Schritte, dazu bestimmt, die Ehre und Würde des Warschauer Judentums zu wahren, lahmgelesgt.
Todesurteil für jüdische Verräter'°°) Erklärung
Der Öffentlichkeit wird hiermit bekanntgegeben, daß das Urteil an Jakob Lejkin'5°?), dem Vertreter des„Ordnungsdienstleiters“, am 29. Oktober um 6.10 Uhr abends vollstreckt worden ist. Die gegen Führer, Offiziere und Funktionäre erhobenen Anklagen wurden mit Bekannt-
machung vom 17. August veröffentlicht.
Weitere Maßnahmen werden rücksichtslos durchgeführt werden. Gleich- zeitig wird die Öffentlichkeit davon unterrichtet, daß unter Anklage gestellt worden sind:
1. Das Präsidium des„Judenrats“ in Warschau wegen Zusammen- arbeit mit der Besatzungsmacht und Unterzeichnung des Aussiedlungs-
aktes,
2. die Leiter und die Verwalter der„Schops“'°*) wegen Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiter,
2
3. die Gruppenführer und Funktionäre des„Werkschutzes” wegen bestialischer Schikanen den Arbeitern gegenüber. Die Vergeltungsmaßnahmen werden rücksichtslos durchgeführt werden.
Warschau, den 23. 10. 1942
Aufruf der J.K.O. Anfang Januar 1943'°°)
Seid zur Tat bereit! Seid wach!
Wir stehen zum Kampf auf.
152) Archiv Ringelblum II. Veröffentlicht in Yiddisch.
153) Rechtsanwalt und ca. 40 Jahre alt. Sein Vorgesetzter, der Leiter des jüd. Ord- nungsdienstes, Josef Szerynski— ein getaufter Jude— kam aus„rassischen“ Gründen ins Ghetto. Vor dem Krieg war er Offizier der poln. Geheimpolizei, und die„Jüd. Kampforganisation“ verurteilte ihn zum Tode. Der Kämpfer Israel Kanal verwundete ihn aber nur, und so beging er im Januar 1943 Selbstmord.
154) Arbeitsstellen im Ghetto.
155) Archiv Ringelblum II. Dieser Aufruf wurde in polnischer Sprache veröffentlicht.
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