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die Männer der Waffen-SS warfen. Nachdem ein Teil der Bunkerbesat- zung ausgehoben war und dieser durchsucht werden sollte, griff eins der Weiber wie schon so oft blitzschnell unter ihren Rock und holte aus ihrem Schlüpfer eine Eier-Handgranate hervor, die sie abzog und die sie unter die sie durchsuchenden Männer warf, dabei blitzschnell selbst in Deckung sprang. Nur der Geistesgegenwart der Männer ist es zu verdanken, daß kein Ausfall eintrat...
14. Mai 1943
Von den sich zur Wehr setzenden Banditen trugen wiederum verschiedene deutsche Wehrmachtsuniformen und deutsche Stahlhelme und Knobelbecher. Außer den Karabinern wurden 60 Schuß deutsche Gewehrmunition eingebracht. Ein Stoßtrupp hatte ein Feuergefecht mit einer 10- bis 14köpfigen Bande auf den Dächern eines Häuserblocks am Rande des Ghettos(arischer Teil). Die Banditen wurden ohne eigene Verluste vernichtet...
15. Mai 1943
Bei einem sich in der Mittagszeit entwickelnden Feuergefecht, bei dem die Banditen wiederum mit Molotow-Cocktails, Pistolen und selbstgefertigten Handgranaten sich zur Wehr setzten, wurde nach der Vernichtung der Bande ein Angehöriger der Ordnungspolizei durch Durchschuß der rechten Hüfte verwundet...
Anhang II (Zygelboims Abschiedsbrief und Selbstmord)?°)
„Ich erlaube mir, meine letzten Worte an Sie zu richten und über Sie gleichzeitig auch an die polnische Regierung, das polnische Volk und an alle Völker der verbündeten Nationen sowie an das Gewissen der ganzen Welt.
205) Zygelboim Book New York 1945, Seiten 364—365. Zygelboim schrieb diesen Brief an die damalige polnische Exil-Regierung in London, an den Präsidenten Wladislaw Raczkiewicz und an Premierminister Wladislaw Sikorski. Schmul Mordechaj Zygelboim(sein Pseudonym war„Artur“) gehörte zu den prominentesten Führern der jüdisch-sozialdemokratischen Partei„Bund“ in Polen. Ende Dezember 1939 flüchtete er aus Polen, hielt sich in Belgien, Paris und New York auf und kam im März 1942 nach London, wo er dem polnischen Exil-Parlament angehörte. In der Nacht des 12. Mai beging er Selbstmord.
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