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Tode auf sich genommen hat und unter dem Wort des Glau- bens stand: ‚Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt über- wunden hat‘. Wenn einer das ‚Ehrenkleid‘ Christi trägt und ‚seines Leidens gewürdigt wurde‘, so Pfarrer Schneider. Ich konnte und kann seiner nur in Ehre gedenken. Wer von uns möchte sich diesem Geheimnis Christi gegenüber rühmen?“ Warum kommt er nicht mehr aus dem Arrest heraus? Die meisten Häftlinge sind doch nur kurze Tage dort, dann wieder in neuer Arbeit oder durch den Tod befreit? Er ist auch dort der Pfarrer im Amt, der Seelsorger der Bedrücktesten, wie auch ihrer Peiniger. Davon wissen alle Berichte zu erzäh- len.- Schon bei Lebzeiten Pauls bekomme ich eine Ahnung davon, als mir ein entlassener Kamerad berichten läßt, er sei unter Pauls Zellenfenster getreten und habe Paul ge- beten, sich doch zu schonen, an Frau und Kinder zu denken. „Ich weiß, warum ich hier bin“, sagt Paul. Und ein anderer Häftling, Zahnwetzer, berichtet:„Auf den gutgemeinten Rat von Häftlingen, die etlichemal einige Augenblicke bei ihm allein sein konnten, sein lautes Beten in seiner Zelle zu un- terlassen, um sich den Mißhandlungen durch die SS zu ent- ziehen, antwortetePaulSchneider, daß er nicht anders könne. Er müsse den gefolterten und mitgefangenen Gequälten Trost zusprechen, wenn sie in ihrer Verzweiflung stöhnten und jam-
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merten....
Karl Trzmiel erzählt in einem Brief vom 22.3.1948:„In dem Bunker, in dem sich die Dunkelarrestzellen befanden, lernte ich den Pfarrer Schneider kennen, der neben mir in der Zelle lag. Jeden Morgen hielt er für uns Häftlinge eine Morgen- andacht, wofür er stets Schläge und Mißhandlungen durch die Scharführer Sommer und Pleißner einstecken mußte. Ich erinnere mich noch ganz deutlich eines Vorgangs, als der Lagerführer Schober im Bunker erschien und dem Pfar- rer mitteilte: ‚Ihre Frau ist mit Ihrem jüngsten Kind töd- lich verunglückt, geht Ihnen das nicht zu Herzen?‘ Pfarrer Schneider entgegnete nach kurzer Pause: ‚Gewiß, das geht
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