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Glaube des Büssers dazu komme. Denn es hat in sich die Verheissung und Glauben der Vergebung der Sunden, umb Christus willen“(E. A. 65, 173), so dürfen wir nicht mit Achelis(Prakt. Theol., Freib. 1890, Bd. I, 71) nach den sichtbaren Zeichen fragen. In diesem strengeren Sinn ist die Busse kein Sakrament mehr für Luther, sondern nur in dem weiteren Sinn, dass uns die Vergebung hier effektiv dargeboten wird, dass wir im neuen Bunde neben der Taufe und dem Sakrament des Altars die Absolution haben,„auf dass wir Christum aufs allernäheste hätten, nicht allein im Herzen, sondern auch auf der Zunge, dass wir ihnen konnen fühlen, greifen und tappen“(E. A. 47, 82). Dieses von Anfang an in Luther lebendige Gefühl, welches sich nur durch das Gewicht der biblischen Zeugnisse abhalten liess, der Absolution zum Rang auch den Namen eines Sakra- mentes zuzuerkennen, konnte sich auf die Dauer nicht durch eine Deutung der Absolution in deklarativem Sinn befrie- digt fühlen, vielmehr musste es das Gewicht der biblischen Stellen, welche auf eine effektive Definition der Absolution hindrängten, erheblich verstärken.
Wie gesagt, ist das Resultat dieser von vornherein vorauszusehenden Entwickelung eine Deutung der Absolution in effektivem Sinn gewesen. Es handelt sich für Luther am Ende der Entwickelung nicht mehr um das Prius oder Posterius der göttlichen Sündenvergebung im Verhaltnis zur Absolutionshandlung, sondern göttliche und menschliche Absolution fallen zusammen. In diesem Sinn werden die biblischen Verheissungen gedeutet. Jetzt redet Luther nicht mehr von einer remissio ante remissionem, sondern diese Handlung verhilft dem Vertrauen zum Durchbruch und reicht selber erst die Vergebung dar. Damit hat Luther seine Anschauung systematisch auf eine klare, in sich wider- spruchslose Formel gebracht.
Wir finden diese Anschauung zuerst ausgesprochen in der dem kleinen Katechismus angehängten Unterweisung: „Wie man die Einfältigen soll lehren beichten“,(Müller, Die symb. Bibel d. ev.-luth. Kirche, Gütersloh 1890, S. 363, 364). Danach besteht das zweite Stück der Beichte darin, dass man die Absolution empfange als von Gott selbst, in dem festen Glauben,„die Sünden sein dadurch vergeben für Gott im Himmel.“ Hier wird auch Bedacht darauf ge- nommen, nach Ablegung der Beichte den Glauben des Betreffenden zu stärken. Zwar bietet Luther nur eine kurze diesbezügliche Wunschformel und eine darauf folgende Frage
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