. der„ Männern betriebenee dieſe So erreg tecen uger ulch untexr Zugabe von Kalidünger erhaltenen Mehrertr Beweiſe dafür, daß die gewöhnliche noch nicht ausreichend iſt.
Für die Weineultur muß der d vii Wichtigkeit warben die beſten Weinberge
egt, in welchen v 8n.; agelegke cch ſeit der Anlage der Weinberge in ſchnittenen Holze und den ausgejäteten Unkräutern höherem Grade ausgeführt, als wieder gegeben hat, haben die Berge uͤhf zum Theil verloren. Während man an einze nen Deteuſen ſtöcke von hundert und mehr Jahren ſehen kann un den Weinbergen am Rhein eine l ſechszig Jahren mit nur etwa fünfjã iſt man jetzt vielfach ſchon genöthigt, bis vierzig Jahre zu verkürzen und einzuhalten..
Man darf hoffen,. früheren Verhältniſſe wiederkehren zu ſehen, an 4 üußerſter Vorſicht verfahren, wie überhaupt ü ruune Producte mit beſtimmten Eigenſchaften zu erzielen. man nicht, wie dieſe Dünger auf Bouquet,
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mit dem Kalidünger(und anderem,
(, —und der Hereee, ſ erlangten
Schneiszagniſſe; Erdbeeren Zeit la⸗cußgröße gezogen worden
ſchönen Reſultate nicht mit Kali 6 arf dem Dünger ni fehlen, die mit eſes aber darf dem Dünger nicht fehlen, die 1 de uinger äge ſind die beſten Düngung, ſelbſt mit Phosphat,
der Kalidünger ebenfalls von hoher ſind auf Gebirgsarten on Hauſe aus Kali reichlich vorhanden war. dem ausge⸗ das Kali in als mit dem verwendeten Dünger ihre frühere Tragfähigkeit Orten Wein⸗
Umtriebszeit von fünfzig bis hriger Zwiſchennutzung hatte, die Umtriebszeit auf dreißig zehnjährige Zwiſchennutzung
die muß jedoch hier mit da, wo es gilt, Noch weiß Fruchtholz und Zucker⸗
welche Mengen es ſich alſo für die Landwirthſchaft handelt, wenn voller Erſatz ſtattfinden ſoll.
In ſpeciellen Berechnungen habe ich ermittelt, daß befriedigende Mittelernten von Getreide verſchiedener Art etwa funfzehn Pfund, von Klee und ähnlichen Futterpflanzen dreißig bis vierzig Pfund, von Gras auf Wieſen funfzig Pfund Runkeln, Kartoffeln und ähnlichen Gewächſen etwa ſiebenzi von verſchiedenen Handelspflanzen, wie Tabak, Lein, eichen, von dreißig bis ſechszig Pfund Kali pro M entziehen. Näheres in meinem„Lehrbuch der L. d III.)
Nach jetziger Bewirthſchaftungsw auf Europa's Feldern und Wieſen alle Jah Nillionen Centner Kali mit den Ernten entnommen an auch noch die Wälder mit in Betracht ziehen, ſ Geſammt⸗ ſumme auf mindeſtens fünfhundert Millionen ſich berechnen.
Aus weiterer Berechnung ergab ſich, daß es ſich bei dem heutigen Stalldüngerbetrieb im Durchſchnitt pro Morgen Feld und Wieſe nur etwa um eine Zugabe von elf Pfund Kali, ſo viel als etwa in einem Centner rohen Salzes enthalten iſt, handelt, ſo daß, ſollten andere Kaliquellen uns nicht eröffnet werden, die europäiſche Landwirthſchaft aus Staßfurt immerhin einen Jahresbedarf von hundert Millionen Centner Kali oder etwa tauſend Millionen Centner rohes Abraumſalz erforderte.
Wie groß bis jetzt ſchon der Verbrauch zum Zwecke der Landwirthſchaft iſt, konnte leider nicht ermittelt werden; man hat nach Dr. Frank ſchon bis funfzehn Centner pro Morgen bei Zuckerrüben mit beſtem Erfolg gegeben.
Daß eine rationellere Düngung der Felder dringend nöthig iſt, zeiigen uns die in England und bei uns im großen Durch⸗ ſchnitt gewonnenen Erträge, bei uns die auf rationell geführten Wirthſchaften gegen die im Ganzen erhaltenen Ernten.
Die Größe der in irgend einem Lande gewonnenen Erträge
hängt bis zu gepiſſem⸗(Gredneee ig ut d Kellchell Segdr Hon
der Menge des verwendbaren ſeinallbüngers und der demſelben zugegebenen Erſabmitel ol B 3 5 f ¹ 2. 9„ Boden und Klima tragen das Ihrige mit dazu bei de zwichte in dem Grade, daß ſie bei Vergleichung großer Länder ſeh weſentiuhe Aenderungen an obigem Satze bewirken kunnten Die 7 Peuue des verwendbaren Stalldüngers hängt Len der lodüſe deren xehr d erglei dieſe aus den einzelnen Lo ſtände ab. Vergleicht man dieſe au tzelnen Wiadern mt er, ſo ergiebt ſi auf jeden Morgen de einander, ſo ergiebt ſich, daß en des lunpwrh
ftlich ver eten Areals pro Jahr entfallen könnten: ſchaftlich verwendeten 2 Jal fal ußin 3 Pf rankreich 2088 Pfund, in England 4849 Pfund, in Fran fund, in Preuſinn 256 Pf in Oeſterreich 2776 Pfund Stalldünger; ma 2256 Pfund, in Oeſterreich 2776+ Mreune
9,3 Centner Getreide aller Art und 3
tete in England 9,3 Cer tund Sönde n i Frankreich 5,3 Centner Getreide und 18,6 Cer u, Heu, in Frankreich 5,3 Ce 5„,( 1 Heu, in in Preuß 5 Centner Getreide und 15,5 Centner Heu, in Preußen 4,5 Centner Getr 55. en Heih Oeſterreich 5,0 Centne etreide und 14,6 Centner Heu, Oeſterreich 5,0 Centner Getreide u e Heu, dient aber in E ßer dem Stalldünger pro Morgen noch aber in England außer dem Stalldünger dro e Rengnneh ollir fü Thaler in Frankreich für 1,2 Thaler Beidüng
r 1 Thaler und in Frankreich für 1,2 Ware⸗ nder ali Au wähend in Oeſterreich, Preußen und Deutſchland überhaupt,
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O eußen Oeulchlane 4 mit Ausnahme einzelner Länder Sachſen, die Nheinprovinzen, die für Beidüngung verwendeten Geldbeträge kaum rſe d. Silber doſchen ſich ausdrücken Keßen. 3 3i die angefüyrten Daten werden genügen, Wuun zu wien 6 furt ei roßartige Zukunft hat; in welchem Staßfurt eine großartige Zukunft hat; zem Grode üſ rne Zeite rörtern vorbehlten verwirklichen wird, mag ferneren Zeiten zu er vorbehſte bleiben. Joulin berechnete die bis jetzt unterſuchten Kaliſch en auf 21,120,000 metriſche Tonnen à 20 Centner Ku 4 Gehalt 2 auf 5,491,000 Tonnen Chlorkalium 2 e L ſprechend. Mit Recht dürfen wir nach alle dem die Eraßfue er er an Werth den Goldlagern Californiens mindeſtens glei 4 1 ſie haben nach Deutſchland ſchon Millionen gebracht und um
in
zun Weine wirken und in wie fern ſie die Bildung der⸗ dhan eidi unde, welche der Weinbauer nicht wünſcht, veolenſtige G noch nicht, wie man ſie auf den trocknen Berg zunden zur ſicheren Wirkſamkeit bringen kann und welche Aet von 8 di dünger dem Weine am zuträglichſten iſt. Gleiches zil für den Hopfen, welcher ebenfalls Kali in großer Nenge Huancht hie düngt man gerne mit Compoſt und dieſe Art er Dün ung, n V wendung iſt vorderhand Jedem, auch 1 in der Garten uluue⸗ empfehlen, wenn er Kali und anderen Veidünger de au wil⸗ dus Es(rübrigt nur noch, zu zeigen, in we hem
oder nicht;
Die Düngung Anderes gelernt ſein, und mann etwas ſchwer; ſie wäre nicht ſo viele und wenn micht von Unberu ſchrieben worden wäre.
hierin überall ſo ſegensreich wirken, Deutſchland Staßfurt zu de die Menſchen wallfahrten, weil von i
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i ſentli Artikel v slande unabhängig genht. einem ſo weſentlichen Artikel vom Au uude 1 bbhi duſe lich bei unſerem P⸗
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