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lotta. Da ſahen wir, daß außer der Reihe Lichter am Ufer ent⸗ Franken und fünfzig Centimen zugeſchlagen und von dem glücklichen lang etwas weiter zurückſtehend ein großes Portal, wie etwa das Erſteher in Empfang genommen wurde. Alſo eine wirkliche einer Kirche, glänzend erleuchtet war mit hellen, farbigen Lampen, Auction! Der nächſte Gegenſtand, der von dem Manne, welcher, die ſich alle im Waſſer wiederſpiegelten. Die Wirkung war zau⸗ wie wir jetzt ſehen konnten, auf einem Tiſche ſtand und einen beriſch ſchön und wurde noch erhöht durch den Contraſt der Syco⸗ langen Mantel, einem alten Schlafrock nicht unähnlich, an hatte, moren⸗ oder Platanenallee, die ſich an unſerem Ufer zu beiden Sei⸗ zum Verkauf ausgeboten wurde, war ein lebendiges Huhn, das ten der genannten Villa hinzieht und deren majeſtätiſche Bäume er an den Beinen in die Höhe hielt und deſſen fruchtloſe, laute in der dunkeln Nacht wie rabenſchwarze, geſpenſtiſche Geſtalten Demonſtrationen gegen dieſe unziemliche Behandlung allgemeine drohend emporragten. Die Lichtchen am jenſeitigen Ufer ſchienen Heiterkeit erregten; und auch dieſes Huhn ward unverhältnißmäßig bei jeder Bewegung des Bootes im Waſſer zu tanzen und in theuer bezahlt. Wir konnten uns dieſen Theil des Feſtes gar graziöſem Spiele die ſchwarzen Kobolde auf unſerer Seite zu V nicht erklären. Wir hatten nur bemerkt, daß das Huhn aus dem necken und lachend zu verſpotten. Es wurde uns ſchwer, uns von Schulhaus herausgebracht wurde.
dem reizenden Anblick loszureißen; aber es wurde kalt und die Um Aufſchluß über die Bedeutung dieſer Verſteigerung zu
Klugheit mahnte zur Heimkehr, auf der wir uns in verſchiedenen erlangen, in der eine nicht wohlhabende Bevölkerung vergleichs⸗ 8 Muthmaßungen über die Bedeutung und Veranlaſſung der Illu- weiſe hohe Summen für Artikel bezahlte, die ſie doch ſelbſt 1 mination ergingen. Darüber waren wir einig, daß ſie Theil einer producirte, ſuchten wir in das Haus zu gelangen, in welchem kirchlichen Feier ſein müſſe, doch konnten wir uns nicht recht er⸗ die Scene vorging. Die Leute waren ſehr gefällig und wichen klären, warum ſie ſich nur auf den einen Ort beſchränke und war⸗ ſofort auseinander, um uns Platz zu machen; der Eintritt um nicht auch Bellaggio, oder Tremezzo, oder Cadenabbia und in dieſes Heiligthum, der den Landleuten unterſagt zu ſein 4 andere am See gelegene Dörfer ebenſo illuminirt ſeien. ſchien, ward uns als Fremden ohne Weiteres geſtattet. In Im Hotel angelangt, erfuhren wir bald, daß am folgenden dieſem Schul- oder Betſaale waren auf den an den Wänden Tage ein Marienfeſt ſtattfinden würde, das jedes Jahr in dem ringsherum angebrachten Tiſchen allerhand Gegenſtände aufgeſtellt, erleuchteten Oertchen mit großen Feierlichkeiten begangen, dieſes welche, einen nach dem andern, ein Kirchendiener, gleichfalls in Jahr aber mit beſonderen Kundgebungen der Freude gefeiert werde, verblichenem Kattunmantel, zur Verſteigerung hinaustrug. Große weil der Graf Melzi, deſſen ſchöne Villa, wie ſich Jeder, der am Kuchen und Torten, Teller mit coloſſalen Pfirſichen, Körbchen mit Comer See geweſen, erinnern wird, ſüdlich von Bellaggio gelegen prächtigen Trauben, Feigen und anderen Fruüchten, Flaſchen Wein * iſt, gerade in der Mitte zwiſchen Bellaggio und dem Dörfchen und Moſt, Lorbeerzweige mit kleinen todten Krammets⸗ und andern San Giovanni, in dem das Feſt ſtattfindet, die Kirche dieſes Oertchens Vögeln behangen, decen buntes Geſieder gar wunderbar gegen die
mit einem neuen Marienbilde ſchmücken werde. Die Illumination am grünen Blätter und rothen oder blauen Bänder, mit denen ſie Vorabend ſei der Anfang des Feſtes. Unſere gefällige Wirthin angebunden waren, abſtachen, todte und lebendige Hühner, Gänſe erzählte uns, daß gewiſſe, ganz eigenthümliche Gebräuche dabei be⸗ und Enten und allerlei andere Gegenſtände der Art, aber Alles obachtek würden, die zu gleicher Zeit unterhaltend und intereſſant Naturproducte, zubereitet oder unzubereitet, Alles war nebeneinander ſeien. Natürlich beſchloſſen wir ſofort, am folgenden Tage der aufgeſtellt, offenbar ohne beſtimmte Ordnung, und wurde Stüch Feierlichkeit beizuwohnen. um Stück von dem beſchlafrockten Pedell zur Verſteigerung Schon am Morgen gewährte der ſonſt ſo ruhige See einen hinausgetragen. An einem kleinen Tiſchchen in der Mitte des ungewöhnlichen Anblick, und das rege Leben auf ſeinem Spiegel Saales ſaß ein Mann und noetirte die Gegenſtände ſowie die verkündete, daß etwas ganz Beſonderes an ſeinen Ufern vorgehen Preiſe, die dafür gezahlt wurden. Ein junger Geiſtlicher, der ſich würde. Die Dampfboote brachten vom Norden wie vom Süden auch die Sachen beſah, erzählte mir auf mein Befragen, was es Hunderte von Perſonen zu den benachbarten Stationen, und zahl⸗ für eine Bewandtniß mit dieſer Auction habe, Folgendes: reiche Barken fuhren in allen Richtungen hin, Gäſte bringend und Nach einer alten Sitte bringen die Bewohner des Kirchſprengels holend. Gegen zwei Uhr des Nachmittags ſtiegen wir in die alljährlich an einem beſtimmten Marientage den Geiſtlichen der Gondel des alten getreuen Andrea, deſſen ſchüchterne Frage: Kirche Früchte und andere Naturproducte zum Geſchenk. Die Geiſt⸗ „na barca'sta mattina, Signore?“(Keine Barke dieſen“ lichen können natürlich die Sachen nicht alle ſelbſt verzehren und Morgen, mein Herr?) gewiſſenhaft jeden Morgen wiederholt, laſſen ſie daher, das Ding vom praktiſchen Geſichtspunkte
gewiß kein Beſucher der Majolica vergeſſen hat. Das Boot auffaſſend, am Nachmittage des Feſtes verſteigern. Dieſe war feſtlich bekränzt und das Tuch, welches zak Abhaltung der Verſteigerung iſt der Mittelpunkt des Feſtes, und um ihr Sonnenſtrahlen darübergeſpannt war, glänzend weiß. Von allen beizuwohnen, verſammeln ſich an dem Tage faſt die Umwohner keiten kamen die Nachen der Dorfbewofier im ſchönſten Schmuck, des ganzen Sees in dem Dörfchen. Die jungen Burſchen ſind die — großen, roth, grün/und weißen Fahne, die blen- hauptſächlichſten Bieter und machen ihren Geliebten mit der er⸗ der Edelleutemit ihren goldenen Verzierungen ſtandenen Waare, die ſie ihnen im Triumph bringen, ein Ge⸗ zit dein Familienwappen, alle fuhren ſie, ſchenk. Je höher der Preis iſt, den der Freier für die Liebesgabe d arme, ſchnelle und langſame, nach zahlt, für deſto größer wird ſeine Zuneigung gehalten. Auf dieſe eine anſehnliche Flotte bunter Schiff⸗ Weiſe ſetzen die Geiſtlichen ihre Geſchenke in klingende Münze um, die Feier. Die Sonne ſchien glän⸗ und die Sitte, die ſie auf alle Fälle keine Veranlaſſung haben at zu heiß. zu unterdrücken, hat zur Erhöhung der Preiſe die mächtigſte aller nan landete, iſt unmittelbar an menſchlichen Leidenſchaften, die Liebe, in Bewegung geſetzt. Portal wir den Abend vorher Der junge Geiſtliche führte uns ſodann durch ein Hinterpförrchen vei herrliche Kaſtanienbäume in die Kirche, um uns das neue Madonnenbild zu zeigen, eine große, lfer ſtanden, begrenzten ihn mit Flitter und Seide behangene Puppe; wir aber zogen es vor, hatten lagerten ſich die We⸗ ſobald als möglich wieder zum Feſte zurückzukehren. Hinter der ne zuſehen wollten. Alles Menſchenmaſſe, die den Verſteigerer umgab, war, was wir vorher neue„goldene“ Madonna gar nicht bemerkt hatten, ein großer Platz reſervirt, auf welchem »groß und ſo dicht, daß der Adel und die ſonſtigen reichen Beſitzer der Umgegend mit ihren dieſes Meiſterwerk in Familien und Gäſten ſaßen. Unſer Gondolier brachte uns Stühle, che ſteht ein anderes und ermüdet, wie wir vom langen Herumſtehen und Gehen waren, wie ein Schulhaus nahmen wir Platz, um dem Volksfeſte noch etwas zuzuſehen und Eine Muſik⸗ die Menſchen zu betrachten. Und wirklich ein Volksfeſt war es, nzahl Menſchen zu dem die Leute von nah und fern in ihrem beſten Schmuck ge⸗ a wir unſere kommen waren. Das Landvolk in dieſer Gegend hat keine ab⸗ er eban ſonderliche Tracht; die Männer, meiſt ſehr ſchöne, kräftige Geſtalten, ſind ungefähr ſo gekleidet, wie wohlhabende Bauern i uns, und das Einzige, was die Frauen weſentlich von ren Bäuerinnen unterſcheidet, iſt der große Kamm in Form trahlenſonne, den ſie hinten in's Haar ſtecken. Je nach
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