Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Volk zu erwecken, und wollen ihm
die Losung zurufen: Wacht auf und kämpft!
Ihr dürft die Hoffnung auf Rettung nicht verlieren, aber ihr sollt wissen, daß diese Rettung nicht auf dem willenlosen Weg zum Tode
liegt! Sie verlangt Höheres: den Kampf!
Wappnet euch mit Mut zu waghalsigen Taten! Fort mit dem schänd- lichen Hinnehmen des Satzes: Wir sind doch alle zum Tode verurteilt.
Das ist nicht wahr! Auch uns wurde das Leben geschenkt. Wir haben ein Recht darauf. Aber wir müssen dafür zu kämpfen verstehen. Wenn es einem leicht
gemacht wird, ist es keine Kunst, zu leben. Es wird erst dann zur Kunst,
wenn man es uns entreißen will. Erwache, Volk! Kämpfe um dein Leben! Möge jede Mutter zur Löwin werden, die ihre Jungen verteidigt! Kein Vater sollte dem Tod seines Kindes zusehen! Die Schande des ersten Aktes unserer Ausrottung darf sich nicht wie- derholen. Nieder mit Kleinmut und Unglauben; nieder mit unserem Sklaven- geist! Für jedes jüdische Leben soll der Feind mit seinem eigenen Blut zahlen! Jedes Haus werde zur Festung! Erwache, Volk, und kämpfe! Im Kampf liegt die Rettung! Nur wer um sein Leben kämpft, hat Aussicht auf Rettung!
Wir stehen auf zum Kampf ums Leben der unbeholfenen Massen. Wir wollen ihnen Rettung bringen und sie zur Tat aufrütteln. Wir kämpfen nicht nur um unser eigenes Leben; das wollen wir erst dann retten, wenn wir unsere Pflicht erfüllt haben. Solange das Leben von
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