es keine Rettung mehr, aber sie bleiben dann vielleicht am Leben.“
Im Punkt Sapierzynskistraße liegt eine ganze Reihe von Menschen im Bett. Sie alle werden den Hungertod sterben.
I 14. Juni 1941
Der Hunger°®) und die Not fressen jeden in Warschau auf. Die Gassen sind voll Ohnmächtiger, die sehr aufgedunsen sind. Eine ganze Stadt voll Juden stirbt, aber niemand kümmert sich darum. Auf der Leszno- straße 14 sehe ich auf dem Hof bei den Mülltonnen einen achtzehn- jährigen Jüngling stehen, der von den Abfällen ißt. Als ich zwei Stunden später wieder auf den Hof komme, hat sich der Jüngling immer noch nicht von den Kehrichttonnen losreißen können.
III 2)
Der Herr Generalgouverneur ist der Auffassung, daß für die jüdische Bevölkerung weitere Lebensmittel nicht zur Verfügung gestellt werden können.
(Regierungssitzung am 15. X. 1941)
Ghetto-Satire 3°)
Zum„Joint“®!)-Büro ein Jude rennt. Weil sonst er den Hungertod erlitte, fleht er:„6 Kinder hab’ ich, Herr Präsident!
So helfen Sie uns doch bitte.“
„Komm morgen wieder, dann wird man sehen!“, sprach der Präsident. Doch am nächsten Tag
konnte der arme Jude nicht mehr gehen,
denn er war tot, wenn man's auch kaum glauben mag.
28) Damaligen deutschen Quellen zufolge lebten 1941 in Warschau 100 000 Juden von ‚einer Suppe, die einmaltäglich ausgegeben wurde. Manchmal war sie aus
Heu zubereitet.(Siehe: Max Frhr. v. Du Prel„Das Generalgouvernement“, Würzburg 1942, Seite 349.)
29) Poliakov-Wulf I, Seite 182— Dr. Franks Tagebücher. 30) Kaczerginski, Seite 180.
31) Die jüdische Hilfsorganisation„American Joint Distribution Committee“.
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meinte:„Es wäre schade. Gebt sie lieber meinen Kindern. Für mich gibt
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