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Exceſſe bei uns im Norden kein Volksfeſt gedacht werden kann— dann
em Reichthum der Beſitzerin iſt er von Horn, von Silber, ja von Gold, oder wenigſtens vergoldet. Einige junge beſſer ge⸗
7kleidete Mädchen, wahrſcheinlich Gäſte von Como oder andern
Städtchen des Sees, hatten einen ſchwarzen Schleier über ihrem Kopf hängen, der in Mailand und weiter ſüdlich einen gewöhn⸗ lichen Erſatz des Frauenhutes bildet. Man kann die Frauen am Comer See im Allgemeinen nicht hübſch nennen, die Backenknochen ſtehen zu ſehr hervor, nichts deſtoweniger geben ihre dunkeln Augen dem Geſicht einen großen Reiz, und man kann es wohl verſtehen, daß ein junger Burſch mit Freuden einen ganzen Wochenlohn für ein Geſchenk hingiebt, das ihm einen dankenden Liebesblick von den dunkeln Augen ſeiner Angebeteten einbringt.— Ungezwungen gaben ſich Alle dem Vergnügen des Tages hin. Und wirklich, wenn man die zufriedene Heiterkeit dieſer Menſchen ſieht, wie ſie bereit ſind, auf jeden Scherz einzugehen, wie d geneigt, aus den geringfügigſten Veranlaſſungen Freude zu ſchopſen, wenn man ihr herzliches, aber weder unmäßiges, noch Solles Lachen hört, wie z. B. die Gans, als ſie verſteigert wurde, ggen die gewaltſame Herrſchaftsveränderung durch energiſches Schnattern proteſtirte; wenn man die Ordnung ſieht, die dabei „ herrſcht, die Abweſenheit aller Rohheit, alles Trinkens, ohne deſſen
wird man unwillkürlich von dem Geiſte dieſer harmloſen Heiterkeit angeſteckt und vergißt ſogar, über die ſchlaue Erfindungskraft der Geiſtlichkeit zu ſpeculiren, die gewiß einen großen Gewinn von dieſem Feſte zieht, einen Gewinn, zu dem Jeder der Beiſteuernden mit Freude und Stolz beiträgt.
Sehr unterhaltend war es auch, die ſogenannten Honoratioren zu beobachten. Die Frauen, die ſehr elegant, reich und mit vie⸗ lem Geſchmack gekleidet waren, hatten in ihrer Toilette wie in ihrem ganzen Weſen etwas Ungekünſteltes und Selbſtbewußtes, wodurch ſie ſehr vortheilhaft von den Herren abſtachen, die in ihrem Aeußern wie in ihren Bewegungen etwas entſchieden Un⸗ freies hatten. Die älteren, geſchniegelt und gebügelt, abgelebte
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Roués, wie man ſie in der ältern Komödie zu ſinden gewöhnt
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Pariſer Salonplaudereien. Die Pariſer Salons, welche früher einen ſo brillanten Ruf beſaßen und einen förmlichen Turnierplatz für den feinen Vitz, den geiſtreichen Scherz bildeten, haben in dieſer Hinſicht unendlich viel verloren und ſind zu wahren Klatſchgeſellſchaften herabgeſunken, wo das müßige Geſchwätz und die Mediſance ſich ungebührlich breit machen— in⸗ deſſen bleibt es immerhin noch ergötzlich genug, dieſen kleinen Klatſchereien zuzuhören, beſonders wenn das gute Paris ſo vollauf Stoff zum Plaudern k““, wie dies jetzt der Fall iſt. Da iſt zuerſt die Hochzeit des Alexander Dumas junior mit Frau Nariſchkin oder der Fürſtin Nariſchkin, wie ſie von vielen Seiten genannt wird. Der Verfaſſer der„Camelliendame“ macht eine ganz glänzende Partie an der ſchönen Wittwe, die ihm, wie man ſagt, in ihrem Corbeille de nôces eine Rente von einhunderttauſend Franken mit⸗ bringt, ſo daß der glückliche Bräutigam, als er ſeinen Freunden die An⸗ zeige von ſeiner bevorſtehenden Verheirathung machte, den Vorſatz aus⸗ ſprach:„Ich werde jetzt nur noch ein einziges Luſtſpiel und einen einzigen Roman ſchreiben.“ Was die Neuvermählte außer dem Glück, einen berühmten Mann bekommen zu haben, ſowie viele andere wünſchenswerthe Güter zu beſitzen, zu einem Gegenſtande großen Neides für die geſammte Damenwelt von Paris macht, iſt der außerordentliche Vorzug, daß ſie von der Mutter Natur mit dem ſchönſten rothen Haar begabt wurde. Sie iſt ſo durch die Natur ſchon eine Modeſchönheit des Tages, während andere Damen ſich ihr Haar
erſt mit vieler Mühe und großen Unkoſten roth färben müſſen. Viele ſtel⸗ len ohne Weiteres die Behauptung auf, daß die ſchöne Ruſſin oder vielmehr Schwedin, denn dies iſt ſie von Geburt, dieſem Umſtande das Herz ihres jetzigen Gatten verdankt. Wie hüätte er ſich auch in eine Brünette oder
Blondine verlieben können, während„Roth“ die Parole des Tages iſt! Indeſſen dürften alle dieſe Heldinnen aux cheveux rouges bald genug aus der Mode kommen; in Paris vergeht Alles noch ſchneller, als anderswo, und man hat bereits wieder eine ganz neue, noch viel ſeltſamere Haarfarbe entdeckt, welche die„haute nouveauté“ des Tages iſt.
Wie man wohl ſchon aus den Zeitungen erfahren haben wird, langten vor Kurzem der Graf und die Gräfin Zichy in Paris an, wo ſie ſich einige Zeit aufhielten, um dann weiter nach Wien zu reiſen. Das gräfliche Paar kehrte aus Mexico zurück, wohin ſie dem Kaiſer Max und der Kaiſerin Char⸗
lotte das Geleit gegeben; wie man hört, werden ſie au Sor dabie zu⸗ rückkehren. Die Gräfin Zichy ſoll eine Schweſter de h Ich ſein, iſt jedenfalls aber durch ihren Gemahl dem Metta I perwandt und hat in den vornehmen Kreiſen von POEOA arbe ungeheures Aufſehen erregt, denn die bitdhübſe ährige Frau, hat— ſchneeweißes Haar, welches in
endfriſches Antlitz umrahmt und einen höchſt eigent— Alle Welt war außer ſich darüber; man fan 1
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i*ſt, zum Theil mit ſehr unangenehmem, niedrigem Ausdruck, waren ganz das Bild einer ſeit Jahrhunderten abgeſchloſſenen Ariſtokratie. Die Jüngeren, als ob ſie das theilweiſe Lächerliche der alten Her⸗ ren ſähen, ſuchten ſich freier zu kleiden, offenbar in Nachahmung des engliſchen Gentleman. Aber man bemerkte auf den erſten Blick, daß das ein ihnen fremdes Element war; daher gelang es Keinem ſo recht. Man ſah die Abſicht im Schnitt des Bartes, wie der Kleider, ſich zu engliſiren, während doch die Natürlichkeit und Abſichtsloſigkeit gerade das Hauptkennzeichen eines Gentleman ausmacht, im Benehmen, wie im Anzuge. Indeſſen ſtörte die „Ariſtokratie des Sees“ das Vergnügen des Volkes in keiner Weiſe; im Gegentheile nahm ſie wirklich Theil am Feſte, ſie lachte ſo herzlich, wie die Andern, wo es etwas zum Lachen gab, und wie ſie zu den dargebrachten Früchten mit beigeſteuert hatte, ſo half ſie auch bei der Verſteigerung. Das Volk bewegte ſich ſo ungebunden, als ob ſie gar nicht zugegen geweſen wäre.
Die Auction übte ihre Anziehungskraft ungeſchwächt, bis alle Geſchenke verſteigert waren. Diejenigen, die ſich nicht an ihr be⸗ theiligten oder die bereits ihre Einkäufe für ihre Geliebten gemacht hatten, ſchlenderten umher und begrüßten Freunde oder Bekannte von andern Gegenden des Sees, tauſchten ein paar Worte aus mit Dieſem und Jenem, ſcherzten und lachten, während die Kin⸗ der unter den mächtigen Kaſtanienbäumen zur rauſchenden Muſik tanzten und ſprangen, oder ſich an den ſchönen Weintrauben lab⸗ ten, die ein paar Hökerinnen zum Verkauf ausboten.
Auf dieſe Weiſe verging der Nachmittag in Heiterkeit und Frohſinn, und als die Sonne anfing, ſich hinter den Bergen zu fuhren Alle in ihren Gondeln und Barken von dem kleinen Hafen nach Hauſe. Bald war der See wieder bedeckt von mehr als hundert Schiffen, die ſich nach allen Richtungen hin zer— ſtreuten und aus denen allen fröhliche Geſichter herausſchauten.
So endete das Feſt zur Zufriedenheit aller Beſucher und, ich
zweifle nicht, zur noch größern Zufriedenheit der Geiſtlichen des
Kirchſprengels von San Giovanni. B. B.
d Blüthen.
kant, und viele Damen behaupteten, die Gräfin habe dieſe Haarfarbe ganz eigens für ſich erfunden, um ſich ein intereſſantes Relief zu geben. Da man nun in Paris dem Ungewöhnlichen mit einer wahren Leidenſchaft nach⸗ jagt, ſo wollen jetzt alle jungen Damen weißes Haar haben und die Haar⸗ künſtler und Chemiker plagen ſich damit, ein geeignetes Mittel zu erfinden, um die Haare ſchneeweiß zu bleichen. Wenn die geehrten Damen noch eine Zeit lang warten wollten, könnten ſie ganz von ſelbſt die gewünſchte Haarfarbe erlangen, aber ſie wollen dieſes Ziel ja ſchon während der Ju⸗ gendzeit erreichen; vielleicht erreichen ſie es, und dann werden für einige Zeit die„Blanchetten“ den Sieg davontragen über Brünetten, Blondinen und Rouſſetten.—
Unter den Proceßgeſchichten, welche das Tagesgeſpräch bitden, ſtehen die Eheſcheidungsproceſſe, deren es in Frankreich mehr als ſonſt wo giebt, jedenfalls obenan. Sowie das heißeſte Sehnen der jungen Mädchen in Frankreich danach geht, Frau zu heißen, nur um Cachemirſhawls und Brillanten tragen zu dürfen, ſo ſcheint es für die einmal verbeiratbeten Frauen keinen innigern Wunſch zu geben, als den, wieder von ihrem Manne getrennt zu ſein. So hörten wir neulich folgendes Geſchichtchen erzählen:
Ein junger Mann aus vornehmer Familie verliebte ſich in ein ſehr hübſches, junges Mädchen und heirathete es. Eine Zeitlang war Alles Freude und Herrlichkeit, da führte die Schlange Eva in Verſuchung; die junge Frau verliebte ſich in einen Freund ihres Mannes, welcher ihr eifrig den Hof machte, und zeigte dies auch unverhohlen ihrem unglücklichen Ge⸗ mahl. Dieſer liebte die Ungetreue trotzdem immer noch, wollte aber ihrem Glücke nicht im Wege ſtehen und willigte deshalb in eine Scheidung, da⸗ mit ſie den angebeteten Freund heirathen könnte. Er ſelbſt ging unmittel⸗ bar nach der Scheidung auf Reiſen in den Orient, und die Dame vermählte ſich mit dem Freunde. Aber was geſchah? Derſelbe wurde aus einem aufmerkſamen, galanten Liebhaber ein ziemlich gleichgültiger Chemann, und Madame fühlte ſich ſehr bald grauſam enttäuſcht. Da kam ihr früherer ſf Gatte von ſeinen Reiſen zurück; er begegnete ſeiner ehemaligen Frau in Geſellſchaft, und ſie machte die Bemerkung, wie ſehr die gebräunte Geſichts⸗ farbe, der dunkle Bart ihn zu ſeinem Vortbeil verändert, wie intereſſant er zu erzählen wiſſe, kurz, wie bedeutend er ſich neben ihrem Manne aus⸗ nehme. Er hingegen fand ſie ebeufalls noch hübſcher als ehedem, und die erloſchen geglaubte Liebe loderte von Neuem in ſeinem Herzen auf. Dieſe Liebe wurde von der Dame bald in vollem Maße erwidert, ihr Mann
hatte nichts gegen eine Trennung einzuwenden; ſte wurde abermals geſchie⸗ den und heirathete nun wieder ihren erſten Gatten. ö Eines Tages, als ſie ſchwärmeriſch über ihr Glück hantaſirte, ſagie Gemahl lächelnd:„Aber, liebes Kind, weun Du dih jetzt ſo glüglich S Banum wußteſt Du dies Glück nicht zu ſchützen, als ſchon Faaßeſt?“ 4 1
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