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über. Wenn wir nach all dem, was wir gegeneinander durch- gemacht haben, nicht mehr bekommen als Magenknurren, wenn wir uns zum erstenmal ansehen, dann haben wir allen Grund, zu hoffen.«
Zum erstenmal erhellte sich sein Gesicht zu einem frohen, breiten Lächeln.»Mir ist viel wohler«, sagte er.»Aber Sie dürfen mir glauben, ich werde Sie niemals vergessen. Wenn mich jemals im Leben Zweifel anfallen sollten, werde ich Sie an dem Mikrophon sehen.« Dann verschwand das Lächeln, und er sagte sehr ernsthaft:»Ich verspreche Ihnen: In jedem Vortrag, den ich über meine Erfahrung in Amerika und über internationale Verständigung halten kann, werde ich den heutigen Vorfall erzählen. Und ich werde mich selbst nicht schonen.«—»Fein«, sagte ich.»Ich bin egoistisch genug, Ihr Versprechen anzunehmen.«
»Wie wenig Mühe es doch kostet, Menschen zusammenzu- bringen, die eigentlich feindlich gegeneinander fühlen soll- ten.« Er sah Milton an.»Wir sollten uns doch eigentlich hassen. Und doch genügen ein paar Sätze wahrer Offenheit, um uns als Freunde scheiden zu lassen. Sie haben durch Ihr Handeln heute abend genau das getan, was Sie am Radio sagten: Sie haben in mir für immer den Wunsch zerstört, zu zerstören. Sie haben eine Brücke über den Ozean gespannt, die Ihr Herz und mein Herz vom Haß befreit hat. Sie wer- den eines Tages die Belohnung dafür—« Er hielt inne, als er bemerkte, daß ich ihn wie abwesend anstarrte.»Habe ich etwas Falsches gesagt?« fragte er.
Ich holte tief Atem.»Nein«, sagte ich,»Sie haben etwas sehr Richtiges gesagt.«
Ich wußte, er konnte mich nicht verstehen, aber das machte mir im Moment nichts aus. Wir schieden als Freunde, und darüber hinaus hatte der junge Deutsche mir die Schluß- folgerung eines Gedankens gegeben, dessen erste Hälfte ich besaß und um dessen Vervollständigung ich mich so lange bemüht hatte.»Eine Brücke über den Ozean spannen, um Ihr Herz und mein Herz von Haß zu befreien.«
Es mußte eine völlig neue Organisation sein, die sich an keine andere anschloß. Sie mußte aus individuellen Menschen bestehen, die mutig genug waren, ihr Streben nach Liebe
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