wiederkäme. Nun ist er wiedergekommen. Als ein Toter ist er wiedergekommen. Jäh wie ein Blitz ist die Todesnachricht bei Euch eingetroffen. Er hatte zuletzt noch so fröhlich ge- schrieben. Da kam der Tod, das treue Herz hat aufgehört zu schlagen. Es konnte nicht mehr. Es war zu schwach ge- worden. Es zerbrach. Da sind uns die Worte des Apostels aus dem Herzen geschrieben: Wie unbegreiflich sind deine Gerichte und wie unerforschlich deine Wege.
Wir wissen nicht, warum es geschah. Wir können es nicht begreifen. Mit all unseren Gedanken können wir das Dun- kel nicht durchdringen. Es steht vor uns wie eine unüber- steigbare Wand, über die wir mit unseren Meinungen, Hof- nungen, Wünschen, Träumen nicht hinüber können. Gottes Wille kennt kein Warum. Das ist hart für uns Menschen. Wir bilden uns so viel auf unseren Verstand ein. Wir mei- nen, wir wüßten alles, wir könnten alles, es gäbe nichts, was wir nicht fertig brächten. Ja, wir denken sogar, wir könnten Gott Vorschriften machen und hinterher Vorwürfe, wenn Er sich nicht genau so verhalten hat,wiewir eswünsch- ten. Aber, so sagt der Apostel, ‚Wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?‘ Ja fürwahr, ‚unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege‘. Mit königlicher Freiheit geht Gott über alle unsere Gedanken hinweg. Gottes Wille kennt kein Warum.
Aber zugleich wollen wir uns auch das andere sagen lassen: Gott macht keinen Fehler. Das war das Wort, das mir ge- stern einer in Barmen unter Schluchzen sagte, als er die Todesnachricht empfing: Gott macht keinen Fehler. Unser Apostel spricht von ‚der Tiefe des Reichtumes der Weisheit und Erkenntnis Gottes‘. Der Ratschluß Gottes ist wie ein tiefes Meer, dem wir mit dem Senkblei unsers Verstandes niemals bis auf den Grund kommen. Aber dieser Ratschluß ist ein weiser Ratschluß. Es ist mit dem Menschenleben wie mit einem Teppich: Wenn wir ihn von unten sehen, laufen die Fäden kreuz und quer durcheinander, aber von oben her
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