Karte vom 5. 4.1939 Euch und allen Freunden ein recht gesegnetes fröhliches Osterfest! Unserem ‚Großen‘ frobe Ferien! Er wird sein Müt- terlein darüber trösten, daß er gewöhnlich ihr so ferne ist. Unser ‚Dicker‘ wird auch wieder zu Hause sein und unser ‚Goldiges‘ beim Osterhas-Suchen zum erstenmal mittun. Onkel wird auch den Großen und anderen Kindern die Ostereier gut verstecken. Auch Brief vom 16. 3. erhalten.
B., 9. 5. 1939(Postkarte)
DeinBrief vom 25.4.wurde meinOsterbrief, herzlichen Dank! Ich weiß nun von Eurer Osterfeier und Deiner Koblenz- Reise. Freue mich über alles Leben und allen Trost, die bei Euch kräftig sind. Grüße die Freunde, die Dir so Gutes taten, herzlich! Dieter nachträglich herzlichste Segenswünsche des Vaters ins neue Lebensjahr! Sein Weg und Lernen ist mir Trost und Freude. Lutzes wieder herzlichen Dank für alle Güte! Laß uns weiter in Geduld und Zuversicht warten auf den rechten Ausgang unserer Trennung....
B.,8. Juni 1939
Dein Pfingstbrief war wieder ein rechter Kinderbrief. Herz- lichen Dank! Auch über die eigenhändigen Grüße der Kin- der freute ich mich sehr, sehe ich doch daraus, wie sie lernen und wachsen, wenn mir die Zeit oft stillezustehen scheint. Wenn ich wiederkomme, will ich ihnen auch„einen schönen Jahrmarkt“ mitbringen. Mit Schokolade allein ist es da wohl nicht getan, wenn der große Bruder die schon in die Ferien mitbringt. Ja, Liebste, Deine Kinderbriefe sind mir lieb und wert, weil Deine wache Liebe und Sorge unsere Sechse frisch und gesund in die Zukunft marschieren und als frohe Trö- ster zu mir reden läßt. Dazu sind sie uns ja die Unterpfän- der unserer in Gottes Treue gegründeten Ehe und Liebe und dürfen mithelfen, daß das„Wetter, das auf uns zu schlahn gekommen ist und alle Betrübnis und Pein“ unserer Liebe
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