onder-| ha portes. Da hieß es, ein Männertransport wäre eingetroffen, und es fiel
der Name eines Arztes, der mit uns in demselben Waggon nach Ausch- witz gefahren war. Ich hätte eigentlich sofort laufen müssen, um ihn zu suchen und alles Nähere von ihm zu erfahren. Eine unerklärliche Scheu hielt mich davon zurück. Zufällig traf ich mit ihm zusammen, er tat sehr eilig, verabschiedete sich rasch von mir und bat mich, ihn am nächsten Tage zu besuchen. Als ich zu ihm kam, teilte er mir mit, daß mein Mann auf die andere Seite gegangen war, daß er nicht unter den 45 Männern war, die mit ihm ins Bad kamen. Ich blieb ganz ruhig, ließ mir noch erzählen, wie es ihm gegangen war u. dgl. Dann irrte ich durch Theresienstadt und dachte an nichts, hatte vergessen, was eigentlich mit mir geschehen war. Ich traf Leute, sprach mit ihnen, um plötzlich abzubrechen, und sie weitergehend stehen zu lassen. Ich konnte mich nicht erinnern, was ich eigentlich erfahren hatte, irgendetwas Furcht-
bares, aber was?
reiden,) Bte die oweni-| Stolz-| ich ab-
tenden|
erloren en die on und schen enden,
- mie Ich kam in die Baracke, wo ich wohnte, wurde von einer lähmenden n Tot FI Müdigkeit befallen, legte mich nieder und fiel sofort in einen tiefen zu An- Schlaf. Als ich erwachte und zu mir kam, saß meine Freundin auf meinem h nicht Bette und als ich sie sah, erinnerte ich mich an alles. Ich erzählte ihr,
re Ver| was ich erfahren hatte, setzte aber sofort hinzu, daß es meine feste 'inds| Überzeugung sei, daß er noch am Leben sei. Alle Frauen unseres Trans- ijonaln IF] portes trösteten mich und sich selbst damit, daß es auch noch vor den Gaskammern Möglichkeiten gab, sich zu retten. Sie führten Beispiele an von solchen Errettungen und sprachen alle die Überzeugung aus, daß zurüc. auch noch auf der anderen Seite Leute, Fachkräfte wie Ärzte, die mo- aan»|) gebraucht wurden, dem Tode entgingen. Solche Fälle waren ‚Fleke IF) wirklich vorgekommen, aber nicht mehr in den Monaten September/ "Oktober 1944. Aber das wußten wir noch nicht, denn so Grauenhaftes
in die
ınserei
eıt und wir auch hörten und selbst erlebten, eine klare Übersicht über das Ge- starben schehene hatten wir nicht, und es dauerte noch ziemlich lange, bis sich , dichte das endgültige, furchtbare Endfazit herausstellte. Wir warfen unsere
ganze Hoffnung auf die Wenigen, Einzelnen, die zurückkamen und
wollten die Verlorenen noch lange, lange nicht verlorengeben. Es hieß, Tausende, Tausende sind auf dem Wege, viele krank, ohne die Möglich- , ne I keit, Nachricht zu geben. Ich suchte meinen Mann noch viele Monate nach Lei) dem Kriege durch das Radio, lief zu jedem ankommenden Repatriations-


