Jahrgang 
13 (1865)
Seite
199
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mehr Genuß an einer heitern und geiſtreichen Unter der hingegen ihr Sohn wieder ſelten Antheil nahm, Salonleben überhaupt wenig anzog. Ganze Abende k und in ſich gekehrt an ſich vorübergehen laſſen; nur hie und da warf er ein Wort hinein in die Unterhaltung. Erhielt dieſe eine größere Lebhaftigkeit, ſo ließ er ſich nie in eine längere Beſpre⸗ chung ein, ſondern gab in kurzen und beſtimmten Ausdrücken ſeine Meinung ab. Man bemerkte in ſeinen Worten etwas Schwankendes; klaren und ſcharf ausgedrückten Gedanken ſpräch auf ſeinen Onkel, den Kai Gott verehrte, und gewann es

haltung, an weil ihn das onnte er ſtill V Königin oft in

hielt ſich mit ſellſchaft Tonkün

wohlwollend be in ſeinem Weſen nie

und

milie Ammann i immer ſprach er in

ſeinen Antworten einen aus. ſer Napoleon, den Anſe

Gerieth das Ge⸗

welchen er wie einen tung des

den Bodenſee, und über die ſchen Alpen, die im bläulich

ſtand, da die Söh waren. Jetzt noch be Arenenbergs

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ſen hinaus in die Tiroler und b a Dufte zerfließen. Hier

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Mit der Nachbarſchaft wurde licher Umgang gehalten ſucht wi

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und ſteht mit dem Kaiſ

ittagsſtunden d oder lie en ſpielen.

vom Arenenberg ſehr freund⸗ und die angeſehenern Fa e empfangen. Ermatingen, mit d gefähr glei ſorgt Herr

er man auf vertrautem chem Alter mit riedrich Ammann

len er in ſtetem Verkehre. Got 1 5 1 chein, als ob Jemand eine An Beſuchen und Gäſten fehlte es nie auf dem gaſtlichen Geſinnung oder Handlung deſſelben umrichtig auslege, ſo ſtieß er Schloß. Die verwittwete Großherzogin Stephanie von Baden, ſeine Berichtigung oder Widerlegung ſcharf und ſchnell heraus. die Fürſtin von Sigmaringen, der alte und liebenswürdige Oheim Er war ebenſo entſchieden und beharrlich in Vorliebe und Abnei⸗ Marquis von Beauharnais, der verwandte Graf Taſcher de la gung, hatte nie unſtäte Einfälle, und Ungereimtheiten waren ihm Pagerie, geweſener Adjutant des Kaiſers, ſowie die Jugendfreun⸗ fremd. Was er aber einmal wollte, verfolgte er ruhig, ſtill und dinnen der Königin, die Herzogin

ſeſt, weshalb ihn die Mutterle doux entéeté den ſanf e un war

ten Eigen⸗ ſinnigen) nannte.

Für Kunſt hatte er we

Marſchälle den immer

Duroc nig Sinn.

die liebevollſte

und Ney,

von Raguſa, die waren öfters auf A Aufnahme.

Wittwen der renenberg und fan⸗

Auch Frau Campan, in Begannen die muſikaliſchen deren Erziehungs⸗Inſtitut die Königin geweſen war, beſuchte noch Unterhaltungen im Salon, ſo faßte er ſeine Gäſte am Kleide und kurz vor ihrem Tode ihre liebe Pflegetochter, welche ſich als die ſagte:Kommen Sie, wir wollen hinübergehen(d. h. in ſeine treue Beſchützerin ihr vom Schloß getrennte Wo

hnung). in geringem Grade an i ausdrucksvol

Ebenſo ſprach ihn die ſchöne lichen Anläſſen w . Meinten Buchon und An⸗ zu welchen öfters len poetiſchen Vortrag die Geſellſchaft an zu gähnen. Hingegen intereſſirte die Mechanik. Ueber Verſ u grübeln, war ſeine Luſt rtillerieweſen anwenden Die Natur machte keinen ſonderlich

Literatur nur ere durch eine Pzu feſſeln, ſo fing der Prinz lihn die Induſtrie, beſonders PBerbeſſerungen darin z

uchen und, dler dieſelben auf das A

namentlich wenn zu können glaubte. immer hoch willkon en Eindruck auf ihn, und. Hortanſa och iſt es ſo ſchön auf dem einſamen Arenenberg! Von ver Ter lmer dem Schloß hat man eine entzückende Ausſicht in eine ratur e, idylliſche Gegend. Zu den Füßen liegt der ruhige Unterſee, udem wie auf einer ſchwimmenden Inſel die alte einſt ſo be⸗ kühmte Abtei Reichenau mit ihren höchſt intereſſanten Kirchen herüberſchaut. Ihr gegenüber auf dem Feſtlande ſteht einſam und erlaſſen das ehemalige fürſtbiſchöflich conſtanziſche Schloß Hegne, legion aus der belches einſt fröhliche Tage geſehen. In nicht weiter Entfernung einen Sommer Allensbach und die Stadt des heiligen Radolf, Courtin hit ihrer gegen die Reichenau ſich erſtreckenden Halbinſel Metnau, belche früher durch eine Straße mit ihr verbunden geweſen in ſoll. Von Radolfszell weſt⸗ und nordwärt zuleane des Hegaus, theils Baſalt⸗, theil r Cbene empor, ebenſo reich an Naturerz un, die ihre Kuppeln im Mittelalter nüdten. Vor allen zeichnet ſich Hohentn

Imanniſchen Herzoge, ſpäter ein Kloſter

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war daher kein Wi

lund Caſimir de la (Charakter, welcher

ſo machte alsdann (Rom, auf welcher V ehemalige König vo wurde acht oder vie mit ſeinem Bruder V Marienbad in Böhn

ſein älterer Bruder

s ragen die ehemaligen 8 Klingſteingebilde, aus eugniſſen, wie an Trüm⸗ als ſtattliche Burgen wiel, einſt der Sitz der und zuletzt eine erſt im

3 AeB Bis jetzt hatten re 1800 zerſtörte würtembergiſche Feſtung, mit ſeiner herrlichen führt und um Tnus. Neben ihm ſteigt ſchlank und kühn das ehemalige Bourbonen ſ

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kkrähen mit ſeinem neckiſchen Burggeiſt ſt Hohen e flige Hohenſtoffeln mit r 3 Jeeſt der deecege e und der ma -, wa ſaübe mamern die Gegend beherrf

Poppele ebenſoviel Burg⸗ ſſenhafte Höhenhöven

fremden Bajonnete plötzlich die Julirevo

Zeit begreifen lernte

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mit ſeinen weitberannten ältere der Bernanger er und

. er ſtillen Biſchofshöri durch das ücken der ſtil I.. derſteinerungen auf dem an ſeinem Fiße. Die Alles für ih zninger Berſteinenenangener Geſchlechte aadenang en, ſchleße Lecden Burgen ninher Berlingen, das alte ſic in den rulgen See dzunge, an Mehrere Erdzungen ſtrecken linem Winkel ds Dorf Weſten verſtect und maleriſch liegt m Berg, zerklüfte durch us und deno ee Mittag ſteigt ein einer ziemliche Höhe unenbach. C Wne Tobel genannt, zu hoch der Eugeberg, tige de ſGegaid überſchauend ſißt Leuchtenberg, unnur rei die Gegend erzog Engen von deehee Felſcotze * liteich nednean en entfernt Abten Rerchedan. 3 ten twenen er 13 bla tein, einſt Beſitzthum de d Bäume die Auht ſſeit daräem, en ſtecen Wald und B davon eutſt a. uur wenige Minuten Adon glä wenn es ht nach Conſtanz und de 3.

See hinein,

Meine Reiſen in Ita Von jetz

leoniden glaubte Kaiſers Napoleon Fortſetzung ſeines eugung und der E 3 ihr Sohn ein Iicht das 9h

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franzöſiſche lluſtig erklärt hätte.

und in denen ſich V dem Volksleben in l Beſonders nah ſtan

t an brüteten Mutter letzterer zu der Würde der Wiege in Ausſicht

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Hortenſe d ihr Sohn iu Holland rzehn verkehren. nen unterd 1 die

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Weſſenberg, welcher aſt im Schlößchen war. * Frankreichs vergaß, ſo blieb ſie mit deſſelben vertraut.

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Letzte ahrgehalt und Hand der Bourbonen verſ auf Arenenberg und das Hoffräulein Weil der Winter gar zu ein

ſam

urch mehrere ſie begleitete. ſeinen Aufentl Tage verweilt, und Einſtmals und Louis

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eſſen auf dem Arenenberg bli Napoleoniden die Welk draußen ſi chienen auf dem alten

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er verſchafft hatten, n im Jahre 1830 ſie,

Prinzen ſtarb in Forli, und entſchoſſene und kluge Benehmen on wagte, gerettet werden. Hergang in einem äu ſſanten Schriftchen unter dem

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und Sohn über emporſteigen könne geſtellt war ſo feſt und zuv

ſe.

ggrund ihrer Beſtrebun Thron von

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heatraliſche Vorſtellu thurgauiſchen Nachbarn ein die Königin in Darſtell zarmloſer Leichtigkeit und

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erſichtlich an den Beruf ſeiner Angehörigen zur⸗ Werkes, als Horten

chtigſte Bewe Recht auf den

ers erwieſen hatte. geladen

Heiterkeit bewährter treuer

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ſprach ſie die Poeſie an. Es Dichter und Maler immer bereit⸗

zeichnete ſich Chateaubriand

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auf dem Arenenbe

halt Louis konnte dann ging der König nach rfte ihn begleiten, während eb.

ſcheinbar ein Stillleben ge⸗ ch wenig bekümmert. Die hrone, welchen ihnen die feſt zu ſitzen, als welche nie die neue

n, demſelben ſtürzte. Die Pariſer Re⸗

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3 K hafter Ferne dem unbewaff⸗ volution hatte den Funken der Freiheit in allen Ländern entzündet.

m s Stettener Schläſchen del dnſcee. In Italien eutſtand eine republikaniſche Verſchwörung, die zum

4d 8 ge nur als kleine Hüge erj zebt ſich der waldige Schie⸗ Ausbruche kam. An ihrer Spitze ſtanden die beiden Söhne der

ten Aug tergang der Sonne ſchie en ſogenann. RNadolfs⸗ Königin Hortenſe Das Unternehmen endete unglücklich. Der Gegen Unterg ltiger Keil zwiſchen den ſos

der jüngere konnte nur ſeiner Mutter, die Sie beſchrieb den ganzen Titel: England im Jahre 1831. dem Gedanken, wie welche ihm ſchon au eiemand von allen Napo⸗ Stern des Es war ihre tiefe Ueber⸗ gen, daß Frankreich habe, ſo lange ſche Familie deſſelben für ekerte ſie ihren Sohn

rg war, Jahre eine Reiſe nach In Florenz, wo der genommen hatte,

ein ganz unabhängiger das Kreuz der Ehren⸗ chmäht hatte, verlebte hrte Fräulein Cliſa von als Braut nach Hauſe.

Bei feſt⸗ ugen gegeben, wurden ung von Rollen aus gehen ließ. Freund der der häufige,

aieri⸗ nahm die en Thee, unter⸗ ß eine ausgewählte Ge⸗

milien eben ſo Beſonders war es die Fa⸗ Fuß dem Prinzen die Verwal⸗

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