Epilepsie 165
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' Bild 97. Epileptische EZ,(Nach Conrad, 1936.) Bild 98, Epileptische EZ,(Nach Conrad, 1936.)
Alfred und Willy S., geboren 1903, in der Jugend ver- Anna und Maria F,, geboren 1900, Die Anfälle traten 5 wechslungsgleich, geistig früh zurückgeblieben(imbe- bei beiden zu Beginn der Schulzeit auf, so daß sie kaum zill). Beide haben Krampfanfälle in großen Abständen, die Schule besuchen konnten. Geistig zurückgegangen n(debil); kindlich-freundlich, naiv, Anfälle regelmäßig. oJ B stellt werden konnte. Ihre eingehende Untersuchung ging auf die Erfassung des ne Krankheitsverlaufs und insbesondere auf die Entscheidung der Frage aus, ob eine h ererbte oder erworbene Epilepsie vorliege; das erstere wurde angenommen, wenn n eine klar erkennbare äußere Ursache nicht ermittelt werden konnte. Das Ergebnis “ der Untersuchung zeigt die nachstehende Zusammenstellung, h ik Gesamt- Davon sind| Von 100 Paaren sind zahl der Paare| konkordant diskordant| konkordant diskordant |symptomatisch.... 34 0 34 0 100 k\diopathisch 93 4 89 4,3 95,7 ii»7|symptomatisch.... 8 1 1 12,5 87,5 ht Bu idiopathische 22 19 3 86,3 13,7 Ri n Mit den vorstehenden Zahlen ist einwandfrei erwiesen, daß es eine Gruppe von vorwiegend anlagebedingten Epilepsien gibt. Ihr steht eine andere gegenüber, bei ei denen die Anlage eine viel geringere Rolle spielt, Wenn zu den konkordanten Fällen ng auch diejenigen gerechnet werden, bei denen der eine Partner eine echte Epilepsie Er zeigt, der andere Schwachsinn und Psychopathie, so erhöht sich die Konkordanz. 2 Die Untersuchungen von Conrap zeigen, daß der Schwachsinn in irgendeiner geno- typischen Beziehung zur Epilepsie steht, aber nicht mit ihr identisch ist. Die Be- = rechnung der Manifestationswahrscheinlichkeit ergibt für das Gesamtmaterial der
> EZ einen Wert von 80%, für die idiopathische Epilepsie von 92%. Der überwiegend große Teil der Epilepsie steht also sehr nahedem Anlage-
= polder Luxensurcerschen Variationsreihe, Mit den durch Conrap durch- e geführten Untersuchungen ist die lange geführte Diskussion, ob der Erblichkeit bei & der Epilepsie überhaupt eine besondere Rolle zukomme, eindeutig in positivem Sinn e
beantwortet und damit endgültig zum Abschluß gebracht worden.


