14 mit der Ermunterung an: er ſei es ſeinem Namen ſchuldig, ſich Arenenberg nach einer Scheibe, die in der gegenüberliegenden Rei⸗ 1 ſeiner Aufgabe würdig zu machen und ſich für dieſelbe auszubil⸗ chenau aufgeſtellt war. Er verfehlte in mehreren Schüſſen ſein 1 den. Die Seele Beider wurde durch den Glauben an eine große Ziel nie.— 4 Zukunft und die Plane zur Verwirklichung derſelben ausgefüllt. Inwieweit Hortenſe in die Pläne des Prinzen auf Vertrei⸗ A Deshalb vergaß der Prinz bei aller Beſcheidenheit und Schlichtheit bung Louis Philipps eingeweiht war, iſt unbekannt. Wahrſchein⸗ 3 ſeines Benehmens und bei der Einfachheit ſeiner Erſcheinung nie lich wußte ſie mehr davon, als man glaubt; denn als er ſie un⸗ das Gefühl ſeines Ranges und ſeiner Hoheit, wie ſich das ſtets ter dem Vorwand verließ, einer Jagd in der Nähe von Hechingen 1 durch eine gewiſſe Abgemeſſenheit und Zurückhaltung fühlbar machte. V beizuwohnen, ſchlang ſie ihre Arme um ſeinen Hals, drückte ihn Louis war in die ſchweizeriſche Artillerie eingetreten, hatte an's Herz und ſteckte ihm faſt unbemerkt den Verlobungsring Na⸗ vom General Dufour Unterricht genoſſen und war zum Rang poleon's und Joſephinen's an den Finger, welchen ſie als eine eines Hauptmanns emporgeſtiegen. Als ſolcher gab er im Jahre Art von Talisman in der Stunde der Gefahr betrachtete. Der ¹ V unglückliche Ausgang des 30. Octobers 1836 in Straßburg iſt erregte. Später er⸗ bekannt. Es erſchien darüber eine eigene Broſchüre in franzöſiſchen 1
deren militäriſcher Theil das Lob der Kenner ſchien ein Schriftchen: Republikanismus fußte. Er wollte von ſich ſprechen und erkſam machen, deshalb ſuchte er alle Hebel
„Napoleoniſche Ideen“, welches ſtark im und deutſcher Sprache. Das Schiff, welches der König von Frankreich die Welt dem Prinzen zur Verfügung geſtellt hatte, brachte ihn nach Rio 1 Janeiro in Braſilien. Von hier aus ſchrieb er an ſeine Mutter:
1833 ſeine politiſchen und militäriſchen Betrachtungen heraus, V i M ünſ ꝛch ni chwei „Vor zwei Monaten wünſchte ich nie mehr nach der Schweiz zu-
auf ſeine Perſon aufme in Bewegung zu ſetzen aen verſchiedene Kräfte zu ſeinen Zwecken zu benutzen. rückzukehren. Wenn ich mich jetzt meinen Gefühlen überlaſſen Im italieniſchen Feldzuge war Louis mit mehreren ſpäter V wollte, ſo hätte ich kein anderes Verlangen, als mich wieder in geächteten Perſonen bekannt geworden, ſo mit dem feinen und meinem kleinen Zimmer zu finden und in dem ſchönen Land, wo O fe ich ſo glücklich hätte ſein können.“ Braſilien, da ein Brief ſeiner
Arzt Enrico Conneau aus Florenz, durch deſſen Hül loß Ham entkam; ferner mit dem Doch blieb er nicht lange in Areſe und mit Visconti. In Rom innigſtgeliebten Mutter vom 3. April 1837 ihn zur baldigſten hatten Mutter und Sohn den Maler Cottreau kennen gelernt, Rückkehr nach dem Arenenberg aufforderte. Sie litt an einer 6 der dann mehrere Jahre auf Arenenberg lebte und hier ſeine Kanſt ſchon lang verheimlichten furchtbaren Krankheit Gebärmutter⸗ ausübte. Zu ihnen geſellten ſich noch mehrere Franzoſen, von krebs auf deren Heilung ſie nicht mehr zu hoffen wagte ſſ— denen der ernſtere Perſigny, ſowie de Querelles und Laity die ſprach es als den höchſten ihrer Wünſche aus, ihren V ten häufig und länger auf Prinz trotzte der Ree
gewandten J er vorzugsweiſe aus dem Sch geiſtvollen und feurigen Grafen
noch einmal zu ſehen. Der
ausgezeichnetſten waren. Sie verweil
Arenenberg. Mit ihnen und dem Oberſten Carl Parquin, welcher Louis Philipp's, fuhr wieder über den Ocean und lang
die Vorleſerin der Königin, Fräulein Cochelet, geehlicht und das 4. Auguſt 1837 bei ſeiner Mutter an. Dieſe gu
nahe Schloß Wolfsberg gekauft hatte, wurde der Plan zu dem ruhiger Heiterkeit und Leniſchlo ſentan Muthe dem To
8 ec—ee Lerethan Oas Schloß konnte vor gegen, da ſie die feſte Ueberzeugung in ſich trug, daß ihr S dieſem Ereigniß oftmals die Zahl ſeiner Gäſte nicht faſſen, dr Ae hohe ie d eleſtimm ſi. 3 Je ſi t der an
4 deshalb in Ermatingen untergebracht werden mußten. anrückte, deſto liebevoller ward ſie; ein jedes Blümchen—
. 3 Schon an und für ſich zurückhaltend verrieth der Prinz durch Stande, ſie zu erfreuen. Unendlich glücklich war ſie n
kein Wort und keine Miene dasjenige, was ihn wachend und träu⸗ Sohn mit einem Gefährten ſie im Freien herumtrug
99 mnend beſchäftigte. Er hatte die Jagd in den Waldungen der V lichkeit nahm ſie von allen ihren Dienern Abſchied, welche V
badenſchen Gemeinden von Wollmatingen bis Marktelfingen im Sohne beſtens empfahl. Als dieſer nach der letzten Un. Anfange der dreißiger Jahre auf zehn Jahre gepachtet, mehr um ohne Zeugen von ihrem Sterbebette wegging, rief ſie ih 1 ſeiner Freunde, als ſeiner ſelbſt willen. Obgleich ein ſehr guter und immer wieder zu:„Lebe wohl, Louis, lebe wohl für
Schütze, liebte er die Jagd doch nicht leidenſchaftlich. Wurden Sie hielt die Hand eines alten Prieſters von Ermating
3 hr Roße geſ ſſe Deck 86 düxrfniſſ f. h 6 7— 7
mehr Rehe geſchoſſen, als zur Deckung des Bedürfniſſes erforder b verſchied. Dies geſchah am 5. October 1837 Morgens
5 lich waren, ſo verkaufte er dieſelben um keinen Preis, ſondern ver⸗ Uhr.
6 ufte die überflüſſige ſe me 5„4. 3 4—
ſchenkte die überflüſſigen an die Armen von Allensbach, damit ſie V Sechs Tage darauf, am 11. October Morgens fand das Leichenbegängniß der Königin in ſeierlichſter 2
1 auch Wildpret genießen könnten.
Nachdem der Sarg, von zahlreichen Leidtragenden begl⸗
4— 8 inſtmals ſaß er, als die Jagdgefährten ſich ſchon auf den V 2 1 310 3 7 riſ—: 5. S.. S.. f Anſand. geſtellt hatten⸗ träumeriſch und in ſich verloren unter der Kirche zu Ermatingen gebracht und hier vom Pr emem dune⸗ un ſtarrte in die Gegend hinaus. Ihm nahte nahen Kreuzlingen ein Trauerhochamt abgehalten wo ſch der Gemeindeammann Hutterle von Salenſtein, ein bei ihm V trug man ihn in derſelben feierlichen Weiſe nach dem 2 r de ner M 7 7 Nr. 3 4; 151— r 8 4 ſehr wohlgelittener Mann, und fragte ihn:„ Prinz, woran denken zurück, wo die Leiche ruhte, bis die Erlaubniß eintra⸗
Ruelle bei Paris zu verbringen, wo auch die Mutter d
Sie und warum jagen Sie nicht?“
3 Dieſer entgegnete:„Wenn ich mir denken könnte, daß meine V die Kaiſerin Joſephine, den ewigen Schlaf ſchläft. ſres⸗ vpe wüßte 1 T oratnge f 1. 7—+₰ N. r J. 1„».— ₰ 7 Kappe wüßte, was unter ihr vorginge, ſo würde ich ſie augenblick V Die Verſchiedene hatte ſchon am 3. April mit der Straße 1.
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lich verbrennen.“ ment gemacht und die Frau Salvage zur Schon einige Zeit trug ſich der Prinz mit dem Gedanken, ernannt. Ich unterlaſſe des beſchräge„ 122 ihr 5 gezogene Kanonen zu erfinden. Er ließ zu dieſem Behufe im V mir vergönnt iſt, die Angabe dex ee te mlten Nann ederin deſſ
Jahre 1836 Kanonen in der Conſtanzer Glockengießerei gießen ſie auch in mancher Beure 1 enzelnen Vern ies wegen, aag und Züge aus Stahl durch den Mechaniker Klein daſelbſt fertigen. Hauptſtellen des Fchung ſein möchten, und 1 Eine dieſer Kanonen gerieth ſchlecht und ſollte alſo wieder zerſtört tons Tharggeeſhnen amentes mit:„Der Na theile naur einige werden. Man verſuchte dies zweimal vergeblich durch Ladung Wunſch⸗ nach in Nlaſſe ich eine goldene Pe diluhr hf deß Can
von trockenem Sand, den man auf den Wunſch des Proſeſſors Dieſes Andenten mone Saal des Landratlis deſuhr, die, meinem öͤge ſie an den edeln 2 geſtellt werden ſoll. V
rächtniſſe, ſo intereſſade
Lachmann ſogar von Paris zu dieſem Zwecke kommen ließ. Klein man mir ſine ruhige Gaſtfr Muth eri verſuchte es Vauf eine andere Weiſe, mittels einer feſt paſſenden Ich hoffeſ daß mein 9 indſchaft in dieſem Cananern⸗ womit — 1 3 Norſ Syre.. 7 1)—.— ha Schraube. Der Verſuch zur Sprengung wurde an einem beſtimm- bei ſich ſehalten witd. hu den Herrn Vincent Ron bewahrt It itzickeif ko Ird. Seine Ergeh; Rouſſeau i 1 3— 1 enhe u— nützigkeif können nicht gebenheit und ſeine Uneigen ich will, daß er mhe. ſe 7„ aß er wiſſe V 7 2
ten Tag in Gegenwart des Prinzen zwiſchen dem Kreuzlinger⸗ und C mmishoferthor bei Conſtanz gemacht, wo damals noch die Wall⸗ wie hocjich ihn ſchätze bezahlt werden; gräben ſtanden. Er gerieth ſo gut, daß die Stücke überall und Sohne ſene, wie 7 41 und wie ſehr ich wünſche ſelbſt bis auf die Marktſtätte flogen und einen gewaltigen Spee⸗ nem Penken eine Sunnn gedient hat. Mein e⸗ daß er meinem takel erregten. In der erſten Berwirrung ſetzte ſich der Prinz größteLeid dasjeni Numnerung ſchenken und er emahl möge mei⸗ auf ſein Noß und ritt in geſtrecktem Galopp davon auf das thur⸗ konnt] Ich habe 4 war, daß ich ihn nich wiſſe, daß mein gauiſche Gebiet. Er kehrte nicht wieder nach Conſtanz zurück, bis zu ekilen; ich w emem Sohn keine vußht Alüdlhe Zeit, 7 8⸗ die Sache geſchlichtet war, die übrigens nicht viel auf ſich hatte, weiſßas für Pflichten daß er ſeine Lage u hen de Be K vien. 3 weil die Polizei vom Unternehmer vorher benachrichtigt worden wi. mitſien ich in Freundſa Nanus ihm ren9nd amads vetkehrde Mit den zwei übrigen Kanone or Schießübunge ieſchtferligkeit j aſtsbeziehr 7 en zwei übrjgen Kanonen machte er Schießübungen veß⸗ dieſehtferligkeit ihres ueheſtsb hungelce ihm nach Macinaw geſf ,
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