den ersehnten Frieden in irgendeiner Gestalt verleihen kann, sondern die Erziehung des individuellen Menschen durch offene Aussprachen, Taten und Beispiele. Wir wollen weder schmeicheln noch anklagen; wir trachten danach, das Ziel friedlichen Zusammenlebens durch menschliches Verstehen zu erreichen; des Verstehens zwischen DIR und MIR.
Wir wollen versuchen, die Wirrsale der Gefühle, die wider- sprechende Erziehung in uns allen hervorgerufen hat, auf den Weg klaren, objektiven Denkens und Fühlens zu len- ken. Wir wissen, daß dieses Bestreben eine harte Aufgabe für den Geist der Menschen ist, die dazu erzogen wurden, in Begriffen des Hasses, Vorurteils und Mißtrauens zu den- ken. Aber wir müssen auch die unumstößliche Tatsache er- kennen, daß die Vernichtung von Haß, Vorurteil und Miß- trauen die einzige Lösung für ein friedliches und glücklicheres Leben ist.
Dies ist die Überzeugung der Brückenbildner:
»Wenn zehn Menschen in einem Raum aufhören können zu streiten; den Versuch aufgeben, ihre eigenen
Ansichten anderen aufzuzwingen; bereit sind, unterschied- liche Meinungen und Verschiedenheiten aufrichtig zu respektieren— dann werden wir Frieden in einem Haus haben. Und je nach der Intensität, der wir fähig sind, diese Gruppen von zehn zu vervielfachen, können
wir Frieden in einer Stadt, Frieden in einem Land und Frieden mit der Welt schaffen und erhalten.
Dieses tiefe menschliche Verstehen und dieser furchtlose Respekt können nicht durch Gesetze oder politische Pakte diktiert werden.
DU und ICH müssen daran arbeiten.«
ERSTE GEPLANTE AUFGABE:
Von dem Bewußtsein ausgehend, daß kulturelle und seelische Werte und deren gemeinsame Förderung ein festes und dauerhaftes Band zwischen Menschen schaffen, wollen wir zunächst den deutschen Menschen bei dem Wiederaufbau einiger ihrer Gotteshäuser helfen; in der Hoffnung, daß ein solches Programm guten Willen erzeugen wird und eine
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