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Illuſtrirtes Familienblatt.— Herausgeber Ernſt Keil.
Wöchentlich 1 ½ bis 2 Bogen. Vierteljährlich 15 Ngr.— In Heften à 5
Ngr.
Ein
Marianne wurde bleich, bleicher als das vor ihr liegende Linnen. Sie ſtieß einen Schrei der Ueberraſchung, des Schreckens aus, ſie ſank auf ihre Bank zurück, während ihre Hände ſchlaff die Strähnen zu Boden fallen ließen, die ſie hielten. Sie hatte Friedrich nicht an ſeinen Zügen, nicht an ſeiner Geſtalt erkannt, ſie hatte ja gar nicht zu ihm aufgeblickt; ihr Gewiſſen ſagte ihr, daß er es ſei.
„Sie erſchrecken ja gewaltig,“ ſagte Friedrich gutmüthig lächelnd und leicht die Hand mit einer Bewegung nach ſeiner Mütze hin aufwerfend.
In einer andern Stimmung hätte er wohl ſehr ernſt und bitter von dem jungen Mädchen Rechenſchaft verlangt. In dem Gefühl von Glück und in den glänzenden Hoffnungen ſchwelgend, welche ihm gemacht waren, nahm er es leichter und war geneigt, die ganze Sache wie einen ſchlechten Spaß aufzufaſſen.
Sie faltete die Hände zuſammen, lispelte ein leiſes„Du gerechter Gott!“ und brach in einen Strom von Thränen aus, die über ihre bleichen Wangen niederrannen, während ſie mit einem flehenden Blicke zu dem großen jungen Mann aufſah, der vor ihr ſtand.
„Nun, weinen Sie nicht!“ ſagte dieſer, gerührt von Sprache dieſes merkwürdig innigen Blicks, und dabei ließ er ſich neben ihr auf die Bank nieder,„ich kam ja nicht, um Ihnen etwas Uebles anzuthun! Sie ſind ja,“ ſetzte er lachend hinzu, „meine Braut, ich wollte nur gern hören, wie das eigentlich zu⸗ ſammenhängt... und dazu komme ich...“
„O mein Gott!“ rief das junge Mädchen noch einmal,„wenn ich nur todt wäre, nur todt und begraben unter dem Raſen läge!“
Friedrich ging es, wie ſo manchem Manne, der in der Ab⸗ ſicht auszieht, einer Frau eine gerechte Vorhaltung zu machen, und bald inne wird, daß ſich die Sachen umgekehrt verhalten, daß er die Vorwürfe verdient und daß ihm die Rolle des Beſchwichtigens und Entſchuldigens zukommt. Er ergriff eine der Hände, welche Marianne wie im tiefſten Leid, in grenzenloſer Beſchämung vor ihr Geſicht geſchlagen hatte, und ſagte:;
„Seien Sie doch nicht ſo außer ſich, Marianne... weshalb verſündigen Sie ſich denn mit ſolchen Reden? Sehen Sie, ich kann mir ja Alles denken und meſſe Ihnen ja keine Schuld bei. Ihr Vater und der Doctor Roſtmeyer haben zuſammen ein kleines Complot geſchmiedet iſt's nicht ſo? Ihr Vater hat dabei einnen wunderlichen Hintergedanken gehabt und hat ihn zu früh ausgeſchwatzt, und ſo iſt's in aller Leute Mund gekommen und das Unglück iſt ja ſo gar groß auch nicht was Leute ſchwatzen, thut uns Beiden weiter nicht weh...“
der
die
wWort.
(Schluß.)
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nein, nein, nein!“ brach hier Marianne leidenſchaftlich aus„ſo iſt es ja nicht, ſo iſt es nicht, ich habe alle, alle Schuld ganz allein, und Sie können nicht anders als mich auf's Tiefſte verachten ich ich aber wenn Sie wüßten, wie es kam wie es mir abgepreßt wurde 3
„Nun,“ fuhr Friedrich fort,„ſo erzählen Sie mir es, wie es kam, hübſch ruhig und ordentlich; wahrhaftig: es iſt ſo vieler Thränen nicht werth faſſen Sie ſich, Marianne, erzählen Sie mir, ich ſchwöre Ihnen, daß ich Sie nicht verachten werde!“
„Ja, ich will es Ihnen erzählen.Alles.Alles... Sehen Sie,“ ſagte Marianne von Schluchzen unterbrochen,„der Vater bedarf einer Frau für den Hof und die Wirthſchaft, und er hat auch die Anna vom Kamphofe gern und ſie mag ihn auch, aber ſie wollte ihn nicht nehmen, ſo lange ich unverſorgt auf dem Hofe ſei, ſie denkt, eine Stiefmutter und eine Tochter von gleichem Alter, das thue nicht gut; und der Vater wurde verſtört und unglücklich darüber und drängte mich, und ich konnte mich doch nicht entſchließen, unter denen, die mich zur Frau begehrten,
und mich ganz außer mich brachte vor Verdruß und Pein darüber, da dacht' ich, du ſollſt ihn nur erſt einmal beruhigen und ihm
dann hat er doch ſeinen Frieden. Und da ſagt' ich ihm, ich ſei verlobt, ich dacht', in den nächſten Tagen werd' ich's ja doch ſein und mir ein Herz faſſen und dem Raffelsberger oder dem Erd⸗ mann oder dem Wallfurth mein Wort geben aber damit war er nicht zufrieden, und ich ſollt' durchaus ſagen, mit wem, und ich wußt' doch keinen zu nennen, und da nannt' ich in meinem
ſündhaften Leichtſinn Ihren Namen, weil ich Jemand nennen mußte
und niemals in's Dorf kommen würde und da wußt' ich
Niemand anders aus der ganzen Gegend als Sie und ſo verführte mich der böſe Feind, und ich nannte Sie!“ „So, ſo, ſo ſagte Friedrich begütigend„ſo iſt
es gekommen? Nun, das Verbrechen iſt ja am Ende ſo groß nicht 4
„Aber ich beſchwor den Vater,“ fuhr Marianne haſtig fort, „keiner Menſchenſeele ein Wort davon zu ſagen er verſprach es mir auch, doch in dem Eifer um ſeine Anna ging er noch den ſelben Abend zum Advocaten, um wegen der Abſchichtung mit ihm zu reden, und am andern Morgen wußte ſchon die Großmagd von ihm, was ich geſagt, und den Abend ging er zum Vater
Tillmann und mit einem Worte am verwichenen Sonntage
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und zwar Einen, der es nie erfahren würde, der recht weit war
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einen zu wählen, und neulich, wo der Vater wieder davon anfing
ſagen, du ſeieſt verlobt und werdeſt der Stiefmutter Platz machen,


