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t ſchweißung dreier an und für ſich verſ 1.
Emil ſpricht einige Worte nach. Der Pater Nector deutet mit dem Zeigefinger nach oben und fragt mehrmals:„Wo iſt Gott?“ Endlich hebt der Affenmenſch ebenfalls den Finger und ſtößt dabei die Silbe„ſtah, ſtah“ aus. Wir hören, daß dieſe Silbe bedeuten ſoll:„Was iſt das?“ und in der That wird die— ſelbe bei jeder Gelegenheit mit ſcharfer Betonung des durch die Zähne geziſchten s hervorgebracht. Er ſoll außerdem das Wort „Muda“(Mutter) ausſprechen. Wir hören nur noch„Ah Diah! Ah Diah!“ von ihm, während er den Umſchlag meines Pelzrockes ſtreichelt. Er hält den Marderpelz an die Wange, nimmt die Hand eines Jeden, um dieſen auch den Pelz ſtreicheln zu laſſen; offenbar will er ſagen:„Ein Thier! Ein Thier!“ Eine wahre Glückſeligkeit ſtrahlt bei dieſer Entdeckung aus ſeinen Zügen und ſtets kommt er wieder auf den Pelz und
das vermeintliche Thier zurück.
Die höchſte Erregung und Spannung) malt ſich aber auf ſeinem Geſichte, wenn eine Drehorgel gebracht wird, die eine jämmerliche Melodie quiekt. Den Zeige⸗ finger zum Himmel erhoben,„ſtah! ſtah!“ hervor preſſend, wiegt er ſich auf ded ab auf den Füßen, während das weite Maul grinſt und die Augen vor Ent⸗ zücken ſtrahlen. In dieſer Stellung hat ihn Freund Seel aufgefaßt und mit wenigen markigen Strichen feſtgehalten. Die Erxregung ſteigert ſich, der Pater Rector amner ihn auf, den Tact zu ſchlagen und ſich tanzend zu wiegen; endlich ſtürzt er ſich auf das Inſtrument, ſucht die Handhabe zu faſſen und mit raſender Energie zu drehen. Ließe man ihn gewähren, er würde drehen und tanzenz bis er erſchöpft zu Boden ſiele.
„Wie iſt wohl die Entſtehung eines ſolchen Weſens zu erklären?“ werde ich geſragt, nachdem der Junge wieder ab⸗ geführt iſt.„Es iſt mehr Affe, als Menſch — Affe ſeinem Betragen, ſeiner Intel ligenz, ſeiner Sprachloſigkeit, dem Aus⸗ ſehen ſeines Kopfes nach und doch von Körper nicht ſchlecht gebildet und von wohlgebildeten, intelligenten Eltern er⸗ zeugt!“
Ich ſuche die Ergebniſſe meiner Forſchungen in kurzen Umriſſen darzu⸗ ſtellen.„Der eigentliche Schädel, die knöcherne Kapſel mit den beiden darin eingeſchloſſenen Hälften des großen Ge⸗ hirns,“ ſage ich,„ſind dem Affentypus entſprechend gebildet und entwickeln ſich nach denſelben Wachsthumsgeſetzen, welche für den Affen maßgebend ſind. Das Großhirn, der Sitz der Denkthätigkeit, iſt kaum ſo groß, wie beim Affen, ſeine ein⸗ zelnen Theile ſind wie beim Affen gebildet
die Function entſpricht dem Organe— ein Affengehirn kann keine Menſchengedanken erzeugen. Deshalb fehlen alle jene Eigenſchaften, die den Menſchen als höheres, denkendes Weſen charakteriſiren: die articulirte Sprache, die Fähigkeit der Abstraction und was Alles noch Philoſophen, wie Moraliſten, ja ſelbſt Naturforſcher als ſpecielle geiſtige Attribute der Menſchengattung gegenüber dem Thiere angeſprochen haben. Damit hört aber auch die Aehnlichkeit auf. Wie thieriſch auch der Ausdruck des Ge ſichtes ſein mag, ſeine naturgeſchichtlichen Charaktere ſind menſch⸗ lich: die convexe Naſe, der durch die Lippen hindurch fühlbare un⸗ tere Naſenſtachel, Anordnung und Geſtalt der Zähne, das vor⸗ ſpringende Kinn— alles dies gehört dem Menſchen, aber der niederſten Race, an. So ſchiefſtehende Zähne, ſo vorgezogene Ki⸗ finden Sie kaum bei einem Auſtralier, geſchweige der Menſchen höherer Race, von welcher doch das Shre linke Seize?“ und der es auch ſeinem übrigen Körpenn die Herzgegend und rief:
So haben Sie denn in dem Affnen?“
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Emil N. beim Anhören von Muſik.
kündigung
3 und nur ein
im Schädel und den höheren, denkenden Theilen des Gehirns, des Menſchen niederſter Race im Geſicht, des Menſchen höherer Race im Körper. Das ganze, gewiſſermaßen unnatürliche Gemiſch entwickelt ſich langſam unter widerſtrebenden Tendenzen; der Klein⸗ kopf bildet ſich nur langſam aus, iſt vielleicht in der Jugend mehr ſchädlichen Einflüſſen ausgeſetzt und bleibt zuweilen zwergenhaft, oft aber wird er groß, mannbar, kräftig und erreicht ein tüchtiges Alter. Nach den Exkgebniſſen der Unterſuchung, die freilich nicht durch die Erfahrung beſtätigt ſind, unterliegt es kaum einem Zweifel, daß dieſe Weſen fortpflanzungsfähig ſind und vielleicht unter ſich Kinder haben könnten.“
„Das Alles giebt aber noch keine Antwort auf meine Frage,“ ſagte einer der Anweſenden. fragen nach der Entſtehung ſolcher Bildungen, und Sie antworten mit einer Analyſe ihrer Zuſammen ſetzung.“
„Gemach, gemach! Erſt, denke ich, muß man wiſſen, was ein Weſen iſt; dann kann man fragen, wie es gewor⸗ den iſt. Packen wir jetzt die Sache Hei der Wurzel an. 6
Zwei große Geſetze Kehen ſich, wie die rothen Fäden dureh alle Taue der engliſchen Kriegsmarine, durch die ganze organiſche Natur: das Geſetz der Ver erbung und das Geſetz der Veränderlich keit. Beide gehen Hand in Hand, beide können ſchlummern, nicht ſichtbar in die Erſcheinung treten während langer Zeit, einander gegenſeitig beſchränken, aber nie vollſtändig aufheben. Jeder Organismus trägt in ſich die ganze Geſchichte ſeines Aufbaues mittels der ſteten Concurrenz dieſer beiden Kräfte jeder Durch gangspunkt, bei welchem die Vorfahren ſtehen blieben, kennzeichnet ſich in der Entwickelung des Nachkömmlings durch ein vorübergehendes Bildungsſtadium. Daß die Eltern eine Summe von Cha rakteren auf ihre Nachkommen verpflanzen, brauche ich nicht nachzuweiſen; Sie ſehen dies alle Tage, ſehen auch, daß dieſe Charaktere erſt in beſtimmtem Alter auftreten, bis dahin aber ruhen. Allein nicht minder deutlich iſt die Veränderlich keit. Kein Kind iſt den Eltern abſolut ähnlich. Jeder Organismus hat alſo die Fähigkeit in ſich, zu ändern; aber in den meiſten Fällen kommt dieſe Fähig⸗ keit nur zur Production ſehr unweſent licher Reſultate. Auch das kann nicht wundern. Jedes Ei, jeder Keim hat die Fähigkeit, ſich zu entwickeln und ein ſelbſtändiges Weſen zu werden, ſuchen Sie aber einmal zu berechnen, wie viele Eier eines Bandwurms dazu kommen, wieder ein Bandwurm zu wer
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den, und Sie werden zu dem Reſultate gelangen, daß von einer⸗
Million Eier vielleicht nur ein einziges das ihm geſteckte Ziel erreicht, indem es den günſtigen Boden, die zu ſeiner Erxiſtenz nöthigen Nebenbedingungen findet. Ganz ſo die Organismen. Jeder trägt den Keim der Veränderlichkeit in ſich; unter Millionen findet vielleicht nur einer die nöthigen Nebenbedingungen zur Ent
faltung dieſes Keimes und das erreichte Reſultat vererbt er auf Nachkommen.“ „Ich ſehe noch immer nicht, wo das hinaus ſolle⸗u warf
Einer ein. 4 1 Jollen Sie bedient werden. Leo L 7;: 8 9 ihre NReſultate in die Geſchichte des Organismus durch
eine Art ſaßeen,g, Lide während gewiſſer Zeiten und loſe geknüpf en7.—hh went bleiben können, um beim Eintreten goldene Uhr! rn J„hoffebaxen, ſo können wis uns er⸗ den Eigenthüa ber dll un enedonsfolſ 8ſſ f r a 1I0h e 4 DSlwen heinungen auf⸗ lche„och Pidules gewd— b, ust 4 1 1)
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