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len:„Weicht ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister Jesus tritt herein.“ Dies Wort des Apostels darf nun aber zugleich die Unterschrift sein, die wir im Glauben unter das Leben und Sterben unseres Bruders setzen. Es soll uns dazu dienen, in allem allein dem Herrn die Ehre zu geben. Denn es ist die unvergleichliche Gnade unseres Heilandes, daß er unseren Bruder gewürdigt hat, für ihn zu leben und zu sterben.
Jesus hat Euren Pfarrer durch sein Wort gerufen und ihn „durch den Heiligen Geist des ewigen Lebens versichert“ (Frage ı des Heidelberger Katechismus). Von der Treue Jesu überwunden, der„mit seinem teuren Blut für alle seine Sünden vollkömmlich bezahlt hat“, wurde er„dem Herrn forthin zu leben willig und bereitgemacht“(Frage ı des Hei- delberger Katechismus). So gewiß solches Leben für den Herrn in jedem Stande und Beruf geschehen kann und soll, so gibt es doch nichts Köstlicheres in der Gemeinde Jesu als das von ihm selbst gestiftete Predigtamt. In der Stunde, in der vor der Gemeinde dies teure Predigtamt Paul Schneider übertragen wurde,- im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes-, da hat er wie alle Prediger un- serer Kirche vor Gottes Angesicht gelobt,„sich mit allen Kräften Leibes und der Seele dem heiligen Amt zu widmen“. Sein Ordinationsgelübde war die dankbare Antwort auf den gehörten Ruf:„Ich habe dich bei deinem Namen gerufen,
du bist mein.“ Jesaja 43,1.
Es ist die Barmherzigkeit Jesu, daß er es unserem Bruder nicht auf einmal kundgetan hat, was das heißen kann: sich
mit allen Kräften Leibes und der Seele dem Predigtamt zu
widmen. Es ist die Barmherzigkeit Jesu, daß er nur Schritt
für Schritt das Wort an ihm wahrgemacht hat:„Ich will ihm
zeigen, wieviel er leiden muß um meines Namens willen
(Apostelgeschichte 9,16). Wir preisen in dieser Stunde die
Treue unseres Herrn, mit der er seinen Knecht fort und fort
zugerüstet hat, für seinen Wink und Willen bereit zu stehen.
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