nehmen eine Verwertung durchgeführt werden kann. Hinsichtlich jüdi- scher Mobilien aller Art, also auch solcher, die außerhalb der ehema- ligen jüdischen Wohnbezirke festgestellt werden, bin ich allein zustän- dig und sind mir auch in dieser Hinsicht alle geplanten Verwertungen zur Genehmigung vorzulegen.
Ich verweise diesbezüglich ganz besonders auf mein Rundschreiben vom 13. 3. 43— Tgb. Nr. 347/43 geh.—.
Der SS- und Polizeiführer im Distrikt Warschau
von Sammern SS-Oberführer
Das Ende des Judenrates'??)
Auf der Niskastraße gibt es wieder etwas Neues. Vom„Umschlag- platz“ kam ein Jude zurück und berichtete, man habe die Führer des Judenrates erschossen. Bevor die Deutschen überhaupt ins Ghetto ein- rückten"??), soll sie Untersturmführer Brandt unter dem Vorwand, sie beschützen zu wollen, aus dem Ghetto herausgeholt haben: den letzten Warschauer Judenältesten Ingenieur Mark Lichtenbaum, seine beiden Stellvertreter, Dr. G. Wielikowski und Ingenieur A. Stolzman; ferner den Ingenieur Stanislaw Szereszewski und den Handelsrichter Edward Kobryner. Dann fuhr ein Auto vor und brachte sie alle zum„Umschlag- platz“. Dort wurden auch sie ins„Haus des Grauens“ hineingepfercht, wo man alle ausgesiedelten Juden zusammenstopft. Sodann erschien ein in Warschau unbekannter SS-Offizier, rief ihre Namen auf und ließ sie dann auf dem Hof bei den Mülltonnen antreten. Dort kontrollierte er nochmals, ob es auch tatsächlich die Gesuchten waren. In Anwesenheit des„Aussiedlungs-Kommissars“ und des Fabrikanten Walter Töb- bens!#) wurden sodann der Reihe nach Lichtenbaum, Stolzman, Wieli- kowski und Szereszewski erschossen.
132) Turkow II, Seiten 19—20. 133) Am 17. April 1943.
134) Walter Caspar Többens oblag die Aufbringung von Arbeitskräften im Warschauer Ghetto und der Provinz Lublin. Im Warschauer Ghetto allein arbeiteten für ihn ca. 15 000 Juden.
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