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Meiſter,
Unwillkürlich wurde mir in dieſem Momente das ungeheure Werk nur zum Hintergrunde für die Geſtalt ſeines Schöpfers. Es ſchien, als wäre es in dieſem Augenblicke durch einen Schöpfungs⸗ act aus dieſer Stirn hervorgegangen, die keine bleiche, über dem Papier gebeugte Denkerſtirn, ſondern eine von der Sonne dreier Welttheile gebräunte, feſte, ſtark gegliederte Thatenſtirn war, ein lüchtiges Gewölbe, um gute Dinge darin ſicher zu behüten. Eine kühn geſchnittene, etwas herb gebogene, ſcharfe Naſe, die ſich mit breiter Wurzel nach dem Schädel hin verlief, eine etwas lange angelſächſiſche Oberlippe, ein feſt gezeichneter, ſchön geſchnittener Mund, breite, willenskräftige Backenknochen, gaben dem Kopfe etwas Erzenes, Gemeißeltes, das indeß von einem Grübchen im Kinn wahrhaft lieblich gemildert wurde. Mit breitem, ſtarrem Nacken ruhte der dünn umlockte edle Kopf auf einem mächtig gezimmerten, groß proportionirten Körper, der für engliſche Lebens⸗ formen faſt zu feſt und gerad aufgerichtet getragen wurde.
Im Augenblick, als wir vor ihn hintraten, wendete Stephenſon den Kopf von ſeinem Werke weg auf uns und ſprach die Worte:„Es iſt gut gemacht!“ Ob er damit den Kopf der un⸗ geheuern Sphinx meinte, die hell im Sonnenlicht, rieſenhaft, ſcharf gegen den dunkelblauen Himmel gezeichnet, hoch über ihm hinweg die leeren Augen ernſt und geheimnißvoll in das Un⸗ endliche richtete, oder ſein Werk— das könnte nur Edwin Clark ſagen, zu dem er ſprach.
Acht Tage ſpäter empfing ich von Stephenſon ein Billet in London, das mich einlud, bei ihm die contraſtirendſten Menſchenweſen, Ita⸗ liens berühmteſten Bildhauer, Bgxon Marochetti, und Amerikas talentvollſten Schiffbaumeiſter,Stevenſon, kennen zu lernen.
Es gemahnte mich ſelifäm, als ich zu ihm hin an Weſtminſter Abbey vorüberfuhr, daß ich mich zu einem lebenden Manne begab, zu deſſen Erzbild da drinnen, in dieſem echten Pantheon nationaler Größe, bereits der Sockel errichtet wurde. Etwas früh für die Dinnerzeit hielt mein Wagen vor der Thüx von Stephenſon's Hauſe, und ſo kam es, daß er im ſelben Augenblicke mit mir vorfuhr. Er begrüßte mich freundlich für ſeine ernſte Weiſe, und wir ſtiegen eine Treppe hinauf, die ſich auf bronzenen, durch⸗ brochenen Spiralen, in welche graumarmorne, mit rothem Plüſch belegte Stufen eingefügt waren, emporwand. Auf einem Podeſt dieſer Treppe blieb er ſtehen, und auf die hier in ein Capitäl auslaufende erzene Treppenſäule deutend, fragte er:„Haben Sie das entzückende, marmorne Griechenkind aus Amerika auf der Ausſtellung geſehen?“
„Sie meinen die berühmte griechiſche Selavin von Hieram Powers?“
„Daſſelbe,“ ſagte er und fügte lächelnd im Weitergehen hinzu:„dies kleine gefeſſelte Weſen hat mir mein altes Jung—
geſellenherz gefangen. Ich habe das Bildwerk erworben und ihre Liebe theurer wie ein Roué von 1703 bezahlt! Da ſoll ſie künftig ſtehen!“
Starbuck ſagte mir ſpäter, daß er zweitauſend Pfund Ster⸗ ling für das zierliche Bildwerk bezahlt habe.
Wir traten in einen kleinen, aber unbeſchreiblich behaglich anmuthenden Salon. Auf dunkelgrauen Wänden einige ſehr gute Bilder und ernſtgefärbte, treffliche Bronzen, dunkelblaue, tiefe und breite Sammtmeubles und dunkelorange Gardinen vom allerſchwer⸗ ſten Faltenwurfe, Alles aus dem Vollen und Ganzen und Großen geſchnitten und geformt. Auf einer Cauſeuſe ſaß eine ältliche Dame, echt„ladylike“ von ſtrengſtem engliſchem Typus. Von ihrer Seite erhob ſich bei unſerem Eintritt eine hereuliſche, aber wohlproportionirte Männergeſtalt mit prachtvoll modellirtem Kraus⸗ kopfe: Baron Marochetti. Der Dame, ſeiner Schweſter, die bei einem armen alten Junggeſellen die Hausehre wahrte, ſtellte mich Stephen— ſon vor. Im lebhaft und raſch entwickelten Geſpräche frug mich Marochetti mit Intereſſe nach Rietſchel, Kiß und den damals emporblühenden Talenten von Hänel und Bläſer. Stephenſon hatte nach keinem Fachgenoſſen in Deutſchland ſich zu erkundigen. Das Warum beantwortet der Eingang dieſer Skizze. Marochetti beneidete Deutſchland um Rietſchel, deſſen Sinn für Formenſchön⸗ heit und Gleichgewicht er hohe Bewunderung zollte, ſchüttelte aber den Kopf zu Kiß' genialen, aber allzuſchnell bewegten Schöpfungen, beſonders aber zu dem Enthuſiasmus, den damals deſſen„Ama⸗ zone“ auf der Ausſtellung erregte.„Eingeweide, Pferdehufe und Klauen! Das iſt Alles!“ ſagte er, und lenkte meine Auf— merkſamkeit auf Stephenſon's Profil, das ſich, während er, mit einem eben eingetretenen jungen, blaſſen, intereſſant ausſehenden Manne ſprechend, am Fenſter ſtand, ſcharf gegen das Licht loshob: „Iſt es nicht ein Kopf,“ rief er aus,„dem man es anſieht, daß er in Erz gegoſſen werden muß?“
Der Betrachtete trat auf uns zu, als er bemerkte, daß er Gegenſtand unſeres Beſchauens war.„Der Ritter,“ ſagte er, „kann doch keinen Augenblick vergeſſen, daß er ein ähnliches Bild von mir liefern ſoll.“ Marxochetti hatte den Auftrag von der Königin, Stephenſon's Statue zu machen. In dem Neuangekom⸗ menen lernte ich zu meiner Freude den beſonders durch ſeine Ge⸗ lehrſamkeit berühmten Ingenieur Wild kennen; ein feiner, ſchlanker, ſchwarzgekleideter Gentleman mit poetiſchen, faſt ſtörend träumeri⸗ ſchen Augen.„Ich erwarte,“ ſagte Stephenſon,„noch Swinburne, der eben aus Aegypten zurück iſt, Starbuck mit ſeiner reizenden Frau und einem„halb und halb“ Namensvetter Stevenſon aus Boſton, mit dem ich geſtern um ſeine unbegreifliche Hacht„Amerika“ gehandelt habe, die unſerem Nachtelub eine ſo tiefe Niederlage bereitet hat. Leider habe ich faſt keine Hoffnung mehr, das Wunder⸗
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ſchiff zu erlangen, da Lord E. viel höher bot.
Ein Bild deutſcher Volksluſt.
Keine ſchöneren Volksfeſte, als die, deren Mutter die Freude iſt. Ihnen verdankt man überall die ſchönſten Bilder der Volks⸗ luſt, denen das Auge zu jeder Jahreszeit gern begegnet. Daher nehmen wir keinen Anſtand, unſere Leſer hinter den Winterfenſtern auf ein deutſches Herbſtfeſt blicken zu laſſen, deſſen Freudennachhall den Glücklichen ja ohnedies bis in den Winter nachklingt.
Noch allgemeiner übt kein Freudenfeſt ſein frohes Regiment über die ganze cultivirte Welt, als das Erntefeſt. Geerntet wird überall, wo der Menſch durch die Sorge für ſein Daſein auf die erſten Stufen menſchlicher Geſittung erhoben iſt; wo aber geerntet wird, hat auch die Freude ein Feſt geſchaffen, dem der Volkshumor die Geſtalt und der Glaube ſeine Weihe ertheilt.
Die oft unerklärlichen Verſchiedenheiten des örtlichen Aus⸗ ſchmuckes gerade dieſes allgemeinen Voltsfeſtes finden zum Theil ihre Erklärung darin, daß ſie urſprünglich wirklich als Jahres⸗ feſte der Einweihung der einzelnen Kirchen und demnach in allen Jahreszeiten begangen und erſt ſpäter in den Herbſt verlegt und mit dem Erntefeſt verbunden worden ſind. Jedes dieſer Localfeſte behielt auch in der mauen Zeit und Verbindung ſeine alten Formen bei, mochten ſie dem Winter, Frühling oder Sommer ihre Entſtehung zu verdanken haben. In manchen Ländern, wie am Rhein und in den Niederlanden, ſind noch die Kirchweihen durch das ganze Jahr zerſtreut; ſehr klug waren die Oeſterreicher,
denn als Kaiſer Joſeph im ganzen Neiche alle Kirchweihen auf den dritten Sonntag des October verlegte, feierten ſie gehorſam⸗ lich an dieſem Tage die Kaiſer-Kirmeß, vernachläſſigten aber auch die alten Kirchweihtage nicht und erfreuen ſich daher einer doppelten Kirmeß.
Weil Geld zum Fröhlichſein gehört, ſo verſteigern in der Eifel die Burſchen vier bis fünf Wochen vor der Kirmeß ihre Mädchen und ſtellen einen beſondern Hüter an, der darüber wacht, daß bis zum Nachmittagsgottesdienſt des erſten Kirmeß tages jede Verſteigerte nur mit ihrem Anſteigerer verkehre.
Was die Kirchweih in der Pfalz zu bedeuten hat, ſpüren dort die Hühnerhöfe, Speiſekammern und Weinkeller am meiſten; die Gaſterei blüht dort ſo üppig, daß ſogar der geputzte „Kerwabaam“ darüber vergeſſen worden iſt. Deſto luſtiger flattern am Kirmeß- oder Plans⸗ oder Platzbaum in Franken die langen bunten Bänder der Tannenkrone, welche die hohe Stange deſſelben ſchmückt. Das„Putzen“ und Aufrichten des Pl ums geſchieht in der dem Feſt vorhergehenden„Kirwewoche“, und am Feſt ſelbſt wird um dieſen Baum der feierliche Umzug und der Tanz al⸗ gehalten. In vielen fränkiſchen Dörfern werden zu dieſem Zweck Lindenbäume gepflegt und dieſe„Dorflinden“ ſind oft gar kunſt⸗ reich und wunderlich verſchnitten und verſchnörkelt. Der ehemalige Hauptanſpruch an eine„richtige“ Kirchweih im baieriſchen Franken,


