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trost meine Grüße schicken darf. Es darf ja nicht schwerer kommen, als wir tragen können, diese Zusage haben wir. Für alles, auch für unser eigenes Reifen und Wachsen, weiß Gott allein die rechte Zeit.
B., 20. März 1939.
Wie bin ich frob, daß ich Dir wieder schreiben und ein Le- benszeichen von mir geben darf. Gott sei Lob und Dank! Noch bin ich gesund und munter, was ja auch bei Euch allen der Fall ist, wie ich einem Brief von Dir vom 17. Februar‘ entnehmen darf; auch dafür will ich von Herzen Gott dank- bar sein, weiß ich doch, wieviel mehr ich Euch durch die lange Nachrichtenpause habe zu tragen und zu sorgen ge- geben, als mir selbst. Dafür ist nun unser Weg der Tren- nung und Trübsal ein gutes Stück weiter gefristet; ich ersehe das aus den.anderen Nachrichten Deines Briefes vom 17. 2. über die größer werdenden Kinder, vor allem über Dieter. Ich machte mir viel Sorge über ihn. Über diese Lösung bin ich sehr frob. Grüße die guten Lutzes mit dem allerherzlich- sten Dank und vor allem auch den lieben Buben selbst” Wie manchen Festtag haben wir nur im Geiste miteinander verbunden im vergangenen Halbjahr miteinander feiern dür- fen.... Hoffentlich hat es Euch an Lob und Dank und Freude dennoch nicht gefehlt, wenn auch mit Schmerzen in den Herzen.- Ihr meine Lieben! Wir wollen uns die. Zeit nicht zu lang werden lassen. Ihr kennt eine alte Geschichte, wo einer um seine Liebste diente sieben und noch einmal sieben Jahre, und die Jahre deuchten ihn wie Wochen, so lieb hatte er sie; so darf auch uns die Liebe zueinander, und die größte Liebe, von der wir wissen, die Trübsal kürzen. Einmal kommt der Tag, wo wir befreit...
1 Meine anderen Briefe waren zurückgekommen:„Adressat hat bis auf weiteres Post- sperrel“
2 Dieter war seit Januar 1939 im Pfarrhaus Lutze in Barmen, um von dort aus das Gym- nasium in Elberfeld zu besuchen. In dieser Anstalt war es möglich, ihn nicht in die Hitler- jugend einzugliedern.
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