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nach dem Glauben, aber er setzt eben voraus, dass bei grosser„Beschwerung des Gewissens“ ein Beichtvater wohl wissen werde, mit mehr Sprüchen zu trösten und zum Glauben zu reizen. Demgemäss erfolgt hier erst die Sünden- vergebung, die Vergebung des Priesters ist Gottes Ver- gebung und er soll sprechen:„Und Ich, aus dem Befehl unseres Herrn Jesu Christi, vergebe dir deine Sünde, im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.“ So heisst es auch in der Schrift von den Schlüsseln (vom Jahre 1530, E. A. 31). Die Schlüssel sind„ein Ampt, Macht oder Befehl, von Gott der Christenheit gegeben, durch Christum, den Menschen die Sünde zu behalten und zu vergeben“(S. 171). Am stärksten drückt er sich aus in den Enarrationes in Genesin(E. A. op. lat. VII, 52): In scriptura sancta autem sunt reales benedictiones, non imprecativae tantum, sed indicativae et constitutivae, quae hoc ipsum, quod sonat, re ipsa largiuntur et afferunt. Cujusmodi etiam nos in novo testamento habemus per sacerdotium Christi, quod est nostra benedictio, cum dico: Accipe absolutionem peccatorum tuorum. Si dicerem: Utinam essent tibi remissa peccata, utinam esses bonus et in gratia Dei, aut precor tibi gratiam.. haec caxritatis benedictio dici posset. Sed benedictio promissionis et fidei et praesentis doni haec est: Ego absolvo te a peccatis tuis in nomine Patris et Filii et Spiritus sancti, hoc est, recon- cilio animam tuam cum Deo, aufero a te iram et indignati- onem Dei, et constituo te in gratiam, do tibi haereditatem vitae aeternae et regnum coelorum. Ista omnia sunt po- testatis, praesenter et vere tibi donantis, si credis, quia non sunt opera nostra, sed Dei per ministerium nostrum. Non igitur benedictiones imprecativae sunt, sed collativae.“ Um der religiösen Gewissheit willen wird hier jede impre- kative und annuntiative Form verworfen und nur die kolla- tive Fassung anerkannt.
Dass hier eine Entwickelung vorliegt, ist früher nicht beachtet und bis heute nicht genügend gewürdigt. Aller- dings hat man längst erkannt, dass von Luther Ausserungen vorliegen, welche sich völlig widersprechen. Aber oft half man sich damit, dass man entweder die einen oder die anderen unter irgend einem Vorwande abwies und nicht zur Geltung kommen liess. Krahner(Uber das Verhältnis der Beichte und Absolution zum heil. Abendmahl. Deutsche Zeitschr. f. chr. Wesen u. chr. Leben, Jahrg. 1851) ge- bührt der Ruhm, dies mit der grössten Offenheit und


