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Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
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Bitt- prach

Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Immer schon seid Ihr in der Woche zusammen gekommen, um fürbitt nde Hände zu erheben. Ihr habt Fürbitte getan für Volk und Obrigkeit, Fürbitte für die Kirche, ihre Not und ihre Bedrängnis. Vor allem habt Ihr Fürbitte getan für Euern Pfarrer. Zwei Jahre war er nun von Euch getrennt. Es war eine schmerzliche Trennung. Ihr hingt aneinander.

In den drei Jahren, da er unter Euch ‚war, seid Ihr in einer ganz seltenen Weise miteinander verbunden gewe- sen. Das ist auch der Grund gewesen, weshalb er sich außerstande sah, dem Ausweisungsbefehl zu folgen. Noch im Lager hat er erklärt: Ich kann die Ausweisung nicht annehmen, ich bin zu sehr mit meiner Gemeinde, und meine Gemeinde ist zu sehr mit mir verbunden. Diese Verbindung ist nicht geringer geworden in den zwei Jah- ren, da Ihr voneinander getrennt waret- im Gegenteil, sie ist durch Eure Gebete nur enger geworden. Nichts schweißt so zusammen wie die Fürbitte. Das wußtet Ihr: Euer Pfar- ter betet. Er hat es einmal aus dem Gefängnis geschrieben: ‚Ich bete die Gemeinde durch. Und das wußte er: Meine Gemeinde betet für mich, und um diese meine Gemeinde schart sich ein großer, unübersehbater Kreis von Betern, ein Heer von Betern, das wir nicht kennen, aber Gott kennt es, und das ist genug. So waret Ihr durch tausend Fäden mit ihm verwoben. Und wofür habt Ihr gebetet? Daß Euer Pfarrer gesund bliebe! Daß er die Kraft bekäme, äußerlich und innerlich, alles gut zu überstehen! Und vor allem, daß ttet.

er wieder frei würde, daß Ihr ihn wieder bei Euch Daß Ihr sein strahlendes Gesicht, sein leuchtendes Auge wieder sehen, seine fröhliche Stimme wieder vernehmen, und besonders, daß Ihr seine Predigt wieder hören könntet: das teuere Evangelium aus seinem Munde!

Nun ist Euch mit einem Schlage alles zerstört worden. Ach,

wie oft habt Ihr es Euch ausgemalt, wie es wäre, wenn er

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