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beuehan Die Entgegnung, welche der alten Dame eben auf der Zunge „ welche ſchwebte, wurde durch das unerwartete Eintreten eines Dritten ab⸗ riſben geſchnitten, der in dieſem Augenbligk auf der Schwelle erſchien. Es naten war ein Mann, der in der erſten Hälfte der Dreißiger ſtehen mochte biu. und deſſen Geſicht, wenn es auch nicht gerade ſchön zu nennen war, e, welce doch einen unendlich angenchmen Ausdruck von Güte und Wohl⸗ die ganze 1 wollen trug. Der erſte Blick verrieth ihm, daß etwas zwiſchen Nüt ſden beiden Damen vlorgegangen war, wie er denn auch die letzten ſch en„Worte Roſaliens gehört haben mußte, und während das Mitleid ſch de a nit dem Kumameer des ſchönen jungen Geſchöpfes in ſeinen Zügen gter. Fffenbar wurde, trat er auf ſie zu und ſagte, indem er liebevoll
Bii den Arm um ſie legte:
unent„Fehlt meiner Kleinen etwas und kann ich ihr helfen?“ Lus de In dem Augenblick ſtürzten die heißen Thränen aus den ˖henje Augen des jungen Mädchens, aber ſie entwand ſich ſeinen Arme glen.= Au gen Mädchens, aber ſie entwand ſich ſeinen Armen — Der and ſagte, wenn auch in ſanfterem Tone, als mit dem ſie vorher lnſte und eſprochen hatte:
„Laß mich, Hermann. Ich ſpreche nicht gern von dem, was mich ſchmerzt!“ Damit trat ſie auf die Terraſſe hinaus, welche vor dem 5 Thir. Zimmer hinlief, und entzog ſich ſo den Blicken der beiden Zurück⸗ in Liiyſig bleibenden. enli n Hermann ſah wie fragend auf die Tante, welche einige Male Wrider uunruhig auf ihrem Sitz hin⸗ und hergerückt war und nun, da e ſadi) ſſiie begriff, daß er eine Erklärung von ihr erwartete, in die Worte orge Sbrach: 8 4 ausbrach:
—„Ich habe ſie gewiß nicht beleidigen wollen, Hermann, und tung bin ſelbſt erſtaunt über eine Heftigkeit, die ſie früher nie gezeigt e Juſens 1 hat. Ich ſprach über einige Mängel ihrer Erziehung, wie mir Sta A
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⸗ 1868
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Illuſtrirtes Fami
lienblatt.— Herausgeber Ernſt Keil.
Wöchentlich 1 ½ bis 2 Bogen. Vierteljährlich 15 Ngr.— In Heften à 5 Ngr.
In ſengender Hluth.
Von F. L. Reimar.
„Halten Sie ein, Tante! Ich ertrage es nicht, das zu hören, und ſage Ihnen, daß ich Sie haſſen werde, wenn Sie Ihre Worte wiederholen!“
Die Anrede galt einer älteren Dame, deren etwas grämliches Geſicht in dieſem Augenblick einen erſchrockenen Ausdruck annahm, während die Wangen des ſchönen, jungen Mädchens, welches die
Worte geſprochen hatte, bleich vor Zorn waren und ſeine kleinen
Hände ſich krampfhaft zuſammenzogen. „Aber, Roſalie, ich begreife kaum, was ich gethan, womit ich Dich gekränkt habe!“ ſtotterte die Erſtere endlich.
„Sie haben angegriffen, was mir heilig iſt!“ erwiderte das junge Mädchen mit einem Ton, in welchem die bittere Erregung mit dem Schmerz kämpfte, und dabei zuckte es um den feinen Mund wie von verhaltenem Weinen.
denn dies ganze katholiſche Weſen, dem ſie anhängt, ein Aergerniß iſt, und äußerte meine Ueberzeugung, daß ihre Mutter beſſer ge⸗ than hätte, ſie in dem Glauben unſeres Landes zu erziehen. Dir ſelbſt muß dieſer Gedanke kommen, Hermann, da Roſalie in Kur⸗ zem Deine Frau ſein wird und ſolche ungleiche Ehen ſelten Gutes bringen!“
Hermann konnte ein leichtes Stirnrunzeln bei dem Geſtändniß der alten Dame nicht unterdrücken, trat dann aber zu ihr und ſagte freundlich⸗ernſt:
„Roſalie hat leichtverletzliche Saiten in ihrem Gemüth, welche geſchont ſein wollen, wenn ſie nicht aus ihrer Harmloſigkeit, die mir ſo theuer iſt, erweckt werden ſoll. Verſprich, mir in Zukunft darin beizuſtehen, liebe Tante, und laß alles Uebrige meine Sorge ſein!“
Die alte Dame verſtand die Mahnung, welche in den Worten des Neffen lag, und zuſtimmend und ein wenig beſchämt legte ſie ihre Hand in ſeine dargebotene.
Er verließ ſie dann und ging zu ſeiner Braut, die mit ab⸗
gewandtem Kopf an der Brüſtung der Terraſſe lehnte. Als er leicht
ihre Schulter berührte, ſah ſie zu ihm auf und mit Freude bemerkte er, daß jeder Zug von Herbigkeit aus dem ſchönen Geſicht verſchwun⸗ den war, das wieder den früheren halb kindlichen, halb träume⸗ riſchen Ausdruck angenommen hatte.
„Roſalie, mein Liebling,“ ſagte er weich,„es iſt immer eine Hand da, die Dich ſühren und ſchirmen wird!“
Mit einer raſchen Bewegung ergriff ſie plötzlich ſeine Hand, küßte dieſelbe und rief aus:
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„Tadle Du mich, ſtrafe mich, wie Du willſt, aber laß keinen
Menſchen zwiſchen uns treten, weder im Guten, noch im Böſen! Ich will Alles nur von Dir, Hermann!“
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Sie hatte ſich an ihn geſchmiegt und lehnte ihr Haupt an
ſeine Bruſt. Er ſtreichelte mit der Hand ſanft ihr ſchönes Haar und flüſterte:„Gebe Gott, daß ich Dir immer das ſein, das ge⸗ währen könne, was Deinem Herzen noth thut.“
Sie waren von der Terraſſe in den Garten hinabgeſtiegen, der
ſich mit ſeinen parkartigen Anlagen bis zur Landſtraße erſtreckte,
welche das Gut, deſſen Beſitzer Hermann von Loſſau war, von dieſer Seite begrenzte, und in einer der duftenden Fliederlauben, von wo
aus man einen Theil jenes Weges überſchauen konnte, nahmen die
Verlobten ihren Platz.
Ihm war es, als ſei es ſeine Aufgabe, den letzten Schatten
des Kummers zu verſcheuchen, welchen ihr die unüberlegten Worte der Tante bereitet hatten, und mit doppelter Genugthuung erfüllte es ihn, daß er ſich dazu im Stande wußte.
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