Jahrgang 
4 (1865)
Seite
59
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reſſanten 1863.

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vorwärts in Eilmarſch, und ſo raſch war unſer Anrücken, daß die Rebellen in Laudon dreiundſechszig Eiſenbahnwagen und zwei Lo⸗ comotiven, erſtere mit Munition, Waffen, Kleidern, Vorräthen aller Art beladen, in den Tenneſſeefluß jagten, und doch fiel Mehl, Reis, Zwieback, Waffen ꝛc. in Maſſen in unſere Hände. Ich wurde beordert, über den Fluß zu ſetzen, wie ich könne, und nahm auf zwei ſchnell zurecht gemachten Flachbooten mein Regi⸗ ment hinüber. Hierauf ging's nach den Forts, nur zwei Reiter konnten wir von den Pferden ſchießen und vier im Stich gelaſſene Kanonen, eine prächtige gezogene, ein Sechspfünder und zwei Zwölf⸗ pfünder, nebſt einer ſchönen Schlachtfahne fielen in unſere Hände. Dann ging es nach Knoxville über den kleinen Tenneſſee auf einer Brücke, welche vermittelſt eines in's Waſſer geſtellten Wagens ge⸗ baut wurde. Neun Meilen von Knoyxville erfuhren wir, daß der brave Burnſide mit ſeiner auf ſchmale Rationen geſetzten Mann⸗

chaft den ihn belagernden Feind geſchlagen, ſechstauſend Gefan⸗ ge⸗ ge gen, ſechst 4 gene gemacht, den bei unſerer Annäherung ausreißenden Rebellen

gefolgt ſei, ſie nochmals geſchlagen habe und daß der Rebellen⸗ general Longſtreet verwundet worden ſei. Knoxville war entſetzt, die hartgeprüften Unionsleute von Tenneſſee, gegen welche die Re bellen barbariſch, blutig und grauſam gehauſt hatten, frei, unſere Aufgabe gelöſt.

Gegen Chattanooga war die Loſung. Mittlerweile hatte der Feind die Brücke über den Hiwaſee verbrannt und ich wurde beordert, mit meiner Brigade raſch vorzurücken und Charleſton (Tenneſſee) zu beſetzen. Ich ſtellte die theilweiſe verbrannte Brücke in zwei Tagen, die Nacht durch arbeitend, wieder her, auf ſchnell zurecht gemachten Booten, nachdem ich die Brigade vorher über' den Fluß geſetzt hatte. Es iſt wirklich erhebend, zu denken, wie meine durch den Feldzug abgeriſſenen, theilweiſe buchſtäblich bar⸗ fußen Leute, durch Froſt, Schlamm, Bäche, über Felsgrund und Moraſt marſchirend, nothdürftig mit während des Marſches zu⸗ ſammenfouragirtem Proviant verſehen, durch Regen und Wind, ohne Zelt und Obdach, nur erquickt durch die Feuer der Bivouaks, heiter und guten Muthes, voll Kampfmuth und Eifer, ihre Waffen und Munition in Ehren haltend, alle die Strapazen ertrugen!

Damit der Schluß das Werk kröne, marſchirten wir die letzte

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Nacht bis ein Uhr im ſtrömenden Regen, durchwateten zweiund⸗ zwanzig Gewäſſer und erwarteten bei den Gewehren den Tag, da

der Regenſturm ſo heftig war, daß es kaum möglich wurde, hier und dort im Schutze eines Baumes ein Feuer anzuzünden. Das

war eine bittere Nacht, ehe wir den letzten Marſch antraten, um dem Fuße des Lookoutberges gegenüber unſer jetziges Lager zu be⸗ ziehen, wo wir auf Schuhe, Kleider, Zelte ꝛc. warteten, um nach einer Winterraſt die letzten Schlachten zu ſchlagen. Wäre ich nicht ein zähes Holz, ich wäre längſt dahin, lag ich doch im heftigen Fieber, irre im Kopf, im ſtrömenden Regen und bin nun friſch und munter und ſtark wie ein Dreißiger. Auch war Herr Reb(ell) diesmal ſo artig, mein Fell ungeſchoren zu laſſen und ſäuberlich daneben zu ſchießen.

So weit Freund Hecker. Während des ganzen von ihm be⸗ ſchriebenen Feldzugs hatte er eine Brigade befehligt. Eine Diviſion wurde ihm zugeſagt. Dieſe Verſprechung, welche dem tapfern Oberſten gemacht worden war, wurde ihm aber nicht gehalten. Bei ſeinem regen Ehrgefühle empfand er dieſes lebhaft und nahm ſeine Entlaſſung, welche ihm in den ſchmeichelhafteſten Ausdrücken unter Anerkennung der von ihm geleiſteten trefflichen Dienſte ertheilt wurde. 3 Seither lebte Friedrich Hecker wieder auf ſeinem Landgute zu Lebanon. Seine Liebe zu dem alten Vaterlande iſt in Amerika nicht erkaltet. Deutſchland kann auf ihn rechnen, wenn es ſeiner bedarf. Hecker hat jenſeits des Occans nichts von ſeinem Feuer und ſeiner Geiſtesfriſche verloren. Auch äußerlich hat er ſich nicht weſentlich verändert. Noch immer iſt ſeine Geſtalt hoch und ſchlank, ſeine Haltung gerade, ſein Gang raſch und jugendlich. Sein Auge leuchtet, wie in den Tagen, da er es ver⸗ ſtand, jede Geſellſchaft zu beleben und auch die trockenſten Men⸗ ſchen zu erheitern. Sein Haar iſt reich, wie in früheren Jahren,

obſchon ſich einiges Weiß in das Blond deſſelben gemiſcht hat. Seine Stimme klingt noch immer voll und kräftig. Sein

Commando drang oft durch den Donner der Kanonen und das Geknatter der Flinten, und ſeine Worte der Ermunterung hauchten weithin neue Kraft in die Seelen ſeiner Kampfgenoſſen.

Wie lange wirſt Du warten, Deutſchland, einen Deiner beſten Söhne aus dem fernen Amerika zurückzuberufen?

ſich eben in dem ſeinen wiſſenſchaftlichen Beſtrebungen und literariſée

Zu Anfang des Maimonats war es, als mir das hier eben nicht ganz alltägliche Ereigniß gemeldet wurde, ein Walfiſch, und zwar einer von der Sorte, die man hier den Buchten⸗Walfiſch (norwegiſch: Vaagehval, ſchwediſch: Vikhval, Balaenoptera ro- strata Habr.) nennt, ſei in derHatlevigen geheißenen etwa ein und ein halb norwegiſche Meile ſüdlich von Bergen belegenen Bucht eingeſperrt. Die Gelegenheit, Eingeweide und vollſtändiges Skelet, vielleicht auch einen Fötus zu ergattern, war lockend; ich zog meine großen Seeſtiefel an, ließ Mundvorrath für acht Tage und extra einige Flaſchen Franzbranntwein und mehrere Pfunde Puder⸗ zucker einpacken, nahm Schleppnetz und Spiritusgefäße mit, ſetzte mich in ein von drei kräftigen Leuten gerudertes Fiſcherboot, und vorwärts ging's, daß das Waſſer am Bug ſchäumte. Die Ruderer prieſen mir einmal über das andere, wie gut ich's haben würde bei der Wittwe Martha Hatlevigen, die Anrecht hätte auf den größten Theil des Walfiſches. In etwa drei Stunden war die Reiſe beendigt. Zwei kleine Inſeln verſperren den Eingang zu einer umfangreichen Bucht.Siehſt Du, ſagten die Leute zu mir,da wohnt Martha, nun ſind wir gleich da. Da ſind die Wachen aufgeſtellt; hörſt Du nicht, wie der Ole mit dem Fiſch⸗ haken auf den Bootsrand loshämmert, um den Walfiſch zurück⸗ V

juridiſchen Studien beendet, als das Jahr 1848 auch ihn in ſeine Bewegung r

ſo daß er ſich genöthigt ſah, vor ihrer Rache zu flüchte England zu entkommen, allein erſt an Bord erfuhr er, daß das Fahrzeug Ein guter Clavierſpieler und Muſiker,

niedergelaſſen, als ihn im Septein

ber des letzten Jahres ein hitziges 9. ¹ 1

8,

Ein Streifzug nordiſcher Waſſerſchützen.

Mitgetheilt von Otto Lübbert.*

* Der Verfaſſer dieſer intereſſanten Mittheilungen, denen wir ſpäter n mehr unter den Lebenden; mit ihm ſank nicht nur ein reiches vielſeitiges Talent, in das frühe Grab in fremdem Lande. Otto Lübbert war ein geborener Meckley

Städten, war er einer der tapferſten Kämpen wider die ſogenannte patriarchaliſch. vor Allem in's Auge ann in Bergen einen leidmar, und ſo ſchiffte er nach dem fe erwarb er ſich zunächſt in Drontheim ſiefrbeiten, die meiſt die norweLebensunterhalt und manche 7 thügt enfieber raſch debi p

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zuſcheuchen, wenn dieſer verſuchen will, das Garn zu durchbrechen? Wir glitten dann über das dreidoppelte Garn, das die Bucht ab⸗ ſperrte, hinweg. Der Eingang zu der Bucht, der hatte abgeſchloſſen werden müſſen, war kaum zehn Faden breit, das Waſſer aber zur Ebbezeit ſo flach, daß ein Walfiſch eben mit genauer Noth über die Untiefe hinweggleiten konnte. Drinnen in der Bucht dagegen hatte er einen weiten Spielraum. Am Landungsplatze lag ein großes Boot mit mehreren älteren Männern, es waren Walfiſch⸗ ſchützen von Profeſſion, aus Skogsraag, die man eingeladen hatte, damit ſie dem eingeſchloſſenen Ungeheuer den Garaus machten. Einige von ihnen kannten mich.

Willkommen! riefen ſie, als ich zu ihnen in's Boot ſprang. Was iſt Dein Begehr?

Den Walfiſch zu kaufen.

Ja, die Knochen kannſt Du ſchon kriegen für Geld und. gute Worte, aber vom Fleiſche und Speck bekommſt Du Nichts ab; darauf verſtehſt Du Dich nicht. 3

Nun, an eine Thranſpeculation hatte ich eben nicht gedacht. Die guten Leute halfen mir meine Sachen zur Martha Hatlevigen hinaufſchleppen, auf einem mäandriſch gewundenen Steig, der uns zu einem Grasplane führte, auf welchem das Häuschen der glück⸗

iſt leider nicht ein treffliches Herz er Einer und hatte eben auf verſchiedenen deutſchen Univerſitäten ſeine ze Junkeruſſterter und begeiſternder Volksredner in den mecklenburgiſchen 1

Er ſtieg inhaft ſeines Heimathlandes; die Reaction faßte daher ach Norwegen beſtimack in das erſte beſte Schiff, in der Hoffuun⸗

och einige andere aus ſeiner Feder folgen laſſen werden, ſandern auch ein echter deutſcher Mannescharakter,

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e Thierwelt betrafen, günſt Die Reda Ch