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schauen wir ein schönes Gebilde. So dürfen wir gewiß sein: Gott hat in seiner Weisheit auch das Leben unseres Bruders Paul Schneider gewebt, und wie Er es gewebt hat, ist es recht.
Aber mehr noch— Gottes Ratschluß ist ein barmherziger Ratschluß. Sein Strafen ist nicht nur Weisheit, sondern Liebe. Er hat Euern Pfarrer Paul Schneider lieb gehabt, so wie Er uns alle lieb hat, Seine Freunde und Seine Feinde. Hat Er doch in Seiner Liebe Seinen eingeborenen Sohn für uns alle in den Tod gegeben. Wie sollte Er uns mit Ihm nicht alles schenken? Vielleicht hat Er sogar Euern Pfarrer ganz be- sonders lieb gehabt, weil Er ihn auf dem Weg der Kreuzes- nachfolge soviel hat leiden lassen. Um diese Liebe dürfen wir wissen— wissen mit der Gewißheit des Herzens. Und diese Gewißheit dürfen wir festhalten unerschütterlich. So
können wir Herr werden über alle Verbitterung, die immer
wieder in uns aufsteigt, Herr werden über alle Anklagen, die sich uns immer wieder auf die Lippen legen, Herr über allen Trotz und über alle Verzagtheit des Herzens: denn unser Herz ist ein trotzig und verzagt Ding und es wird an- ders nur, wenn es von der Liebe Gottes in Jesus Christus überwältigt wird.
Von dieser Liebe legt der letzte Vers unseres Textes Zeug- nis ab. ‚Von Ihm und zu Ihm und durch Ihn sind alle Dinge.‘ Von Ihm, dem Vater, durch Ihn, den Sohn, zu Ihm, dem beiligen Geist. Ein mächtiger Akkord ist es, in den un- ser Text ausklingt. In ihm soll auch unser heutiger Abend ausklingen. Möge er dann auch hineinklingen in den mor- gigen schweren Tag und durch die kommenden Tage und Wochen hindurch!
Von Ihm, dem Vater, war dies Leben, dies gesegnete Leben. Es war gesegnet für Euch, Seine Gemeinde. Es war— das ist mit gewiß— gesegnet auch für manchen im Gefängnis und im Lager. Von Ihm war auch das Leid und die Trübsal dieses Lebens. Denn dieses Leid war um Gottes willen er-
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