und Gebet versammelt und der Schwesternchor sang für den Heimgegangenen:„... Herr, habe Dank, ich bin am Ziel.“ Unser Dickenschieder Kirchlein hielt sich in der Nacht der Überführung bereit, den heimkehrenden Pfarrer zu empfan-
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gen. Feierlich war sie mit weißen Lilien geschmückt worden, feierlich harrend sah die Gemeinde der Ankunft entgegen. Sobald der Sarg über die Gemarkung käme, sollten die y Glocken ihn grüßen. Die Trostlieder Paul Gerhardts ver- kürzten die Zeit und nahmen die traurigen Menschen mit i hinein in die Geborgenheit:„Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens... Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen...“— Still gingen die Menschen in ihre Häuser, als ich allein zurück- kehrte. Ich bat um ein Grab für den Heimgekehrten neben dem hundertjährigen hohen Holzkreuz in der Mitte des alten Tei- les des Friedhofes. Jedes Haus stellte nun eine Arbeitskraft bereit, um das überwucherte Land von Gebüsch und Hecken zu befreien, und bald lohten hohe Feuer auf dem weiten leeren Gelände. Ich ahnte noch nicht, daß es am andern Tage von einer großen Gemeinde völlig ausgefüllt wurde!— Auch unsere Frauen rüsteten für viele Gäste: In selbstverständ- licher Zugehörigkeit buken sie gemeinsam das Hunsrücker
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Leichengebäck und sorgten mit den herbeigeeilten Pfarr- schwestern für alles Nötige.
In Womrath war am Donnerstagabend der reguläre Bitt- gottesdienst; angesetzt. Bruder Lutze von Barmen sprach über Römer 11,33-36, zu der Gemeinde:
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Ge- richte und unerforschlich seine Wege!
Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Rat- geber gewesen?
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Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß ihm werde wie- dervergolten?
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